Immer ein gutes Thema

Vertrauen hat für eine große Bandbreite von Themen eine hohe Relevanz: Kundenbewertungen, Online-Handel, Kundennähe in großen Unternehmen und Online-Recht sind nur ein paar Beispiele für Themenbereiche, in denen Trusted Shops zu Hause ist. Wir sind für Sie da:

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  • 5 Tipps für ein sorgenfreies Online-Banking

    2019-07-11

    Es ist schnell und komfortabel, seine Finanzen online zu verwalten. Doch auch, wenn bei den meisten Verbrauchern das Thema Online-Banking zum Alltag bereits dazugehört, gibt es noch immer einige skeptische Stimmen — insbesondere zum Thema Sicherheit. Mit diesen fünf Tipps ist man bei der digitalen Verwaltung seiner Konten auf der sicheren Seite.

    1. Das passende Autorisierungsverfahren finden

    Der Teil des Online-Bankings, bei dem die Sicherheit die größte Rolle spielt, ist die Autorisierung von Zahlungen. Schließlich muss die Bank erkennen, dass auch wirklich sie vor Rechner oder Smartphone sitzen. Um eine sichere Erkennung zu ermöglichen, entwickeln die Banken immer neuere und raffiniertere Methoden:

    Das bekannteste Autorisierungsverfahren ist das sogenannte TAN-Verfahren. Eine TAN, kurz für Transaktionsnummer, ist eine sechsstellige Kennziffer, die einmalig gültig ist und sich — wie der Name schon sagt — auf eine konkrete Transaktion bezieht. Dies ist zum Beispiel bei Überweisungen oder Kontoänderungen der Fall. Die analogen TAN-Listen aus Papier, auf denen eine Vielzahl dieser Nummern aufgeführt war, wurden von den digitalen Verfahren nahezu vollständig abgelöst.

    So zum Beispiel von der MobileTAN, auch smsTAN oder mTAN genannt. Hierbei wird vom System eine Nummer generiert und zur Autorisierung auf das Mobiltelefon gesendet. Diese Nummer geben Verbraucher dann im Portal ein und können die Transaktion so freigeben. Für eine solche Art der Zahlung sind zur Sicherheit zwei Geräte notwendig. Achtung: Dieses Verfahren nur wählen, wenn sicher ist, dass niemand Zugang zu dem Mobiltelefon hat.

    2. Daten nicht leichtsinnig herausgeben

    Daten sind das wichtigste Gut und sollten daher nicht leichtsinnig an Dritte weitergegeben werden. Für viele Betrüger wird der Handel mit Daten immer lukrativer. So werden auch die Methoden, mit denen sie an die Daten kommen, immer professioneller. Ein besonders häufiger Delikt im Bezug auf digitales Banking ist das sogenannte Phishing. Damit ist das kriminelle Abgreifen von Daten über gefälschte E-Mails und Apps gemeint.

    Wichtig: Sensible Daten wie Kontoauszüge oder Unterlagen zum Online-Banking in Papierform nicht leichtsinnig im Hausmüll entsorgen. Unterlagen schreddern und sensible Daten unkenntlich machen, damit sich niemand unbefugt Zugang zu den Finanzen beschaffen kann.

    3. Nur autorisierte Zahlungsanbieter nutzen

    Immer häufiger werden Bestellungen nicht via Online-Überweisung im Bankportal, sondern unabhängig über alternative Zahlungsanbieter bezahlt. Viele Webshops bieten komfortable Methoden wie Zahlung per SOFORT, PayPal oder Klarna an, um den Bestellprozess so einfach und schnell wie möglich zu gestalten. Immer darauf achten, ob es sich bei der vermeintlichen Website des Zahlungsunternehmens tatsächlich um den realen Anbieter handelt.

    Bei einer Bestellung in einem anderen Land, kann es vorkommen, dass man an einen unbekannten Anbieter weitergeleitet wird. Dies ist unter anderem bei Zahlung mit Kreditkarte häufig der Fall. Hierbei empfiehlt es sich, nach der offiziellen Website und Erfahrungsberichten zu suchen. Auch ein Kontakt mit dem Service des Online-Shops kann hilfreich sein.

    4. Auf Datensicherheit an öffentlichen Hotspots achten

    Auch, wenn es praktisch erscheint, mal schnell von unterwegs eine Zahlung zu tätigen, ist dies nicht immer der sicherste Weg. Die Bankgeschäfte besser an einem bekannten Ort, wie zum Beispiel im Heimnetzwerk, erledigen. Öffentliche WLAN-Hotspots können von Hackern leicht angezapft und so Daten offengelegt werden.

    Auch beim Surfverhalten auf Sicherheit achten! Beim Verwalten des Kontos besser den privaten oder Inkognito-Modus nutzen, um keine Datenspuren wie Zugänge und Passwörter zu hinterlassen. Ebenfalls empfiehlt es sich, regelmäßig den Cache des Browsers zu leeren.

    5. Den Zahlungsverkehr genau beobachten

    Regelmäßig die Kontoübersichten überprüfen und verifizieren, dass die angegeben Zahlungen auch wirklich von ihnen stammen. Manchmal sind Empfänger und Verwendungszweck nicht unbedingt auf den ersten Blick ersichtlich, da von den Unternehmen Zahlungsdienstleister genutzt werden. Tipp: Mehrfach prüfen, um welche Zahlung es sich handelt.

    Zusätzlich kann es helfen, ein Limit für Online-Zahlungen einzurichten. Dies ist bei den meisten Banken ganz einfach über das Bankingportal möglich.


  • So lange ist ein Gutschein gültig

    2019-07-04

    Gutscheine sind beliebte Geschenke, die auch noch spontan besorgt werden können. Aber wie lange ist ein Gutschein gültig und welche wichtigen Bedingungen gelten bei der Auszahlung und Übertragbarkeit von Gutscheinen?

    Welche Fristen gelten bei Gutscheinen?

    Mit einem Gutschein haben Sie das Recht, sich eine Ware auszusuchen oder eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, die dem angegebenen Geldbetrag entspricht. Dafür kann der Händler eine begründete Befristung festlegen. Darüber werden Sie im Kleingedruckten mit „einzulösen bis …“ oder „gültig für … Jahre“ informiert. Dies ist meist bei Dienstleistungen der Fall, die mit der Zeit durch steigende Kosten teurer werden.

    Ansonsten darf die Gültigkeit nicht nur ein Jahr betragen, da dies als unangemessene Benachteiligung eingestuft wird. Ist dies der Fall, könnten Sie auch nach Ablauf der Frist bis zur Verjährung die Einlösung des Gutscheins verlangen.

    Nur wenige Online-Händler bieten Ihnen gegen eine Bearbeitungs- oder Servicegebühr eine Verlängerung der Frist an. Ist der Gutschein jedoch zum Beispiel für den Besuch einer termingebundenen Veranstaltung gedacht, gilt er nur für diesen Zeitraum und ist danach wertlos. Kostenlose Gutscheine, die Unternehmen oder Warenhäuser bei Werbeaktionen verteilen, können beliebig befristet werden.

    Wann verjähren Gutscheine?

    Sollte auf Ihrem Geschenkgutschein keine Frist vermerkt sein, gilt dennoch eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Die Frist läuft aber erst vom Ende des Jahres an, in dem der Gutschein erstanden wurde. Nach dieser Zeit muss der Anbieter den Gutschein nicht mehr einlösen.

    Ebenso ist er nicht dazu verpflichtet, Ihnen den Geldbetrag abzüglich seines verlorenen Gewinns zu überweisen. Achten Sie daher darauf, auch einen scheinbar unbefristeten Gutschein innerhalb dieser drei Jahre zu verwenden.

    Kann ich mir den Geldbetrag eines Gutscheins auszahlen lassen?

    Prinzipiell ist der Händler nicht zu Barauszahlungen von Gutscheinen verpflichtet. Schließlich ist der Geschenkgutschein zur Einlösung gegen Ware gedacht, durch welche der Händler Umsatz einnimmt. Der Hinweis darauf ist meist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten.

    Sofern der Gutschein wirksam befristet wurde, kann der Käufer des Gutscheins in dem Zeitraum zwischen Ende dieser Frist und der regelmäßigen Verjährungsfrist den gezahlten Betrag vom Verkäufer zurückverlangen. Der Verkäufer darf jedoch den Gewinn, der ihm durch die Nichteinlösung entgangen ist, einbehalten. Ist die gesetzliche Verjährungsfrist abgelaufen, dann verfällt Ihr Anspruch an den Betrag des Gutscheins.

    Bezieht sich der Gutschein auf ein bestimmtes Produkt, welches nicht mehr erhältlich ist, ist die Erfüllung des ursprünglichen Kaufvertrags nicht mehr möglich. Der Händler muss die Zahlung dann erstatten.

    Kann ich nur den vollen Betrag des Geschenkgutscheins einlösen?

    Nehmen wir an, Sie haben einen Gutschein in der Höhe von 100 Euro und wollen diesen in verschiedenen, nacheinander folgenden Bestellungen einlösen. Für solch eine Teileinlösung gibt es derzeit keine gesetzliche Regelung. Sie sollte dennoch möglich sein, wenn es dem Händler zumutbar ist und ihm dadurch kein Verlust entsteht. Der jeweilige Restbetrag sollte dann vermerkt oder als neue Gutschrift übergeben werden. Auf eine Auszahlung der Restsumme haben Sie keinen Anspruch.

    Sind Gutscheine übertragbar?

    Oft steht auf einem Geschenkgutschein der Name des Beschenkten. Diese Personalisierung des Geschenks bedeutet aber nicht automatisch, dass er nicht von einer anderen Person verwendet werden kann. Zu beachten sind dennoch eventuelle Voraussetzungen, die der Anbieter für die Einlösung fordert. Dazu gehören zum Beispiel körperliche Fitness beim Gutschein für einen Fallschirmsprung.

    Was passiert bei der Insolvenz des Anbieters mit meinem Gutschein?

    Wurde ein Insolvenzverfahrens gegen einen Online-Händler eröffnet, kann der Gutschein nicht mehr eingelöst werden. Diesen verfallenen Gutschein können Sie beim Insolvenzverwalter als Forderung anmelden. Zum Ende des Insolvenzverfahrens erhalten Sie einen Anteil Ihrer Forderung. Dieser bewegt sich jedoch voraussichtlich bei weniger als fünf Prozent des geforderten Werts.


  • 9 Tipps, wie Sie Reisen sicher online buchen

    2019-07-02
    So bequem die spontane Buchung einer Reise online auch ist, dennoch muss man bei der Auswahl des Reiseanbieters vorsichtig sein. Während man mit günstigen Preisen gelockt wird, wundert man sich bei der Buchung über intransparente Mehrkosten. Außerdem ist oft schwer zu erkennen, wer genau der Reiseveranstalter ist — also wer im Zweifelsfall haftet. Darauf sollten Verbraucher achten, um nicht an unseriöse Anbieter zu gelangen.

    1. Sie erhalten vollständige Angaben zu Ihrer Reise

    Bevor Sie eine Reise buchen, müssen Sie die grundlegenden Informationen dazu erhalten haben. Dazu gehören — je nach gewählter Reise — die wesentlichen Leistungen, wie Reiseorte, die Anzahl der Übernachtungen, die Transportmittel, Zeitangaben zur Anreise und Abreise, Ihre Unterkunft, Mahlzeiten und etwaige Ausflüge. Der Veranstalter muss Sie zudem über die allgemeinen Pass- und Visumerfordernisse des Bestimmungslands informieren — auch die Fristen für die Formalitäten und benötigte Impfungen gehören dazu.

    Ebenso müssen Sie über Ihre Rechte aufgeklärt werden. Dazu zählt z.B. der Zeitpunkt, bis zu dem Sie die Rücktrittserklärung des Reiseveranstalters erhalten haben müssten. Dies kann zutreffen, wenn für die Durchführung der Reise eine Mindestanzahl an Teilnehmern benötigt und nicht erreicht wird. Auch müssen Sie den Hinweis erhalten, dass Sie vor Reisebeginn jederzeit vom Vertrag zurücktreten können, wenn Sie eine angemessene Entschädigung oder vom Reiseveranstalter verlangte Entschädigungspauschale zahlen.

    2. Sie erkennen, wer der Anbieter der Reise ist

    Sie müssen feststellen, ob der Anbieter als Reiseveranstalter oder -vermittler auftritt. Erst dann ist klar, wer für die gebuchte Reise haftet. Das wird bei Mängeln, Buchungsfehlern oder einer Insolvenz relevant.

    Ein Reisevermittler vermittelt Ihnen lediglich Leistungen eines Dritten. Daher haften bei der Buchung durch einen Reisevermittler die jeweiligen Anbieter der Leistungen und sind Ihre Ansprechpartner. Die Auswahl der Leistungen erfolgt im Buchungsvorgang einzeln und auch die Zahlungen sind getrennt zu leisten.

    Seit der EU-Pauschalreiserichtlinie von 2018 gilt jeder Reisevermittler als Reiseveranstalter, der mindestens zwei unterschiedliche Arten von Reiseleistungen wie etwa Hotel und Flug für den Zweck derselben Reise anbietet. Er haftet dann für die Erbringung dieser verbundenen Leistungen und muss Ihnen einen Sicherungsschein für den Fall seiner Insolvenz ausstellen.

    3. Es gibt ein vollständiges Impressum

    Schauen Sie im Impressum nach vollständigen Angaben zum Namen des Reiseanbieters, der Rechtsform des Unternehmens, dem Namen des Vertretungsberechtigten, der vollständigen Adresse und der Handelsregisternummer. Auch Kontaktmöglichkeiten wie die Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse müssen vorhanden sein.

    Der Kontakt sollte Sie in Ihrer Sprache beraten können. Sitzt der Vertragspartner im Ausland, kann es ebenso schwieriger werden, rechtliche Ansprüche durchzusetzen. Ohne ein vollständiges Impressum sollten Sie jedoch nie eine Reise buchen.

    4. Sie werden über die Nutzung Ihrer Daten aufgeklärt

    In der Datenschutzerklärung Ihres Reiseanbieters werden Sie über die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung Ihrer Daten informiert. Auch der genaue Umfang und der Zweck sollten definiert sein. Nur Daten, die im direkten Zusammenhang mit Ihrer Buchung stehen, dürfen erhoben werden. Bei allem darüber hinaus, muss der Anbieter Sie darauf hinweisen, dass es sich um freiwillige Angaben handelt. Lesen Sie also die Datenschutzerklärung, bevor Sie private Daten preisgeben.

    5. Der Buchungsablauf ist verständlich

    Während der einzelnen Schritte der Buchung sollte für Sie ersichtlich sein, bei welchem Vorgang Sie sich gerade befinden. Achten Sie darauf, ob kostenpflichtige Zusatzleistungen wie Versicherungen oder Mietwagen vorausgewählt sind. Es gibt zum Beispiel Zuschläge für Sitzplatzreservierungen, die bei der direkten Buchung bei der Airline nicht berechnet werden. Der Hinweis auf eine Reiserücktrittsversicherung oder einer Versicherung der Kosten einer Rückbeförderung im Krankheitsfall, ist jedoch erforderlich.

    Über einen eindeutigen Bestell-Button mit dem Hinweis einer Zahlungspflicht schließen Sie den Kauf ab und erhalten eine Buchungsbestätigung per E-Mail. Diese beinhaltet Ihre Reisedaten und den Gesamtpreis.

    6 Die Preisangaben sind transparent

    Auch Online-Anbieter von Reisen müssen den Endpreis samt Steuern, Gebühren oder der Kosten für Nebenleistungen nachvollziehbar angeben. Sie müssen auch darüber informiert werden, wann Sie die Zahlung leisten müssen oder, ob es sich um Teilzahlungen handelt. Nutzen Sie diese Angaben, um Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen. So sollten Sie auch die Gebühren für Stornierungen und Umbuchen beachten.

    7. Es werden sichere Zahlungsmöglichkeiten angeboten

    Bei Online-Zahlungen sollten Sie eine Auswahl von mindestens zwei sicheren Möglichkeiten haben. Dabei sollten Kartenzahlungen keine zusätzlichen Gebühren verursachen. Beachten Sie bei Ihrer Wahl, dass Sie bei Zahlungen über Ihre Kreditkarte oder das Lastschriftverfahren Ihr Geld zur Not zurückholen können.

    Aus Sicherheitsgründen sollten Sie zunächst nur eine Anzahlung leisten und den Rest vor Ort begleichen. Hierfür müssen Sie über den genauen Betrag oder Prozentsatz der Anzahlung und den Zeitplan informiert werden. Ohne einen Sicherungsschein Ihres Reiseveranstalters darf keine Anzahlung von Ihnen verlangt werden.

    8. Ihre Daten werden verschlüsselt übertragen

    Achten Sie auf eine sichere Übertragung Ihrer Daten. Überprüfen Sie hierfür, ob das Schloss-Symbol in Ihrem Browser geschlossen ist oder die URL mit „https“ beginnt. Unverschlüsselt können Ihre persönlichen Daten von Kriminellen abgefangen werden.

    9. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind vorhanden

    Sie sollten die vollständigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf dem Internetauftritt leicht finden können. Auch bei der Buchung über einen Reisevermittler sollte auf die AGB der einzelnen Vertragspartner hingewiesen werden.


  • Sicher einkaufen, sicher bezahlen – Trusted Shops und Mollie verkünden Partnerschaft

    2019-06-18
    Der innovative Payment Service Provider und Europas führende Gemeinschaft für sicheres Online-Shopping gehen ab sofort gemeinsame Wege. Als Authorized Partner bietet Mollie Bezahllösungen für E-Commerce-Unternehmen, die reibungslos mit den Trusted Shops-Produkten harmonieren.

    „Wir freuen uns über Mollie als Partner. Schließlich ist die sichere, schnelle und zuverlässige Abwicklung von Bezahlvorgängen ein enorm wichtiger Aspekt des Onlineshoppings – für Kunden und Shopbetreiber“, so Tobias Tullius, Leiter Partner Management bei Trusted Shops, zur Zusammenarbeit.

    Für Unternehmen, die ihre Waren und Dienstleistungen im Internet verkaufen, ist die Kooperation eine tolle Nachricht. Denn sie finden in Mollie einen Payment Service Provider, der alle wichtigen Bezahlmethoden in einem leicht zu integrierenden, transparenten und modernen System vereint. So können sie ihren Kunden von Klarna über PayPal bis Apple Pay verschiedenste Möglichkeiten
    anbieten und gleichzeitig volles Vertrauen in einen Trusted Shops Authorized Partner genießen.

    „Einfache Integration, schnelles Onboarding, starker Support, transparentes Preismodell – unsere Payment-Lösungen bieten Kunden zahlreiche Vorteile. Dass darauf 100 % Verlass ist, signalisiert unsere Partnerschaft mit Trusted Shops und wir freuen uns, Onlineshopping gemeinsam noch besser zu machen“, sagt Jascha Kampz von Mollie Deutschland.

    Ebenso wie Trusted Shops arbeitet Mollie bereits mit zahlreichen populären Shopsystemen – von JTL über Magento bis plentymarkets – eng zusammen. Für diese stehen Plug-ins zur Verfügung, die eine reibungslose Integration der Payment-Lösungen noch leichter machen.


  • So erkennst du Fake-Bewertungen auf Amazon

    2019-06-14
    Eine neue Studie der britischen Verbraucherorganisation „Which“ informiert, dass 87 Prozent der Amazon-Bewertungen auf nicht verifizierten Käufern basieren, also gefälscht sind.

    Wie erkennt man, dass hinter einer Bewertung auch eine echte Meinung steckt? Das erläutert Johannes Lemm, Experte für Kundenbewertungen bei Trusted Shops.

    1. Wie erkenne ich, dass Kundenbewertungen echt sind?

    Johannes Lemm: Es gibt eine Reihe von einfachen Indizien, die schon beim bloßen Betrachten eines Bewertungsprofils auffallen. So ist zum Beispiel ein differenziertes Bewertungsbild glaubwürdiger als makellose Lobeshymnen. Es ist unrealistisch, dass absolut jeder Kunde zufrieden ist. Deshalb finden sich insbesondere bei einer sehr hohen Anzahl an Bewertungen immer auch kritische Stimmen. Gibt es Antworten des bewerteten Unternehmens zu den Rezensionen, spricht dies ebenfalls für die Echtheit. Es zeigt, dass der Adressat der Bewertungen sich aktiv mit den Anliegen seiner Kunden auseinandersetzt. Und bestenfalls gibt es zu einer Bewertung ein öffentliches Autorenprofil – idealerweise sogar mit Name und Profilbild. Dies erhöht grundsätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass sich hinter der Bewertung ein echter Kunde verbirgt. Vor allem, wenn im Autorenprofil ersichtlich ist, dass ein Kunde verschiedene Online-Shops bewertet hat, spricht dies dafür, dass er nicht im Auftrag eines Händlers bewertet, sondern ein glaubwürdiger Power-Shopper ist.

    2. Welche Folgen drohen einem Händler, der Kundenbewertungen manipuliert?

    Johannes Lemm: Kundenbewertungen zu fälschen oder zu manipulieren, verstößt gegen geltendes Recht. Händlern, die Kundenbewertungen manipulieren, können Strafen von mehreren tausend Euro drohen – im Wiederholungsfall sogar im sechsstelligen Bereich. Sollte man als Verbraucher den Eindruck von Manipulation haben, bieten viele Portale die Möglichkeit, auffällige Kommentare oder Bewertungen zu melden. Denn sowohl Shop- als auch Portalbetreiber sollten ein Interesse an der Bekämpfung gefälschter Bewertungen haben – auch weil sie die Seriosität der eigenen Marke untergraben.

    3. Sind negative Bewertungen zu einem Produkt grundsätzlich ein Signal dafür, dass man es nicht kaufen sollte?

    Johannes Lemm: Schlechte Bewertungen eines Produktes bedeuten nicht zwangsläufig, dass ein Produkt nicht in Frage kommt. Zwei negative Bewertungen zum Beispiel, die 100 positiven gegenüber stehen, haben nur wenig Aussagekraft. Darüber hinaus kann es helfen, sich auch die Inhalte genau anzuschauen. Negative Bewertungen sind häufig ausführlicher geschrieben als positive. Und vielleicht gibt es sogar eine Reaktion des Händlers, die eine plausible Erklärung für die schlechte Bewertung aufzeigt. Außerdem: Nicht jedes Produkt passt für jeden. Es gibt Produkte, wie z.B. Matratzen oder Bürostühle, wo es sehr auf das persönliche Empfinden ankommt, ob sie gefallen.

    4. Was sind Gründe für negative Shop-Bewertungen?

    Johannes Lemm: Auffallend viele negative Shop-Bewertungen können darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt; wenn zum Beispiel die Ware mehrmals nicht oder nur sehr spät geliefert wurde, wenn es Probleme beim Umtausch gibt oder bei der Rückerstattung des Geldes. Über solche Faktoren geben jedoch nur authentische Bewertungen Auskunft. Darum überprüfen wir bei Trusted Shops die Echtheit der Bewertungsprofile auf unserem Portal. Dazu setzen wir zum einen auf maschinelle Prüfungen mit unserem innovativen Review Scanner, der automatisch Auffälligkeiten bei Bewertungen erkennt, wie z.B. ungewöhnliche Häufungen von ausschließlich positiven Bewertungen für einen Shop. Zudem untersucht unser mehrsprachiges Review-Team alle Auffälligkeiten. Das schafft ein nachhaltiges Vertrauen bei den Käufern.


  • Von wegen versierte Online-Shopper: 38 Prozent der Deutschen erkennen Merkmale von betrügerischen Shops nicht

    2019-06-12
    Häkchen setzen und abschicken oder stundenlange Studie des Kleingedruckten? Beim Online-Shoppen sind wir Deutschen unterschiedlich kritisch. Laut einer YouGov-Umfrage* im Auftrag von Trusted Shops gehört die Hälfte der Deutschen zu den aufgeklärten „Abzocke-Erkennern“, ein Drittel zu den peniblen „Fehler-Schnüfflern“ und nur wenige zu den sorglosen „AGB-Muffeln“ oder sogar völligen „Internet-Ignoranten“.

    Das Angebot an Online-Shops nimmt stetig zu – ebenso die Anzahl an betrügerischen  Shops. Daher laufen wir immer öfter Gefahr, einem der so genannten illegalen „Fakeshops“ in die Falle zu gehen. Da stellt sich die Frage, wie sicher wir Deutschen beim Online-Shoppen wirklich sind? Die Antwort: Zum Großteil sind wir es: 51 Prozent von uns zählen zu den „Abzocke-Erkennern“: Sie verschaffen sich einen groben Überblick vom Shop und richten sich dann nach ihrer Erfahrung und Intuition. Dabei laufen sie selten Gefahr, einem Fakeshop zu erliegen, genießen gleichzeitig aber auch den Spaß am virtuellen Schaufensterbummel.

    Etwas genauer nimmt es da der so genannte „Fehler-Schnüffler“: Er prüft die Shops bis ins Detail und spürt jede noch so geringe Unstimmigkeit eines Online-Shops auf. Denn er ist bestens über alle Sicherheits- und Qualitätsmerkmale informiert. 37 Prozent von uns Deutschen entlarven somit jeden Betrüger. Einen Nachteil bringt das Dasein als Fehler-Schnüffler aber sicherlich mit sich: Der Spaß am Online-Shopping geht schnell verloren.

    Das genaue Gegenteil dazu ist der so genannte „AGB-Muffel“: Er shoppt sich durch die digitale Welt, wie es ihm gefällt. Immerhin 7 Prozent von uns Deutschen machen sich keinerlei Gedanken zur Seriösität des Online-Shops, in dem sie einkaufen. Dass sie sich dadurch tagtäglich in die Gefahr des Datenmissbrauchs oder Identitätsdiebstahls begeben, ist ihnen nicht bewusst oder egal.

    All diese Gefahren umgeht der völlige „Internet-Ignorant“, denn er hält vom Online-Shopping rein gar nichts. Frei nach der Devise „Ich kaufe nur das, was ich sehen und anfassen kann“, vertraut er lediglich den stationären Händlern vor Ort. Laut Umfrage denken so 10 Prozent von uns Deutschen.

    Jung und naiv, alt und kritisch

    Der Blick auf die Altersgruppen zeigt ein deutliches Bild: Bedenkenlose Shopper sind vor allem jüngere Menschen, kritische zumeist ältere. Schon die Verteilung der Online-Shopping-Typologien gibt wieder, dass mehr als jeder Fünfte sorglose AGB-Muffel gerade mal 25 bis 34 Jahre alt ist und gut die Hälfte der peniblen Fehler-Schnüffler 55 Jahre oder älter ist. Diese Generation neigt auch am meisten dazu, Interneteinkäufe komplett abzulehnen. Gut zwei Drittel der Internet-Ignoranten finden sich in dieser Alterskatogorie wieder.

    Geht es ans Kleingedruckte, spiegelt sich dieses Verhalten ebenfalls wider. Die Hälfte derer, die sich AGB und Co. überhaupt nicht durchlesen, sondern einfach nur das Häkchen setzen, sind zwischen 18 und 24 Jahre alt. Der Anteil derer, die sich das Kleingedruckte immer und komplett durchlesen, ist mit 14 Prozent für die Altergsuppe 55+ am größten.

    Glauben ist nicht Wissen: Wie gut kennen sich die Deutschen wirklich aus?

    Die überwiegende Mehrheit (88 Prozent) der Befragten lässt sich also den „Abzocke-Erkennern“ und den „Fehler-Schnüfflern“ zuordnen – Gruppen, die glauben, die Vertrauenswürdigkeit eines Onlineshops richtig einschätzen zu können. Doch geht es konkret um Sicherheitsmerkmale, liegen nur 62 Prozent mit ihrer Einschätzung richtig. Folglich wissen mehr als ein Drittel der Deutschen immer noch nicht über die Kennzeichen eines seriösen Shops Bescheid. Jedem Fünften unterläuft beispielsweise der Irrtum, dass Bestnoten bei den Kundenbewertungen für einen vertrauenswürdigen Onlineshop sprechen. Genau dann ist allerdings Vorsicht geboten: Wenn ein Shop ausschließlich Bestnoten hat, handelt es sich häufig um eingekaufte Fake-Bewertungen. Vertrauenswürdige Shops erhalten durchaus manchmal negative Bewertungen, zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie darauf professionell reagieren. Fazit: Die Deutschen sind oberflächlich ganz gut informiert. Ist allerdings Detailwissen gefragt, zeigen sich doch noch große Lücken, die uns im schlimmsten Fall in die Falle tappen lassen.

    *Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.003 Personen zwischen dem 23.04.2019 und 25.04.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.


  • Mit diesen 10 Tipps erkennen Sie Fake-Shops

    2019-05-24

    Politik geht gegen Online-Betrüger vor

    Vier Millionen Online-Shopper sind laut Verbraucherzentralen in Deutschland bereits Fake-Shops zum Opfer gefallen. Die Masche ist immer die gleiche: Niedrige Preise locken Schnäppchenjäger, sie bestellen auf Vorkasse, doch die Ware kommt nie an. Leider werden Betrüger immer besser und immer mehr. Dieser Entwicklung wollen nun die Verbraucherschutzminister der Bundesländer entgegenwirken: Eine zentrale Ansprechstelle soll Ermittlern die Verfolgung erleichtern und eine Liste mit Fake-Shops soll Online-Shopper warnen.

    Im besten Fall weiß jedoch jeder Internetkäufer über die Warnzeichen und Prüfkriterien Bescheid. Diese zehn Punkte sollte also jeder kennen und checken:

    1. Verdächtige Anbieterkennzeichnung
    Der Verkäufer sollte sofort und eindeutig identifiziert werden können. Sind die entsprechenden Angaben nur schwer oder gar nicht auffindbar, ist höchste Vorsicht geboten. Skepsis ist auch angebracht, wenn nur eine Firma, aber kein Name oder nur eine Postfachanschrift genannt wird.

    2. Ungenügender Datenschutz
    Die Aussagen zum Datenschutz sind ein weiteres untrügliches Indiz: Sind diese lückenhaft oder fehlen sie gänzlich, verkauft der Website-Betreiber vielleicht Kundendaten weiter oder übermittelt sie an zweifelhafte Auskunftssysteme.

    3. Uneindeutige Preisangaben sowie Vorkasse ohne Geld-zurück-Garantie
    Sämtliche Preisangaben sollten klar wiedergeben, dass die Mehrwertsteuer bereits enthalten ist und welche Versandkosten inklusive eventueller Zuschläge genau entstehen. Werden die Versandkosten nicht genannt oder ist deren Berechnung unklar, sind böse Überraschungen vorprogrammiert. Eine Zahlung per Vorkasse sollte durch einen Käuferschutz wie von Trusted Shops abgesichert sein. Denn nur so lässt sich vermeiden, dass man sein Geld verliert, falls der Händler trotz Zahlung nicht liefert – Überweisungen lassen sich nämlich nicht rückgängig machen.

    4. Offen gehaltene Lieferfrist
    Wird die bei einem Produkt genannte Lieferzeit durch eine Aussage wie „Lieferfristen sind unverbindlich“ im Kleingedruckten relativiert, sollte man misstrauisch sein. Schließlich soll ein Geschenk rechtzeitig ankommen. Kann ein Produkt nicht sofort geliefert werden, muss die längere Lieferzeit direkt beim Produkt genannt sein.

    5. Unsichere Datenübertragung
    Seriöse Händler stellen eine verschlüsselte Übertragung von Zahlungsdaten sicher, damit diese nicht abgefangen und missbraucht werden können und Kunden nicht gegen die Bedingungen ihrer Bank verstoßen. Das Schloss-Symbol im Browser zeigt an, dass die Übertragung verschlüsselt ist.

    6. Unrechtmäßige Beschränkung des Widerrufs
    Bis auf wenige Ausnahmen können erworbene Waren innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden. Vorsicht ist geboten, wenn ein Händler versucht, dieses Recht einzuschränken, indem er zum Beispiel nur originalverpackte Ware zurücknimmt oder Angebotsartikel von der Rückgabe ausschließt.

    7. Tückisches im Kleingedruckten
    Verbraucherunfreundlich und gesetzlich verboten: Manche Händler versuchen über ihre AGB-Klauseln, Kunden unangemessen zu benachteiligen. Aussagen wie „Versand auf Gefahr des Käufers“ oder „Transportschäden müssen sofort gemeldet werden“ sind jedoch unzulässig und unwirksam.

    8. Schlechte Bewertungen
    Bei Händlern, die man selbst noch nicht kennt, kann eine kurze Internetrecherche sinnvoll sein. Vielleicht gibt es Negativeinträge in Foren, die zu erhöhter Wachsamkeit mahnen. Lässt sich ein Online-Shop darüber hinaus von seinen Kunden direkt bewerten und blendet das Ergebnis auf seiner Website ein – etwa über das Kundenbewertungsportal von Trusted Shops – kann dies zusätzlichen Aufschluss über die Qualität von Service und Angebot geben.

    9. Überprüfen Sie das Trusted Shops Gütesiegel im Shop
    Beim Klick auf das Siegel muss sich ein neues Fenster öffnen, das sogenannte Zertifikat. Dort erfahren Sie den Status des Siegels (“gültig”, “gesperrt” oder “abgelaufen”). Außerdem erfahren Sie dort noch einmal genau den Anbieter inklusive Adresse. Achten Sie bitte darauf, dass die URL (“Internetadresse”), welche im Zertifikat angegeben ist, auch mit der des Shops übereinstimmt.

    10. Rückzahlungsanspruch bei Nicht-Lieferung
    Wurden Sie dennoch Opfer eines unseriösen Händlers, der die bestellte und bezahlte Ware nicht liefert, so haben Sie gegen diesen Rückzahlungsansprüche. Er muss Ihnen also den Kaufpreis erstatten und darüber hinaus sogar noch entstandene Schäden. Sollte er sich aber weigern, diese Ansprüche zu erfüllen, bleibt in letzter Konsequenz nur der Gang zum Anwalt und eventuell die Einleitung eines Gerichtsverfahrens.


  • 5 Dinge, die Online-Händler niemals tun sollten

    2019-05-23

    Versteckte Kontaktmöglichkeiten, verschachtelte Seite, vergeblicher Content: Beliebte Fehler gibt es im E-Commerce zuhauf. Doch die folgenden fünf Fehler sollten Online-Händler definitiv vermeiden.

    1. Die Kunden vergessen

    Die Geschäftsidee ist rund, die Technik läuft, das Design ist schick, aber da war doch noch was? Ach ja, die Kunden. Nichts ärgert Kunden mehr als gut versteckte Kontaktmöglichkeiten. Zudem fassen Käufer kein Vertrauen zu einem Online-Shop, von dem sie das Gefühl haben, es handele sich nur um eine technische Oberfläche ohne Menschen dahinter.

    Ein weiterer Aspekt: Ohne direkten Kontakt lernen Sie Ihre Kunden und deren Bedürfnisse nicht kennen.

    2. Ein Sperrfeuer an Content starten

    „Viel hilft viel“ gilt nicht, wenn es darum geht, Inhalte für soziale Netzwerke zu produzieren. Denn die grausame Realität ist diese: In einer Minute werden statistisch gesehen auf Instagram 46.200 neue Beiträge hochgeladen, 4,5 Millionen Videos auf YouTube geschaut und 2,1 Millionen Snaps auf Snapchat erstellt. Es ist also nicht unbedingt so, dass noch irgendwer Content braucht.

    Deshalb sollten Sie lieber schauen, passgenaue und qualitativ hochwertige Inhalte für Ihre Zielgruppe zu produzieren, anstatt jede Firmenfeier und jedes Mittagessen zu vermelden.

    3. Negative Bewertungskommentare ignorieren

    Negative Bewertungen kommen in der Praxis seltener vor als Online-Händler befürchten. Die meisten Kunden bewerten fair. Doch wenn negative Bewertungen auftauchen, sollten Sie diese unbedingt öffentlich beantworten. Gehen Sie sachlich und lösungsorientiert auf den Kommentar ein und nehmen Sie die Anliegen Ihrer Kunden ernst.

    Lassen Sie negative Bewertungskommentare für sich sprechen, könnte entweder der Eindruck entstehen, dass Ihnen die Meinung Ihrer Kunden egal ist, oder aber dass am Ende an der Kritik etwas dran ist, da Ihnen als Händler offenbar nichts dazu einfällt.

    4. Die Seite als Labyrinth gestalten

    Ihre Kunden möchten sich nicht mit einer virtuellen Axt durch das Dickicht Ihrer Produkte schlagen, sondern sofort finden, wonach sie suchen. Halten Sie die Navigation daher so einfach wie möglich und fragen Sie sich, wie Sie selbst als Kunde nach Artikeln suchen würden.

    Ideal ist es, wenn Sie neben der Menüstruktur auch eine Suchmaske bereithalten, die es ermöglicht, ohne viele Klicks passende Angebote zu finden.

    5. Ein Händler unter vielen sein

    Bei der Wahl eines Geschäftsmodells läuft es auf zwei Möglichkeiten hinaus: Entweder Sie verkaufen ein beliebtes Massenprodukt und befinden sich in einer großen Konkurrenz oder Sie bieten ein Nischenprodukt an, haben dafür jedoch eine kleinere Käufergruppe. Beide Wege können funktionieren, doch egal wie Sie sich entscheiden, Sie müssen eine Antwort auf die Frage finden, warum Kunden gerade bei Ihnen einkaufen sollen.

    Es reicht nicht, einfach nur „ebenfalls“ am Markt zu sein. Bei Massenprodukten findet sich das Alleinstellungsmerkmal häufig im Preis, der Marke oder den Verkaufskanälen, bei Nischenprodukten in der individuellen Beratung und den Besonderheiten des Produkts.


  • Trusted Shops und billiger.de: Partnerschaft macht Preisvergleich noch sicherer

    2019-05-21
    Das Preisvergleichsportal billiger.de setzt zusammen mit Trusted Shops noch stärker auf Service und Sicherheit für die Kunden.

    Das Preisvergleichsportal billiger.de setzt durch die Partnerschaft mit Trusted Shops noch stärker auf Kundenservice und sicheres Online-Shopping. Künftig wird bei den Preisvergleichen auf billiger.de direkt in den Shopinformationen der Vergleichsergebnisse das entsprechende Trusted Shops Gütesiegel zu Zertifizierung, Käuferschutz und Kundenservice angezeigt.

    „Durch die Partnerschaft können wir dem Kunden bei unseren Preisvergleichen noch mehr Service bieten. Auf einen Blick kann der Kunde einschätzen, welche Sicherheit er bei seinem Online-Einkauf hat. Der Kundenservice des gewählten Shops kann mit einem Blick auf die Kundenbewertungen eingeschätzt werden. Das Online-Shopping wird so auch für unerfahrenere Online-Kunden noch komfortabler und sicherer“, erklärt Thilo Gans, Geschäftsführer der solute GmbH, die das Preisvergleichsportal billiger.de betreibt.

    Die solute GmbH will ihr Vergleichsportal in diesem Bereich ständig weiterentwickeln und den Preisvergleich als einfache und sichere Dienstleistung zum festen Bestandteil des digitalen Shoppingerlebnisses machen. Der Einkauf über einen der bekanntesten Preisvergleiche Deutschlands in über 22.500 Shops und mit über einer Mio. Produkten, soll künftig noch sicherer werden. Bereits bisher wurde billiger.de als einziger deutscher Preisvergleich regelmäßig mit einem TÜV-Zertifikat ausgezeichnet.

    „Wir freuen uns sehr, dass das Portal billiger.de nun alle Shops mit einem Trusted Shops-Gütesiegel kennzeichnet. Durch die Einbindung auf dem Vergleichsportal sind seriöse Shops für Kunden noch schneller ersichtlich und profitieren von ihrer Qualität“, sagt Dr. Bastian Kolmsee, Verbraucherschutzexperte bei Trusted Shops.

    Zudem bietet der Trusted Shops Käuferschutz Verbrauchern eine Absicherung beim Einkauf. Damit sinken zwei der wesentlichsten Risiken für Online-Shopper deutlich: Wird ein Artikel nicht geliefert oder bleibt nach Widerruf, Warenrücksendung oder Transportverlust die Rückerstattung aus, kommt Trusted Shops für den materiellen Schaden auf.


  • Vorsicht Hackerangriff! So sind die Daten im Netz sicher

    2019-05-16
    Ob in Suchmaschinen, sozialen Netzwerken oder beim Online-Shopping – überall hinterlassen Internet-Nutzer persönliche Daten. Mit den folgenden Tipps kann man sich zumindest ein Stück weit sicherer fühlen.

    Wählen Sie sichere Zugangsdaten

    Die meisten Menschen haben unzählige Accounts bei Online-Diensten — oft auch mit demselben Passwort. Wählen Sie unbedingt für jeden Dienst ein eigenes und auch sicheres Passwort. Es sollte mindestens aus acht Zeichen bestehen, wichtige Konten sollten mit 16 Buchstaben und Ziffern geschützt werden. Haben die Täter erst den Zugang zu einem Konto, stehen Ihnen sonst Tür und Tor für alle weiteren offen. Über das E-Mail-Konto lassen sich oft auch Passwörter von sozialen Netzwerken neu vergeben. Um eine Übersicht über Ihre Zugänge zu behalten, eignet sich ein Passwort-Manager. Die Stiftung Warentest empfiehlt beispielsweise Dashlane Premium, Intel Security True Key Premium oder Keeper Security.

    Nutzen Sie ebenso Sicherheitsmechanismen wie die sogenannte Zwei-Faktor-Autorisierung. Dafür steht Ihnen zum Beispiel Ihre Handynummer zur Verfügung, über welche Sie einen Sicherheitscode zugesendet bekommen und diesen online eingeben können. Bei vielen Diensten kann man zum zusätzlichen Schutz sogenannte Sicherheitsfragen beantworten. Hier sollten persönliche Fragen gewählt werden, deren Antworten man nicht mit einer schnellen Google-Suche und dem Blick auf das Facebook-Profil herausfinden kann.

    Vermeiden Sie Single Sign-on über Google oder Facebook

    Bei dem Single-Sign-on-Verfahren wird ein einzelnes Konto genutzt, um sich bei verschiedenen Diensten anzumelden. Sie können sich zum Beispiel über Google oder Facebook mit Ihrem bestehenden Account bei anderen Webseiten anmelden. Hierfür müssen Sie keine eigenen Login-Daten speichern. Es klingt zwar komfortabler, birgt aber mehr Risiken. Haben Kriminelle den Zugriff auf Ihren Google- oder Facebook-Account erlangt, können Sie sich einfach bei weitere Diensten anmelden.

    Fallen Sie nicht auf Phishing-Mails herein

    Phishing beschreibt das Angeln Ihrer persönlichen Passwörter durch spezielle E-Mails. Diese dienen als Köder, damit Sie Ihre Daten auf sogenannten Phishing-Websites eingeben. Sie sehen täuschend echt aus, kommen aber von Betrügern, die Ihre Informationen missbrauchen. Geben Sie sensible Daten also nie per E-Mail weiter, achten Sie auf Warnhinweise, ob Phishing-Mails im Umlauf sind und prüfen Sie, ob Sie sich auf der wirklichen Seite des Anbieters befinden.

    Öffnen Sie keine Anhänge von Unbekannten 

    Überprüfen Sie vor dem Öffnen von Dateianhängen in E-Mails genau, ob Sie den Absender kennen und von ihm eine Datei erwarten. In Dateianhängen könnten Trojaner und Viren stecken, die ihren Rechner befallen. Diese Schadsoftware könnte Ihre Zugangsdaten abgreifen.

    Installieren Sie eine aktuelle Anti-Viren-Software

    Um sich vor ausspähender Schadsoftware auf Ihrem Rechner zu schützen, sollten Sie eine aktuelle Anti-Viren-Software nutzen. Schon kostenlose Versionen helfen dabei, Trojanern und Viren zu entdecken.

    Aktualisieren Sie Ihr Betriebssystem regelmäßig

    Regelmäßige System-Updates helfen dabei, Sicherheitslücken im Betriebssystem und der installierten Software zu schließen. Sowohl Apple als auch Microsoft liefern mittlerweile regelmäßig Sicherheitsupdates, die Sie stets zeitnah installieren sollten. Dies gilt auch für Ihren Browser.

    Nehmen Sie nicht jede Freundschaftsanfrage an

    Nehmen Sie in sozialen Netzwerken nicht alle Freundschaftsanfragen von Personen an, die Sie nicht kennen. Dahinter könnten sich Hacker und automatisierte Programme verstecken, die systematisch persönliche Daten abgreifen, um Identitätsdiebstahl zu begehen.

    Seien Sie vorsichtig bei öffentlichem WLAN und Rechnern 

    Wenn Sie sich an einem öffentlichen Rechner — beispielsweise im Internet Café, im Hotel oder in einer Bibliothek — in Ihren Accounts einloggen, sollten Sie sich unbedingt wieder abmelden und Passwörter nie abspeichern. Andernfalls könnte eine andere Person Ihre Zugänge verwenden. Von sensiblen Vorgängen wie Online-Banking sollten Sie in solchen Fällen ganz absehen. Dasselbe gilt für die Nutzung von öffentlichem WLAN. Nutzen Sie am besten sichere Browser, die ein integriertes virtuelles privates Netzwerk besitzen. Dieses VPN verschlüsselt den Datenverkehr des Browsers.

    Gehen Sie sparsam mit ihren Daten um 

    Geben Sie immer nur die Daten an, die wirklich für die jeweiligen Zwecke notwendig sind. Je weniger Daten im Netz im Umlauf sind — ob in sozialen Netzwerken oder beim Online-Shopping — desto weniger Daten können abgegriffen werden. Achten Sie dabei stets auch auf die Seriosität des Anbieters.


  • Hätten Sie’s gewusst? Von diesen Online-Shopping-Rechten wissen die wenigsten

    2019-05-14

    Wir alle sind Online-Shopper und kennen uns mit unseren Rechten und Pflichten in der digitalen Welt aus. Regelungen zu Rückgabefristen, Zahlungsbedingungen und Stornierungen sind uns bestens bekannt – denken wir zumindest. Tatsächlich gibt es einige Rechte, die Online-Shoppern zustehen, von denen nur die wenigsten wissen. Hier sind die 5 häufigsten Wissenslücken:

    1. Die gesetzliche Widerrufsfrist beträgt 14 Tage (bei Marktplätzen wie Amazon oder eBay oft 30 Tage), im Anschluss hat man aber noch einmal 14 Tage Zeit, um die Ware zurückzusenden. Der Widerruf (z.B. per E-Mail) und die Rücksendung können also auseinander fallen, so dass man insgesamt noch länger als 14 Tage Zeit hat, die Ware zu testen

    2. Werden zwei Waren auf einmal bestellt, aber getrennt geliefert, läuft die Widerrufsfrist erst mit Erhalt der zweiten Ware. Erscheint also etwa das zweite bestellte Buch erst in drei Monaten, kann ich auch das erste, sofort gelieferte noch nach drei Monaten und 14 Tagen widerrufen. Anders ist dies aber bei regelmäßiger Lieferung im Rahmen von Abos (z.B. Rasierklingen, Katzenfutter etc.): hier läuft die Frist ab Erhalt der ersten Ware.

    3. Nur die wenigsten Waren sind Hygieneartikel, die vom Widerruf ausgenommen sind. Auch probegeschlafene Matratzen kann ich laut EuGH zurückgeben, ebenso getragene Badeanzüge oder Schuhe. Aber Achtung: bei Nutzung über eine Prüfung hinaus muss ich u.U. sog. Wertersatz leisten, so dass nicht der volle Kaufpreis erstattet wird. Hierfür ist allerdings eine korrekte Belehrung des Händlers über diesen Wertersatz Voraussetzung.

    4. Auch wenn die Originalverpackung fehlt, kann ich die Ware im Rahmen des Widerrufs zurücksenden. Die häufig verwendete AGB-Klausel: „Rücksendung nur in Originalverpackung“ ist unwirksam. Habe ich den Karton des Toasters nicht mehr, kann ich ihn auch in einem Schuhkarton zurücksenden, ohne dass der Kaufpreis gemindert werden darf. Eine Ausnahme gilt nur, wenn die Verpackung Teil des (hochwertigen) Produktes ist, wie z.B. bei einer Rolex-Uhr oder einem Parfüm. Hier darf ich zwar auch widerrufen, muss aber mit Abzügen bei fehlender Verpackung rechnen.

    5. Wenn ein Vertrag geschlossen ist, kann der Händler nicht seinerseits einfach die Bestellung „stornieren“. Immer wieder wollen Händler, wenn die Ware ausverkauft ist oder ein falscher Preis ausgezeichnet war, von sich aus stornieren. Das geht nur unter engen Voraussetzungen, z.B. bei einem gültigen Selbstbelieferungsvorbehalt oder unverzüglicher Anfechtung nach einem anerkannten Preisirrtum. Grundsätzlich gilt: Verträge sind einzuhalten. Ein Vertrag ist meist schon mit Bestellung geschlossen, wenn diese mit der sofortigen Bezahlung (z.B. Paypal) zusammenfällt, auch wenn der Shop in seinen AGB schreibt, ein Vertrag komme erst mit Lieferung zustanden.


  • Fake-Streaming-Dienste: Abo-Fallen vermeiden

    2019-05-09

    Neben etablierten Streaming-Plattformen wie Sky oder Netflix erscheinen in den letzten Wochen immer mehr Websites mit attraktiven Angeboten an Serien und Filmen. Meistens handelt es sich dabei jedoch um unseriöse Anbieter, vor denen Verbraucherschützer nun warnen. Auch Fake-Shops mit Fanartikeln oder angebliche Fan-Foren mit Gewinnspielen finden sich im Netz gehäuft.

    Fake-Streaming-Dienste locken in Abo-Fallen

    Die betrügerischen Websites ahmen in ihrem Design übliche Videoportale nach und heißen oft auch ähnlich. Appleflix, Imaxkino, Cineplex24 oder Oneflix sind Vertreter der Fake-Streaming-Dienste. Über 200 Fälle sind durch Beschwerden bereits bekannt geworden. Die meisten Nutzer landen über Online-Anzeigen, die ein kostenloses Probe-Abo bewerben, auf den Abzock-Websites. Als Lockmittel werden auch Neuerscheinungen beliebter Serien, wie die achte Staffel von Game of Thrones, genutzt.

    Für die Registrierung werden persönliche Daten wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer und der Wohnort gefordert. Nach der Eingabe erscheint jedoch eine Fehlermeldung. Das Einloggen oder der Zugriff auf das Angebot ist daraufhin nicht möglich. Der Nutzer geht davon aus, dass seine Anmeldung nicht erfolgreich war. Nach ein paar Tagen folgt eine Zahlungsaufforderung für ein Jahresabo, für das 144 bis 359 Euro gefordert wird.

    Wenn man eine solche Rechnung erhält, obwohl keine Leistung erbracht wurde, muss man den geforderten Betrag nicht bezahlen. Tipp: Wiederholende Anrufe oder mahnende E-Mails ignorieren und bei der Polizei Anzeige erstatten!

    Cyberkriminelle sammeln Daten

    Viele Fake-Streaming-Dienste nutzen die Beliebtheit der Serie „Game of Thrones“ aus.
    Aber auch Cyberkriminelle wollen den Serien-Trend für kriminelle Zwecke ausnutzen. Sie erstellen vermeintliche Fan-Seiten, die „gameofthrones“ in ihrer URL tragen und Daten abfangen. Gewarnt wird zum Beispiel vor: watchgameofthrones.info, gameofthronesblog.com, realgameofthrones.com und
    officialgameofthrones.com
    .

    Viele dieser Websites sehen auf den ersten Blick seriös aus. Daher immer vorsichtig sein und lieber das Browser-Fenster schließen, wenn man aufgefordert wird, private Daten wie E-Mail-Adresse und Kreditkarteninformationen einzugeben. Ebenso ist Vorsicht geboten, wenn man Fan-Artikel nur per Vorkasse bezahlen kann. Auch bei angeblichen Gewinnspielen nicht leichtfertig mitmachen!

    Den Anbieter im Netz recherchieren

    Da die Websites der Fake-Streaming-Dienste oft professionell wirken, sollte man im Netz den Namen des Anbieters recherchieren, bevor man sich anmeldet. Schnell sollte sich aufgrund der Suchtreffer die Frage klären, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Auch das Impressum überprüfen, denn seriöse Anbieter achten auf vollständige Angaben und Kontaktmöglichkeiten.

    Vor diesen Firmen wird im Zusammenhang mit Abo-Fallen aktuell gewarnt: Turquoiz Limited, Lovelust Limited, Bizcon Limited, Anmama Limited, CIDD Limited, OLJO Ltd, SAFE4MEDIA Ltd, Kino Bino Limited oder Kino Cinemas Ltd.

    Auf eine sichere Datenübertragung achten

    Achten sie auf eine sichere HTTPS-Verschlüsselung und das Schloss-Zeichen neben der URL in dem Browser. Handelt es sich um eine unsichere Verbindung, sollten sie von der Eingabe privater Daten absehen. Besonders Zahlungsdaten dann nicht weitergeben.

    Vorsichtig mit privaten Daten umgehen

    Geben sie nicht ohne weitere Überprüfung ihre Daten bei einem Online-Dienst ein. Achten sie auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Bedingungen eventueller Probe-Abonnements. Seien sie skeptisch gegenüber Links und Nachrichten von unbekannten Absendern. Achten sie auf die Richtigkeit der Domain — also der URL — und gleichen sie diese im Zweifel mit einer kurzen Recherche im Netz ab.


  • Welt-Passwort-Tag: So wählen Internetnutzer ein sicheres Passwort

    2019-05-02

    Soziale Netzwerke, Einkaufsplattformen oder Online-Shops – für jedes Konto benötigen wir ein Passwort. Umso wichtiger ist es, potenziellen Betrügern das Leben möglichst schwer zu machen. Hierfür gilt es, ein möglichst sicheres Passwort zu wählen. Doch wie kann man ein solches Passwort generieren und – was noch viel wichtiger ist – wie vergesse ich es nicht wieder? Rechtsexperte Dr. Carsten Föhlisch von Europas Vertrauensmarke Trusted Shops erklärt.

    1. Warum sind sichere Passwörter generell wichtig?

    Gelingt es jemandem, das E-Mail-Postfach zu knacken, so erhält der Betrüger Informationen darüber, auf welchen Seiten ein Verbraucher ein Kundenkonto hat. Durch „Passwort vergessen“-Optionen kann sich der Betrüger neue Passwörter zusenden lassen und sich dann auf anderen Websites mit dem Kundenkonto einloggen und zum Beispiel Ware bestellen.

    2. Die acht goldenen Regeln für sichere Passwörter

    1. Schreiben Sie Ihre Passwörter niemals auf Papier oder einen Post-it am Bildschirm auf.
    2. Speichern Sie diese nicht unverschlüsselt auf der Festplatte ab.
    3. Geben Sie diese möglichst nicht an öffentlichen PCs (z. B. im Internetcafé) ein.
    4. Versenden Sie Passwörter niemals per E-Mail oder aufgrund einer E-Mail-Anfrage.
    5. Legen Sie bei Sicherheitsabfragen Antworten fest, die auch wirklich nur Sie wissen können. Überlegen Sie, welche Informationen sich über soziale Netzwerke über Sie herausfinden lassen.
    6. Ändern Sie regelmäßig Ihre Passwörter– idealerweise alle 30 Tage.
    7. Wählen Sie als Passwort keine Namen oder Wörter, die im Wörterbuch stehen – auch nicht rückwärts und auch nicht aus anderen Sprachen. Insbesondere das Passwort „Password“ zählt zu den beliebtesten Passwörtern.
    8. Und das Wichtigste: Legen Sie überall ein anderes Passwort fest.

    3. Wie kann man sich Passwörter merken?

    Um sich Passwörter zu merken, empfiehlt es sich, diese aus einem einprägsamen Satz abzuleiten, etwa „Lars hat 2 schwarze Hunde und 3 weiße Katzen.“ Reduziert man diesen Satz auf die Anfangsbuchstaben, ergibt das „Lh2sHu3wK“. Zur Erhöhung der Sicherheit kann man Sonderzeichen einbauen, zum Beispiel das „und“ durch „&“ ersetzen – also „Lh2sH&3wK!“.

    4. Wie kann man sich vor Phishing schützen?

    Auch das sicherste Passwort nützt nichts, wenn Verbraucher es freiwillig preisgeben. Hierfür verwenden Betrüger täuschend echt aussehende E-Mails (meist mit einer Bank als Absender) und fordern den Empfänger zur Eingabe seiner Zugangsdaten auf. Verbraucher sollten deshalb nicht auf solche gefälschten E-Mails hereinfallen.

    So schützen sich Verbraucher effektiv vor Phishing-Angriffen:

    • Machen Sie niemals – weder telefonisch noch per E-Mail – Angaben über Ihre geheimen Zugangsdaten zum Online- oder Telefonbanking (PIN, TAN oder Kontonummer). Kreditinstitute fordern solche Daten nicht von Ihnen ein, schon gar nicht per Telefon oder E-Mail. Ignorieren Sie daher E-Mails, in denen Sie zur Preisgabe vertraulicher Daten aufgefordert werden – auch wenn Ihnen der angezeigte Absender bekannt erscheint.

    • Prüfen Sie, bevor Sie sensible Daten im Internet angeben, immer die Internet-Adresse, die sogenannte URL, auf der Sie gerade sind.

    • Prüfen Sie auch, ob die verschlüsselte Seite ein gültiges Zertifikat hat. Dieses können Sie prüfen, indem Sie auf das Symbol vor der Internetadresse klicken. Als Symbol wird häufig ein Schloss oder auch das Logo der entsprechenden Seite angezeigt.

    • Sollten Sie versehentlich eine zweifelhafte Internetseite besucht und Ihre Daten preisgegeben haben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, sperren Sie ggf. Ihre PIN und die TAN-Nummern. Informieren Sie Ihre Bank auch darüber, wenn Sie eine solche E-Mail erhalten haben.

    • Falls tatsächlich bereits Summen unberechtigt überwiesen worden sind, so wenden Sie sich bitte umgehend an die Polizei.


  • 8 Tipps: Digitale Spuren vermeiden

    2019-04-30

    Wenn wir uns im Netz bewegen, geben wir im Laufe der Zeit viele Daten von uns preis. Ob bei der Anmeldung zu Online-Diensten, beim Online-Shopping oder auch bei der Teilnahme an Gewinnspielen werden wir nach persönlichen Informationen gefragt. Auch Kundenkarten sammeln möglichst viele Informationen über das Konsumverhalten. Doch Nachsicht bei der Weitergabe von privaten Daten macht angreifbar und kann viele Konsequenzen nach sich ziehen. Mit diesen Tipps werden digitale Spuren vermieden.

    1. Geben Sie nur notwendige Daten an
    Bestellen Sie etwas bei einem Online-Shop, sollten Sie nur die Daten angeben, die für die jeweilige Abwicklung wirklich nötig sind. Dazu gehört der Name und Ihre Anschrift. Schon die Angabe des Geburtsdatums ist in der Regel unerheblich. Sollten Sie bei einem Telefonat nach Bankdaten wie der Kontonummer gefragt werden, sollten Sie diese niemals preisgeben.

    2. Widersprechen Sie der weiteren Nutzung Ihrer Daten
    Zugegeben, mit dem Kleingedruckten möchte man sich nicht gerade aufhalten, wenn man seinen Urlaub buchen oder eine Bestellung abschließen möchte. Sie sollten dennoch nach der Eingabe Ihrer Daten überprüfen, ob Sie der Nutzung Ihrer Daten zu Werbezwecken widersprechen können. Bei zweifelhaften Einwilligungserklärungen sollten Sie vorsichtig sein. Haben Sie bereits eine Einwilligung zur Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten erteilt, kann diese nachträglich widerrufen werden.

    3. Achten Sie auf verschlüsselte Datenübertragung
    Hier informiert Sie der Browser darüber, dass Sie eine sichere Verbindung eingehen.
    Besonders wenn Sie sensible Zahlungsinformationen in Form von Konto- oder Kreditkartendaten online angeben sollen, müssen Sie auf eine verschlüsselte Übertragung achten. Eine solche sichere Verbindung ist zum Beispiel am Schloss-Symbol in der Adresszeile des Browsers zu erkennen. Ein weiterer Hinweis ist das „https“ anstatt „http“ am Beginn der URL. Sie können auch einen VPN-Dienst benutzen, der Ihre Internetverbindung verschlüsselt und Ihre IP-Adresse verbirgt.

    4. Ignorieren Sie E-Mails unbekannter Absender
    Haben Sie eine E-Mail im Postfach, dessen Absender Sie nicht kennen? Dann sollte Sie diese Nachricht lieber nicht lesen. Öffnen Sie auch niemals einen unbekannten Anhang und laden Sie ihn nicht herunter. Oft verbergen sich Schadsoftware oder Phishing-Attacken dahinter. Diese haben das Ziel, Ihre persönlichen Daten zu erspähen.

    5. Löschen Sie regelmäßig Ihre Browserdaten 
    Gewöhnen Sie sich an, den Verlauf Ihres Browsers zu löschen. Dazu gehört ebenso die Löschung der Cookies und der Caches. Cookies sind Textdateien, die lokal bei Ihnen gespeichert werden und Nutzer auf einer Website identifizieren können. Das Sammeln von Cookies können Sie in den Einstellungen Ihres Browsers verhindern. Bei Chrome können Sie den „Incognito Mode“, bei Safari den „Private Mode“ und bei Firefox „Private Window“ aktivieren.

    6. Loggen Sie sich nicht direkt ein 
    Bewegen Sie sich auf der Website eines Anbieters für Urlaubsreisen oder einem Online-Shop, sollten Sie sich für die Suche nicht einloggen. Im eingeloggten Zustand kann Ihr Suchverlauf durch den Anbieter genau verfolgt werden. Theoretisch könnte also der Preis für einen Flug nach oben angepasst werden, wenn Sie häufiger danach suchen.

    7. Verraten Sie in Sozialen Netzwerken nicht alles über sich
    Überall, wo dies möglich ist, sollten Sie nicht Ihren Klarnamen, sondern ein Pseudonym verwenden. Dies ist eine einfache Möglichkeit, um Ihre Privatsphäre zu schützen. So können die Inhalte, die Sie in Sozialen Medien veröffentlichen, nicht direkt mit Ihrer Person in Bezug gesetzt werden. Dies erschwert Datensammlern ebenso die Erstellung von Nutzungsprofilen.
    Achten Sie zudem darauf, dass Sie in Ihren Profilen keine zu privaten Angaben machen. So muss Facebook nicht unbedingt Ihren Geburtsort wissen oder keine privaten Fotos Ihrer Kinder dort zu finden sein. Passen Sie Ihre Einstellungen zur Privatsphäre dahingehend an, dass nur Ihre engsten Freunde Ihre Beiträge sehen können.
    Ebenso sollten Sie nicht Ihr Adressbuch freigeben. Dies wird oft in dem Zusammenhang damit angeboten, um bestehende Kontakte in dem Sozialen Netzwerk zu finden. Sie haben jedoch keine Sicherheit darüber, ob diese Daten an Dritte weitergegeben werden.

    8. Betriebssystem und Virenschutz aktualisieren
    Sorgen Sie immer dafür, dass Ihre Software auf dem neuesten Stand ist. Regelmäßige Updates Ihres Systems schließen gefährliche Sicherheitslücken. Eine aktuelle Anti-Viren-Software hilft dabei, Schadsoftware wie Trojaner und Viren zu entdecken.


  • Zwei-Faktor-Authentifizierung ab dem 14.9. Online Bezahlen wird komplizierter

    2019-04-18

    Online-Einkäufe zu bezahlen soll ab September durch eine EU-Richtlinie sicherer und günstiger werden. Diese Regelung wird sich jedoch auf den Bezahlvorgang auswirken und ihn umständlicher machen. Ein Überblick über die neuen Vorgehensweisen bei Online-Bezahlungen.

    Was bedeutet Zwei-Faktor-Authentifizierung?

    Wenn ein Nutzer online einen Einkauf tätigt, soll sichergestellt sein, dass diese Person tatsächlich dazu berechtigt ist. Wenn zum Beispiel ein Hacker an Anmeldedaten eines Kunden gelangt, kann dieser über dessen Konto einkaufen. Zumindest dann, wenn nur ein Faktor erforderlich ist, um sich als Besitzer eines Kontos auszuweisen, in dem Fall die Anmeldedaten, also Nutzername und Passwort.

    Die Zwei-Faktor-Authentifizierung soll genau diesen Fall verhindern, indem noch ein zweiter Faktor zur Identität des Nutzers vor Bestellung abgefragt wird. Das kann in dem Beispiel eine PIN sein, die der Kunde auf sein Handy geschickt bekommt und eingeben muss. So hätte es der Hacker wesentlich schwerer, die Kundendaten zu missbrauchen, denn er würde auch noch das Handy des Kunden benötigen, um damit Erfolg zu haben.

    Zwei-Faktor-Authentifizierung bedeutet also, dass bei einer Online-Bestellung mindestens zwei von drei Faktoren vorliegen müssen, damit eine Durchführung möglich ist.

    Diese Faktoren können aus etwas bestehen, das nur der rechtmäßige Nutzer besitzt (zum Beispiel ein Smartphone), nur der Nutzer weiß (zum Beispiel ein Passwort) oder nur der Nutzer selbst ist (zum Beispiel biometrische Nachweise wie ein Scan des Fingerabdrucks).

    Die Änderungen

    Bisher melden sich Verbraucher bei Zahlungsdiensten einfach mit Ihren Zugangsdaten an, um das Angebot zu nutzen. Durch die nun geforderte starke Kundenauthentifizierung müssen sie sich künftig durch zusätzliche Faktoren identifizieren.

    Diese können neben dem Passwort oder einer PIN, den Daten der Kredit- oder Bankkarte auch Codes sein, die an das Handy gesendet werden. Dafür stehen mobile TAN über SMS (mTAN) oder Photo-TAN über Smartphone-Apps zur Verfügung. Transaktionsnummern, die per Post verschickt werden, sind künftig verboten. Dafür sind moderne Funktionen wie die Erkennung des Fingerabdrucks oder bestimmte Softwares zur Erkennung der Stimme und des Gesichts hinzugekommen. Die Richtlinie ermöglicht zudem Drittanbietern Bezahlvorgänge direkt auszulösen. Für Abbuchungen vom Konto muss also nicht mehr der Umweg über die Bank gegangen werden. Dazu wird eine neue Schnittstelle zum Konto benötigt, die Banken nach einer entsprechenden Registrierung zur Verfügung stellen.

    Dieses neue Bezahlverfahren soll eine Alternative zur etablierten Bezahlung per Kreditkarte oder PayPal sein. Der neue Wettbewerb zwischen Banken, Online-Händlern und Kreditkarten-Anbietern resultiert im besten Falle in einer größeren Benutzerfreundlichkeit.

    Die Änderungen im Detail

    Online-Banking

    Mit der starken Kundenauthentifizierung wird sichergestellt, dass keine unbefugte Person Zahlungen mit einem anderen Konto tätigt. Für diese zusätzliche Verifizierung kann ein einmaliger Sicherheitscode dienen, der beispielsweise als mTAN mittels SMS gesendet wird. Diese Überprüfung findet dann je nach Bank entweder bei jedem Zugriff oder alle drei Monate statt.

    Auch bei Banking-Apps für das Smartphone reicht es nach der neuen Richtlinie nicht mehr aus, die App mit dem Passwort, dem Fingerabdruck oder der Gesichtserkennung zu entsperren. Ebenso greift die Regelung bei Finanz-Apps von Drittanbietern, über die man mehrere Konten verwalten kann.

    Per Kreditkarte bezahlen

    Für Online-Einkäufe mit der Kreditkarte muss man in Zukunft mehr als die Kreditkartennummer, das Ablaufdatum und die Prüfziffern angeben. Sicherheitsdienste wie „Verified by Visa“ oder „Mastercard SecureCode“ erfordern bereits jetzt bei Online-Bestellungen eine zusätzliche TAN.

    Online-Shopper können die rechtmäßige Bezahlung aber auch mit Fingerabdruck oder der Gesichtserkennung bestätigen. Viele Finanzinstitute bieten in ihren Apps schon eine solche Identifizierung über biometrische Merkmale wie den Fingerabdruck an. Andere Anbieter müssten bis zum Stichtag nachrüsten. Mit diesen Maßnahmen will die EU-Kommission es Betrügern erschweren, gestohlene Kreditkarten- und Zugangsdaten zu verwenden.

    Paypal, Paydirect & Co.

    Manche Dienstleister bieten Verfahren an, bei denen man den Online-Einkauf ganz ohne sich einzuloggen bezahlt. Paypal verwendet „One-Touch“ oder Amazon „1-Click“. Inwiefern sie die Bestimmungen der EU-Richtlinie umsetzen, ist noch unklar.

    Diese Ausnahmen könnte es geben

    Einkäufe mit geringem Wert

    Eine mögliche Ausnahme für den zusätzlichen Nachweis ist bei kleinen Beträgen unter 30 Euro möglich. Die starke Authentifizierung sei erst dann wieder nötig, wenn bereits fünf Einkäufe ohne sie getätigt wurden oder wenn der Gesamtbetrag bei über 100 Euro liegt.

    Ausnahmelisten

    Um die Notwendigkeit der ständigen starken Authentifizierung zu umgehen, könnten Käufer ihrer Bank ihre favorisieren Online-Shops mitteilen. Diese werden dann auf eine Ausnahmeliste sicherer Zahlungsempfänger – eine „Whitelist“ – gesetzt. Nach einer einmaligen Authentifizierung läuft der Zahlungsverkehr genau so bequem wir vorher ab. Die Banken sind jedoch nicht dazu verpflichtet, ihren Kunden dies anzubieten.

    Eine andere Möglichkeit ist die Transaktions-Risiko-Analyse (TRA). Wenn Banken das Risiko einer Zahlung als gering ansehen, dann kann die neue Authentifizierung umgangen werden.

    Kritik an den Ausnahmelisten äußert auch der Handelsverband HDE. Er warnt davor, dass es eine Konzentration auf große Shops und Plattformen wie Amazon verstärkt. Verbraucher tragen eher die Shops ein, in denen sie sowieso häufig einkaufen und würden durch die Bedingungen in Zukunft noch häufiger in diesen Shops einkaufen.


  • Achtung! Kriminelle Shops 10 Tipps: So erkennen Verbraucher falsche Online-Shops

    2019-03-13

    Beim Online-Shopping geraten Verbraucher immer wieder an Schwarze Schafe! Mal verkaufen Kriminelle Produkte, die es gar nicht gibt. Mal existieren die Online-Shops gar nicht. Wie Verbraucher sich davor schützen und woran sie einen unseriösen Online-Shop erkennen, erklärt Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte von Trusted Shops.

    1. Verdächtige Anbieterkennzeichnung

    Der Verkäufer sollte sofort und eindeutig identifiziert werden können. Sind die entsprechenden Angaben nur schwer oder gar nicht auffindbar, ist höchste Vorsicht geboten. Skepsis ist auch angebracht, wenn nur eine Firma, aber kein Name oder nur eine Postfachanschrift genannt wird.

    2. Ungenügender Datenschutz

    Die Aussagen zum Datenschutz sind ein weiteres untrügliches Indiz: Sind diese lückenhaft oder fehlen sie gänzlich, verkauft der Website-Betreiber vielleicht Kundendaten weiter oder übermittelt sie an zweifelhafte Auskunftssysteme.

    3. Uneindeutige Preisangaben sowie Vorkasse ohne Geld-zurück-Garantie

    Sämtliche Preisangaben sollten klar wiedergeben, dass die Mehrwertsteuer bereits enthalten ist und welche Versandkosten inklusive eventueller Zuschläge genau entstehen. Werden die Versandkosten nicht genannt oder ist deren Berechnung unklar, sind böse Überraschungen vorprogrammiert. Eine Zahlung per Vorkasse sollte durch einen Käuferschutz wie von Trusted Shops abgesichert sein. Denn nur so lässt sich vermeiden, dass man sein Geld verliert, falls der Händler trotz Zahlung nicht liefert – Überweisungen lassen sich nämlich nicht rückgängig machen.

    4. Offen gehaltene Lieferfrist

    Wird die bei einem Produkt genannte Lieferzeit durch eine Aussage wie „Lieferfristen sind unverbindlich“ im Kleingedruckten relativiert, sollte man misstrauisch sein. Schließlich soll ein Geschenk rechtzeitig ankommen. Kann ein Produkt nicht sofort geliefert werden, muss die längere Lieferzeit direkt beim Produkt genannt sein.

    5. Unsichere Datenübertragung

    Seriöse Händler stellen eine verschlüsselte Übertragung von Zahlungsdaten sicher, damit diese nicht abgefangen und missbraucht werden können und Kunden nicht gegen die Bedingungen ihrer Bank verstoßen. Das Schloss-Symbol im Browser zeigt an, dass die Übertragung verschlüsselt ist.

    6. Unrechtmäßige Beschränkung des Widerrufs

    Bis auf wenige Ausnahmen können erworbene Waren innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden. Vorsicht ist geboten, wenn ein Händler versucht, dieses Recht einzuschränken, indem er zum Beispiel nur originalverpackte Ware zurücknimmt oder Angebotsartikel von der Rückgabe ausschließt.

    7. Tückisches im Kleingedruckten

    Verbraucherunfreundlich und gesetzlich verboten: Manche Händler versuchen über ihre AGB-Klauseln, Kunden unangemessen zu benachteiligen. Aussagen wie „Versand auf Gefahr des Käufers“ oder „Transportschäden müssen sofort gemeldet werden“ sind jedoch unzulässig und unwirksam.

    8. Schlechte Bewertungen

    Bei Händlern, die man selbst noch nicht kennt, kann eine kurze Internetrecherche sinnvoll sein. Vielleicht gibt es Negativeinträge in Foren, die zu erhöhter Wachsamkeit mahnen. Lässt sich ein Online-Shop darüber hinaus von seinen Kunden direkt bewerten und blendet das Ergebnis auf seiner Website ein – etwa über das Kundenbewertungsportal von Trusted Shops – kann dies zusätzlichen Aufschluss über die Qualität von Service und Angebot geben.

    9. Überprüfen Sie das Trusted Shops Gütesiegel im Shop

    Beim Klick auf das Siegel muss sich ein neues Fenster öffnen, das sogenannte Zertifikat. Dort erfahren Sie den Status des Siegels („gültig“, „gesperrt“ oder „abgelaufen“). Außerdem erfahren Sie dort noch einmal genau den Anbieter inklusive Adresse. Achten Sie bitte darauf, dass die URL („Internetadresse“), welche im Zertifikat angegeben ist, auch mit der des Shops übereinstimmt.

    10. Rückzahlungsanspruch bei Nicht-Lieferung

    Wurden Sie dennoch Opfer eines unseriösen Händlers, der die bestellte und bezahlte Ware nicht liefert, so haben Sie gegen diesen Rückzahlungsansprüche. Er muss Ihnen also den Kaufpreis erstatten und darüber hinaus sogar noch entstandene Schäden. Sollte er sich aber weigern, diese Ansprüche zu erfüllen, bleibt in letzter Konsequenz nur der Gang zum Anwalt und eventuell die Einleitung eines Gerichtsverfahrens.


  • Rekord-Beschwerden über Zusteller Was darf der Paketbote?

    2019-03-12

    Noch nie gingen so viele Beschwerden über die Post ein. 2018 waren es mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Bei der Bundesnetzagentur gingen mehr als 12.000 Beschwerden über den gesamten Postbereich ein. Das ist ein neuer Rekord. Im gesamten Vorjahr waren es gerade einmal rund 6.000 Beschwerden.

    Keine Benachrichtigungskarte im Briefkasten, kein Paket, keine Freude. Da kommt sehr oft die Frage auf: Was darf der Paketbote und an wen wende ich mich bei Problemen? Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops, beantwortet die häufigsten Fragen.

    Darf das Paket bei einem Nachbarn abgegeben werden?

    Viele Paketdienstleister behalten sich das Recht dieser so genannten Ersatzzustellung innerhalb ihrer AGB vor. Was die wenigsten wissen: Diese Klauseln sind zum größten Teil unwirksam. Wenn sie nicht möchten, dass eine Sendung beim Nachbarn abgegeben wird, können sie das schon im Online-Shop, z. B. im Kommentarfeld auf der Bestellseite, so mitteilen. Der Händler hat dann die Möglichkeit, den Zusatz „eigenhändig“ beim Zusteller zu buchen. Dann ist sichergestellt, dass nur der richtige Empfänger die Sendung bekommt. Ist er nicht anzutreffen, wird das Paket in eine Filiale gebracht, an der sie es dann abholen können.

    Was kann ich tun, wenn ein unbekannter Nachbar das Paket nicht abliefert?

    Sofern sie bei Abgabe der Bestellung den Nachbarn nicht als empfangsberechtigt angegeben haben, können sie sich immer zuerst an den Händler richten. Dieser ist dafür verantwortlich, dass sie auch ihre Ware erhalten. Unterschlägt der (unbekannte) Nachbar die Sendung, ist der Händler verpflichtet ihnen den Kaufpreis zu erstatten. Er ist aber nicht verpflichtet, das bestellte Produkt noch einmal zu liefern.

    Ist es rechtlich okay, ein Paket einfach vor die Haustür zu legen?

    Es gibt sogenannte Garagen-, Ablageverträge oder Abstellgenehmigungen. Bei diesen vereinbart der Zusteller mit dem Empfänger einen Ort, an dem er das Paket ausdrücklich ablegen darf – etwa eine Garage. Eine Erlaubnis, die Sendung einfach vor der Tür abzulegen, findet sich nicht in den AGB der Zusteller und ist somit nicht erlaubt!

    Und wenn es doch vor die Haustür gelegt – und dann geklaut wurde?

    Hier gilt wieder, dass der Händler für sie der Ansprechpartner ist. Geht das Paket verloren, muss der Händler den Kaufpreis erstatten, auch wenn eine dritte Person ein Paket entwendet hat, das der Zusteller einfach vor der Tür abgelegt hat.

    Was kann ich tun, wenn mein Paket beschädigt ankommt?

    Der Einfachheit halber sollte man eine offensichtliche Beschädigung direkt vom Zusteller vermerken lassen. Hat das verpackte Produkt dagegen einen Schaden erlitten, sieht man dies oft erst nach dem Auspacken.

    Die gesetzlichen Vorschriften sehen hier eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren vor. Innerhalb der ersten 6 Monate wird dabei vermutet, dass der Schaden bereits bei Übergabe vorlag, danach muss dies der Kunde beweisen.

    Viele Händler sehen in ihren AGB vor, dass der Verbraucher innerhalb einer gewissen Zeit den Mangel anzeigen muss. Solche sogenannten Rügefristen sind fast immer unwirksam, weil sie gegen zwingende gesetzliche Regelungen verstoßen.

    Mein Paket ist auf dem Postweg verloren gegangen. An wen kann ich mich wenden?

    Auch hier gilt wieder: An den Händler. Da dieser die sogenannte Transportgefahr trägt, ist er zur Erstattung des Kaufpreises verpflichtet. Zwar könnten sie ihren Anspruch auf Kaufpreiserstattung im Regelfall auch gegenüber dem Transportdienstleister geltend machen, das ist aber oft kompliziert und dauert sehr lange. Zudem ist der Händler nicht berechtigt, sie auf die komplizierten Nachforschungsaufträge der Zustelldienste zu verweisen.

    Haben sie dagegen die Ware noch gar nicht bezahlt, müssen sie dies auch nicht tun, wenn die Ware auf dem Transportweg verloren ging.

    Wann ist das Paket übergeben? Wenn ich es persönlich erhalten oder eine Benachrichtigung im Briefkasten habe?

    Die Übergabe ist damit erfüllt, dass der Verbraucher den Kaufgegenstand in seinen Händen hält. Die Benachrichtigungskarte im Briefkasten – oder auch die Abgabe beim Nachbarn – bewirken im Regelfall noch nicht, dass der Kunde den Besitz an der Sache erlangt hat.

    Das ist besonders wichtig, wenn man an die Widerrufsfrist denkt. Denn eine Voraussetzung dafür, dass die Frist überhaupt beginnt, ist der Erhalt der Ware. Die Frist läuft also erst los, wenn sie z. B. das Paket in der nächsten Filiale abgeholt haben und nicht bereits dann, wenn der Zusteller die Benachrichtigungskarte in den Briefkasten geworfen hat.

    Was, wenn das Paket beim Zurücksenden an den Händler verloren geht?

    Geht das Paket nach dem Widerruf unterwegs zurück zum Händler verloren oder wird beschädigt, erhalten sie trotzdem ihren Kaufpreis zurück und müssen keinen Ersatz leisten.

    Allerdings sind Verbraucher in einem solchen Fall in der Pflicht, die korrekte Absendung auch nachzuweisen. Das ist zum Beispiel mittels Zeugen möglich. Außerdem sind sie verpflichtet, die Ware in geeigneter Weise zu verpacken. So trifft sie z. B. eine Mitschuld und sie sind zum Schadensersatz verpflichtet, wenn sie eine kleine, zerbrechliche Porzellan-Figur ohne Polsterung in einem großen Pappkarton verschicken.


  • Sicher im Internet unterwegs: Jeder Zweite hat schon negative Erfahrungen gemacht

    2019-02-04
    • Sicherheit spielt vor allem bei sensiblen Daten eine große Rolle
    • Käuferschutz ist bekannt und gefragt

    Ob Onlineshopping, Geld überweisen oder vieles mehr, heute funktioniert alles im Netz. Aber fühlen sich die Nutzer dabei auch immer sicher? Anlässlich des Safer Internet Days am 5. Februar ist Trusted Shops dieser Frage nachgegangen und hat sich genauer mit diesem Thema beschäftigt*.

    Dabei stellte sich heraus, dass die Hälfte der Befragten (49 Prozent) online bereits negative Erfahrungen gemacht hat. Unerwünschte Werbung war dabei mit 56 Prozent das größte Ärgernis, gefolgt von Online-Shopping-Betrug (35 Prozent) und anderen Problemen beim Online-Shopping (22 Prozent).

    Dem entgegen steht ein hohes Sicherheitsbedürfnis der Befragten: 96 Prozent gaben an, dass die allgemeine Sicherheit bei der Internetnutzung für sie Priorität hat. In erster Linie, wenn es um die Finanzen geht: 82 Prozent wollen beim Online-Banking geschützt sein, 54 Prozent, wenn es um das Online-Shopping geht. Für 37 Prozent spielt sie auch eine Rolle, wenn sie nur allgemein Surfen.

    Auffällig ist, dass gut die Hälfte der Befragten negative Erfahrungen im Online-Shopping gemacht hat, weil die Ware nicht geliefert wurde. Weitere 29 Prozent geben an, bei einer Retour kein Geld zurückerhalten zu haben und 28 Prozent haben die Waren zu spät geliefert bekommen. Damit ist ein wunder Punkt getroffen, denn für fast alle Internetnutzer (95 Prozent) ist das Thema Käuferschutz wichtig bis sehr wichtig.

    Da ist es auch nicht überraschend, dass rund die Hälfte der Nutzer bereit ist, für einen zusätzlichen Schutz bei Nicht-Lieferung und Nicht-Erstattung, wie ihn Trusted Shops anbietet, einen kleinen Betrag extra zu bezahlen.

    *Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der APPINIO GmbH bereitgestellt. An der Befragung am 30.01.2019 nahmen 1.000 Personen ab 18 Jahren teil.


  • Politiker-Hack: 5 Tipps gegen Datenmissbrauch

    2019-01-07

    Wie akut das Thema Datenmissbrauch ist, belegen aktuell die Daten von Abgeordneten, Künstlern und Journalisten, die Unbekannte über Twitter verbreitet haben. Was tun gegen Identitätsdiebstahl im Netz? Dazu fünf Tipps von Dr. Carsten Föhlisch, Verbraucherrechtsexperte des europäischen Online-Gütesiegels Trusted Shops. Tipp 1: Manchmal ist weniger mehr Dr. Carsten Föhlisch: Ob in sozialen Netzwerken oder auch beim Online-Shopping – Verbraucher sollten sparsam mit den eigenen Daten umgehen. Sie sollten niemals mehr preisgeben, als es unbedingt notwendig ist. Nur so können Verbraucher vermeiden, dass ihre Daten in falsche Hände gelangen. Das gilt auch für die E-Mail-Adresse. Online-Händler beispielsweise benötigen zwar immer eine E-Mail-Adresse, um eine Bestellbestätigung schicken zu können, aber besonders bei Foren oder Gewinnspielen sollten Verbraucher aufmerksam sein und auf Seriosität achten. Zudem sind Spam-Mails im Posteingang oftmals sehr ärgerlich. Um diese zu vermeiden, sollte die E-Mail-Adresse nicht zu leichtfertig angeben werden. Tipp 2: Keine unverschlüsselten Daten übertragen Dr. Carsten Föhlisch: Beim Online-Shopping sind die Zahlung per Kreditkarte oder Einzugsermächtigung gängige Verfahren. Verbraucher sollten Zahlungsdaten niemals unverschlüsselt übertragen. Denn sonst könnten die Daten leicht abgefangen und für andere Zwecke missbraucht werden. Was viele Verbraucher nicht wissen: Beim Senden von unverschlüsselten Daten verstoßen viele Online-Käufer gegen die Bedingungen ihrer Bank. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es deshalb ratsam, dass Verbraucher vor dem Senden der Zahlungsdaten immer schauen, ob im Browserfenster ein Schloss-Symbol bzw. ein „https“ in der URL angezeigt wird. Das Symbol garantiert eine verschlüsselte Datenübertragung. Tipp 3: Unseriöse Online-Shops erkennen Dr. Carsten Föhlisch: Im Internet gibt es zahlreiche Online-Shops. Die meisten Shop-Betreiber sind ehrliche Händler. Doch immer häufiger nutzen Betrüger sogenannte Fake-Shops, um Verbraucher abzuzocken. Verbraucher sollten deshalb unbedingt auf eine vollständige Anbieterkennzeichnung sowie auf umfängliche Informationen zu Widerruf, Versandkosten und Zahlungsmethoden achten. Bei unseriösen Shop-Betreibern sind diese oft fehlerhaft oder schwer zu finden. Zudem kann eine kurze Internetrecherche sinnvoll sein. Vielleicht gibt es Negativeinträge in Foren, die zu erhöhter Wachsamkeit mahnen. Lässt sich ein Online-Shop darüber hinaus von seinen Kunden direkt bewerten und blendet das Ergebnis auf seiner Website ein – etwa über das Kundenbewertungssystem von Trusted Shops –, kann dies zusätzlichen Aufschluss über die Qualität von Service und Angebot geben. Trusted Shops stellt die Unabhängigkeit und Echtheit der Bewertungen über eine mehrstufige Überprüfung sicher. Darüber hinaus sollten Verbraucher schauen, ob ein Shop mit einem Gütesiegel zertifiziert ist. So geraten die sensiblen Daten gar nicht erst in falsche Hände. Tipp 4: Passwörter niemals auf öffentlichen PCs speichern Dr. Carsten Föhlisch: Gespeicherte Passwörter erleichtern das Surfen im Internet, da das lästige Einloggen entfällt. Jedoch sollten Internet-Nutzer unbedingt darauf verzichten, wenn sie an einem öffentlichen Computer, zum Beispiel in einem Internetcafé, sitzen. Die Passwörter werden über sogenannte Cookies gespeichert, die auf dem Computer abgelegt werden. Vergisst der Nutzer am Ende die Cookies zu löschen, wird der nächste Computernutzer automatisch mit dem Account angemeldet. Was viele nicht wissen: Einige Computerviren lesen die Cookie-Listen ohne Zustimmung des Nutzers aus. Grundsätzlich sollten Verbraucher es Betrügern schwer machen, das Passwort zu knacken. Die verwendeten Passwörter sollten immer aus einer Kombination von Sonderzeichen, Buchstaben und Zahlen bestehen. Am besten verwendet man unterschiedliche Passwörter für verschiedene Anwendungen. Regelmäßiges Ändern des Passworts und Sicherheitsfragen, die nur vom Verbraucher selbst beantwortet werden können, schützen zusätzlich vor Datenmissbrauch. Tipp 5: Zuerst die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, dann zustimmen Dr. Carsten Föhlisch: Bei sozialen Netzwerken und Internet-Diensten müssen sich Nutzer häufig registrieren. Auch wenn es keine spannende Lektüre ist, ist es empfehlenswert, dass sich Nutzer trotzdem unbedingt die AGB und die Datenschutzerklärungen bei der Registrierung durchlesen. Denn nur so wissen Nutzer, was mit ihren Daten geschieht. Beispiel facebook: Hier sollten Nutzer einiges beachten. Drückt ein Nutzer auf einer Internetseite einen „Gefällt mir“-Button und ist gleichzeitig bei facebook angemeldet, dann erhält das soziale Netzwerk die Information, dass der Nutzer die Website besucht hat. Die Information wird auch dann übertragen und kann dem Nutzerprofil zugeordnet werden, wenn der Nutzer den Button nicht gedrückt hat. Weitere Infos zu dem Thema Identitätsschutz finden Sie unter diesem Link: https://www.trustedshops.de/identitaetsschutz/


  • Geschenkekauf im Netz: Was tun, wenn die Online-Bestellung mal nicht gefällt?

    2018-12-06

    Die Weihnachtssaison hat begonnen. In diesem Jahr planen deutsche Verbraucher durchschnittlich 349 Euro für Geschenke auszugeben (idealo, 2018). Das ein oder andere Angebot lockt dann wieder Verbraucher zum Kauf im Internet. Denn Online-Shopping geht schnell und ist jederzeit möglich. Doch was, wenn die gelieferte Ware nicht den Vorstellungen entspricht oder defekt ist? Wie ist das eigentlich mit Rückgabe und Umtausch im Internet? Das erläutert Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte von Trusted Shops. Widerrufs-/ Rückgaberecht statt Umtauschrecht Entgegen der weit verbreiteten Meinung, gibt es kein gesetzliches Umtauschrecht, das den Händler dazu verpflichtet, einmal gekaufte Ware zurück zu nehmen. Aber keine Sorge, dafür gibt es bei Onlinekäufen das Widerrufsrecht. Von diesem können Sie als Käufer Gebrauch machen, wenn Sie ein Produkt nicht behalten wollen. Wie lange gilt mein Widerrufsrecht? Das Widerrufsrecht ist befristet auf 14 Tage. Wann diese Frist beginnt, ist von Zweierlei abhängig: • Die Frist beginnt erst, wenn Sie Ihre Ware erhalten haben. Haben Sie über das Internet eine Dienstleistung gekauft, beginnt die Frist mit Vertragsschluss. • Außerdem muss Sie der Händler über das Widerrufsrecht sowie das Muster-Widerrufsformular informiert haben. Wie mache ich von meinem Recht Gebrauch? Sie teilen dem Händler, z.B. per E-Mail, Brief oder Fax oder über ein auf der Website zur Verfügung gestelltes Formular, mit, dass Sie Ihre Vertragserklärung widerrufen. Eine Begründung, weshalb Sie das Produkt oder die Dienstleistung nicht nutzen wollen, müssen Sie nicht angeben. Wer zahlt die Versandkosten der Rücksendung? Hat der Händler Sie z.B. in der Widerrufsbelehrung darüber informiert, dass Sie die Rücksendekosten zu tragen haben, dann müssen Sie diese auch zahlen. Fehlt eine Information über die Kosten der Rücksendung oder hat der Unternehmer angeboten, diese zu übernehmen, zahlt der Händler die Rücksendekosten. So weit so gut. Was aber, wenn Sie das gelieferte Produkt behalten wollen, jedoch feststellen, dass es beschädigt oder defekt ist? Auch hier gibt es gute Nachrichten für Verbraucher, denn in diesem Fall können Sie Ihr Recht auf Gewährleistung in Anspruch nehmen. Wie kann ich mein Recht auf gesetzliche Gewährleistung geltend machen? Per Gesetz ist jeder Händler eines Online-Shops und Ladengeschäftes dazu verpflichtet, zwei Jahre lang defekte Ware entweder zu reparieren oder zu ersetzen. Als Verbraucher können Sie wählen, ob der Händler das Produkt reparieren oder ein neues liefern soll. Wurde das Produkt zweimal repariert oder ersetzt, können Sie in der Regel entweder von Ihrem Kaufvertrag zurücktreten und den vollen Preis erstattet bekommen oder den Kaufpreis mindern lassen. Stellen Sie innerhalb der ersten 14 Tage nach dem Kauf fest, dass Ihr neues Produkt defekt ist, können Sie entweder Ihr Widerrufsrecht ausüben oder Ihre Gewährleistung geltend machen. Möchten Sie, dass Ihr Produkt ersetzt wird, sollten Sie dem Händler dies deutlich mitteilen. So können Sie Missverständnisse vermeiden, da der Händler ansonsten nicht erkennen kann, ob Sie widerrufen und damit auch Ihr Geld zurückerhalten oder das Produkt reparieren bzw. ersetzen lassen möchten. Wie erhalte ich mein gezahltes Geld zurück? Machen Sie innerhalb der ersten 14 Tage von Ihrem Widerrufsrecht Gebrauch, ist der Händler verpflichtet Ihnen das bereits gezahlte Geld innerhalb von 14 Tagen, nachdem er Ihren Widerruf erhalten hat, zurückzuerstatten. Dem Händler steht allerdings ein Zurückbehaltungsrecht zu, denn Sie sind verpflichtet, dem Händler innerhalb von 14 Tagen nach der Absendung Ihres Widerrufes, die Waren zurückzugeben. Geschieht dies nicht, kann der Händler die Rückzahlung verweigern, bis er die Waren erhalten hat oder einen Nachweis, dass Sie die Ware tatsächlich abgeschickt haben.


  • Shop oder Flop: Deutschlands erster aufklärender Webshop

    2018-11-06

    Weihnachten nähert sich mit großen Schritten und damit auch die Hochphase des Online-Shoppings. Laut einer aktuellen Umfrage des Statistischen Bundesamtes gehen 71 Prozent der Internetnutzer gerne online auf Shoppingtour. Doch es ist Vorsicht geboten, nicht jeder Online-Shop ist seriös. Trusted Shops macht jetzt den Test und lässt Verbraucher in einem eigens erstellten „Fakeshop“ ausprobieren, ob sie in die Shopping-Falle getappt wären. Für Fakeshop-Experten, die bis zum 5. Dezember 2018 alle Merkmale eines seriösen Online-Shops kennen, winken Gewinne. Verbraucher sehen sich häufig mit sehr gut umgesetzten Fakeshops konfrontiert, die mit günstigen Preisen locken. „Wenn Markenartikel zum halben Preis angeboten werden oder Angebote zu schön sind um wahr zu sein – Finger weg!“ mahnt Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Rechtsabteilung bei Trusted Shops und Experte für Verbraucherrecht im Online-Shopping. Aber nicht nur bei den Produktangeboten lauern Fallen. „Wenn ich nur per Vorkasse zahlen kann, dann sollten alle Alarmglocken schrillen“, ergänzt Föhlisch, „denn hier wartet oft eine böse Überraschung auf die Käufer.“ Damit Online-Shopper sicherer im Erkennen von unseriösen Online-Shops werden, bietet Trusted Shops ab sofort einen eigens konstruierten Fakeshop an. Unter shop-oder-flop.de können Verbraucher ihr Wissen testen und in Form eines Gewinnspiels zeigen, ob sie die Merkmale eines vertrauenswürdigen Online-Shops erkannt hätten. Dr. Carsten Föhlisch erklärt die Spielregeln: „Wir haben einen ganz normalen Webshop nachgestellt, in dem wir allerdings einige Hürden eingebaut haben. Zeigen die Teilnehmer anhand von sechs Fragen, an welchen Merkmalen man die Seriosität eines Online-Shops erkennt, können sie beispielsweise ein neues iPhone gewinnen.“ Diese Chance bietet sich allen Teilnehmenden bis einschließlich 5. Dezember 2018. Anhand dieser Kriterien lässt sich prüfen, ob es sich beim Online-Shop um einen seriösen Anbieter handelt: 1. Verdächtige Anbieterkennzeichnung Der Verkäufer sollte sofort und eindeutig identifiziert werden können. Sind die entsprechenden Angaben nur schwer oder gar nicht auffindbar, ist höchste Vorsicht geboten. 2. Ungenügender Datenschutz Sind die Aussagen zum Datenschutz lückenhaft oder fehlen sie ganz, verkauft der Website-Betreiber vielleicht Kundendaten weiter. 3. Uneindeutige Preisangaben sowie Vorkasse ohne Geld-zurück-Garantie Sämtliche Preisangaben sollten klar wiedergeben, dass die Mehrwertsteuer bereits enthalten ist und welche Versandkosten inklusive eventueller Zuschläge entstehen. Werden die Versandkosten nicht genannt oder ist deren Bedeutung unklar, sind böse Überraschungen vorprogrammiert. Eine Zahlung per Vorkasse sollte durch einen Käuferschutz abgesichert sein. 4. Offen gehaltene Lieferfrist Wird die bei einem Produkt genannte Lieferzeit durch eine Aussage wie „Lieferfristen sind unverbindlich“ im Kleingedruckten relativiert, sollte man misstrauisch sein. Kann ein Produkt nicht sofort geliefert werden, muss die längere Lieferzeit direkt beim Produkt genannt sein. 4. Unsichere Datenübertragung Seriöse Händler stellen eine verschlüsselte Übertragung der Daten sicher, damit diese nicht abgefangen und missbraucht werden können und Kunden nicht gegen die Bedingungen ihrer Bank verstoßen. Das Schloss-Symbol im Browser zeigt an, dass die Übertragung verschlüsselt ist. 5. Unrechtmäßige Beschränkung des Widerrufs Bis auf wenige Ausnahmen können erworbene Waren innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden. Vorsicht ist geboten, wenn ein Händler versucht, dieses Recht einzuschränken, indem er zum Beispiel nur originalverpackte Ware zurücknimmt oder Angebotsartikel von der Rückgabe ausschließt. 5. Tückisches im Kleingedruckten des Widerrufs Verbraucherunfreundlich und gesetzlich verboten: Manche Händler versuchen über ihre AGB-Klauseln, Kunden unangemessen zu benachteiligen. Aussagen wie „Versand auf Gefahr des Käufers“ oder „Transportschäden müssen sofort gemeldet werden“ sind unzulässig und unwirksam. 6. Schlechte Bewertungen Bei Händlern, die man selbst noch nicht kennt, kann eine kurze Internetrecherche sinnvoll sein. Vielleicht gibt es Negativeinträge in Foren, die zu erhöhter Wachsamkeit mahnen. 7. Check das Trusted Shops Gütesiegel im Shop Beim Klick auf das Siegel muss sich ein neues Fenster öffnen, das sogenannte Zertifikat. Dort erfährt man den Status des Siegels. Bitte darauf achten, dass die URL („Internetadresse“), welche im Zertifikat angegeben ist, auch mit der des Shops übereinstimmt. 8. Rückzahlungsanspruch bei Nicht-Lieferung Opfer eines unseriösen Händlers haben gegen diesen Rückzahlungsansprüche. Er muss den Kaufpreis erstatten und darüber hinaus sogar noch für entstandene Schäden aufkommen.


  • Online-Shopping im Büro: Ist das erlaubt?

    2018-10-17

    Es ist bequem, einfach und im Vergleich zu Warteschlangen an Kassen, deutlich stressfreier und zeitsparender. Während der Arbeit mal eben eine Bestellung erledigen – für viele Arbeitnehmer selbstverständlich. Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops, erklärt, was erlaubt ist und was nicht. 1. Ich habe in einem Onlineshop Artikel für den privaten Gebrauch bestellt, bin aber am Zustellungstermin nicht zu Hause. Darf ich mir das Paket an meine Firmenanschrift liefern lassen? Dr. Carsten Föhlisch: Diese Entscheidung variiert von Unternehmen zu Unternehmen. Laut § 106 Gewerbeordnung hat der Arbeitgeber das Weisungsrecht und kann somit entscheiden, ob er die Zustellung privater Pakete an die Firmenadresse zulässt. Man sollte in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass durch die Paketannahme Arbeitsabläufe behindert werden, die je nach Größe des Unternehmens sehr erheblich ausfallen können. Es ist ratsam, vor der Bestellung nachzufragen, ob die Zustellung im Ausnahmefall genehmigt ist. 2. An meinem Arbeitsplatz werden Pakete und Briefe vom Empfang entgegengenommen. Sind meine Kollegen verpflichtet, meine privaten Bestellungen anzunehmen? Dr. Carsten Föhlisch: Grundsätzlich besteht keine Pflicht, das Paket für jemand Anderen in Empfang zu nehmen. Wird die Sendung angenommen, muss derjenige sie dem Empfänger selbstverständlich aushändigen. Sollte der Kollege in Vorleistung gehen müssen, weil es eine Bestellung per Nachnahme ist, muss die Sendung erst herausgegeben werden, wenn der Empfänger die Summe beglichen hat. 3. Aus Zeitmangel habe ich während meiner Arbeitszeit auf meinem Firmenrechner online ein Geschenk bestellt. Muss ich mit Konsequenzen rechnen? Dr. Carsten Föhlisch: Auch hier hat der Arbeitgeber das Weisungsrecht und kann darüber entscheiden, ob das Internet und der Computer für private Zwecke genutzt werden dürfen. Gibt es im Unternehmen keine klaren Regelungen zur Internetnutzung und der Arbeitnehmer durfte über einen längeren Zeitraum (mindestens sechs Monate) mit stillschweigender Duldung des Arbeitgebers oder einer Person mit Leitungsfunktion privat im Internet surfen, kann es sein, dass sich ein Anspruch aus betrieblicher Übung ergibt. Dies ist jedoch sehr einzelfallbezogen. Verstößt man gegen bestehende Regelungen des Arbeitgebers, muss der Arbeitnehmer mit einer Abmahnung rechnen. Eine Kündigung kann erst nach einer Abmahnung erfolgen. 4. Ich habe in meiner Mittagspause online Bestellungen getätigt. Ist dies gesetzlich erlaubt? Dr. Carsten Föhlisch: Die Ausgestaltung der Pause ist Privatsache und unterliegt nicht dem Weisungsrecht des Arbeitgebers. Aber auch hier gilt: Die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz ist grundsätzlich nicht erlaubt und auch die private Nutzung des Firmen-PCs muss vom Arbeitgeber genehmigt werden. 5. Ich habe meinen Online-Einkauf via Smartphone während meiner Arbeitszeit getätigt. Kann mein Arbeitgeber mich dafür trotzdem abmahnen? Dr. Carsten Föhlisch: Für den Arbeitgeber ist schwer nachvollziehbar, in welchem zeitlichen Rahmen der Arbeitnehmer sein Smartphone für persönliche Zwecke nutzt. Grundsätzlich werden durch die private Nutzung des Smartphones die arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt, weshalb dazu geraten wird, diese so weit wie möglich einzuschränken. Der Arbeitgeber kann bei wiederholtem Fehlverhalten eine Abmahnung aussprechen, die gegebenenfalls zu einer Kündigung führen kann.


  • Weltkindertag am 20. September: Darauf sollten Eltern beim Online-Shopping ihrer Kinder achten

    2018-09-19

    Online-Shops locken nicht nur Erwachsene vor den Computer. Auch Kinder und Jugendliche lassen sich online von den neuesten Angeboten inspirieren, suchen im Netz nach Gadgets oder lenken sich mit Smartphone-Games vom Schulstress ab. Manchmal führt ein solcher Ausflug in die digitale Shopping-Welt jedoch zu weit – immer wieder erhalten Eltern Rechnungen in vierstelliger Höhe, weil ihre Sprösslinge mit der elterlichen Kreditkarte eingekauft und downgeloadet haben. Dr. Carsten Föhlisch, Verbraucherrechtsexperte des europäischen Gütesiegels Trusted Shops, erläutert, worauf Eltern hier achten sollten und auf welche Rechte sie sich im Ernstfall berufen können. 1. Ab welchem Alter und bis zu welchem Betrag darf mein Kind Online-Käufe tätigen? Dr. Carsten Föhlisch: Grundsätzlich gilt der sogenannte Taschengeldparagraf für alle Kinder über sieben Jahre: Sie dürfen online oder im Laden einkaufen, wenn zum Beispiel die Eltern ihnen Geld zur freien Verfügung überlassen haben. Alle Ausgaben, die die Höhe des Taschengeldes bzw. des frei verfügbaren Betrags übersteigen, müssen die Eltern ihren minderjährigen Kinder jedes Mal vorher oder nachträglich erlauben. Geschieht dies nicht, ist der Kaufvertrag ungültig und der Online-Händler muss das Geld rückerstatten. Eine Generalvollmacht für Käufe, die nicht vom Taschengeldparagrafen abgedeckt werden, wäre unwirksam. 2. Kann ich heruntergeladene Musik oder Computerspiele wieder umtauschen und mir das Geld rückerstatten lassen, wenn mein Kind für mehrere tausend Euro Downloads gekauft hat? Dr. Carsten Föhlisch: Nein. Vor einigen Jahren hat die EU die entsprechenden Regelungen überarbeitet und veranlasst, dass PC- und Konsolenspiele, Hörbücher, Musik oder Filme, die als Download gekauft wurden, nicht mehr an den Händler zurückgegeben werden können, sobald der Download einmal gestartet wurde. Wenn das Kind allerdings beispielsweise einen Film auf DVD oder eine Musik-CD im Online-Shop bestellt, gilt weiterhin das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen. In diesem Fall können die Eltern als Verbraucher die bestellte Ware ohne Angaben von Gründen an den Online-Händler zurückzuschicken – es sei denn, bei versiegelter Ware wurde bereits das Siegel geöffnet. 3. Mein Kind hat auf dem Smartphone virtuelle Zusatz-Güter für ein Gratisspiel gekauft. Kann ich diese Erweiterungen deinstallieren und das Geld wieder zurückverlangen? Dr. Carsten Föhlisch: Das geht leider nicht. Wer einem minderjährigen Kind sein Smartphone oder Tablet überlässt, trägt weiterhin die Verantwortung für alle Käufe, die damit getätigt werden. Für Apple-Nutzer gilt: Beim Installieren einer App bleibt das notwendige iTunes-Kennwort nach der Eingabe noch 15 Minuten im Hintergrund aktiv. In dieser Zeit kann das Kind also In-App-Käufe tätigen, ohne ein Kennwort eingeben zu müssen. Die Eltern als Geräte-Besitzer sollten deshalb prüfen, ob ihr Gerät über eine Kindersicherungsfunktion verfügt und dann ggf. sicherstellen, dass diese in den „Einstellungen“ aktiviert ist. Hat das Kind einmal kostenpflichtige In-App-Käufe getätigt, kann das Geld nicht mehr zurückgefordert werden. Indem die Eltern ihrem Kind das Gerät inklusive Zugang zum App-Store mit gespeicherten Kreditkartendaten überlassen dulden sie, dass dort in ihrem Namen Geschäfte abgeschlossen werden. Um dies zu verhindern, müssen die Eltern technische Vorkehrungen treffen: Zum Beispiel In-App-Käufe blockieren oder die Zugangsdaten nicht auf dem Gerät speichern.


  • Neues Verpackungsgesetz ab dem 1. Januar 2019 - Umfrage offenbart gravierende Unkenntnis unter Online-Händlern

    2018-09-19

    Langsam wird die Zeit knapp: Ab dem 1. Januar 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz. Laut einer Umfrage von Trusted Shops unter 700 Online-Händlern weiß jeder zweite (49 Prozent) noch nicht, welche Neuerungen das Gesetz mit sich bringt. Wenige Monate vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes sind die Meinungen und Stimmungen der Online-Händler dazu größtenteils von Unkenntnis geprägt. Rund 32 Prozent der befragten Internethändler ist die bevorstehende Änderung gänzlich unbekannt. Lediglich knapp zwei Drittel (63 Prozent) haben bislang überhaupt von dem neuen Verpackungsgesetz gehört. Jedoch sind sich nur 50 Prozent davon darüber im Klaren, welche Neuerungen diese für die Shop-Betreiber bereithält. Am 1.1.2019 tritt das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) in Kraft und löst somit gleichzeitig die Verpackungsverordnung (VerpackV) als geltendes Recht ab. Händler müssen sich rechtzeitig registrieren und vorbereiten. „Angesichts dieser Wissensdefizite erscheint es nicht verwunderlich, dass jeder dritte der befragten Online-Händler immer noch nicht weiß, was er konkret tun muss“ sagt Rechtsexperte Dr. Carsten Föhlisch von Trusted Shops. Knapp die Hälfte (48 Prozent) befürchtet, dass mit der Einführung ein erheblicher Mehraufwand verbunden ist. Fast 40 Prozent können nicht einschätzen, ob es für sie einen Mehraufwand bedeutet. Lediglich zwölf Prozent befürchten keinen Mehraufwand.


  • Die Geoblocking-Verordnung kommt – Was Shopbetreiber nun beachten müssen

    2018-09-11

    Kurz vor Weihnachten ist es soweit – ab dem 3. Dezember 2018 gilt die neue Geoblocking-Verordnung. Online-Händler müssen sich auf zahlreiche Änderungen einstellen. Geoblocking – Was ist das? Beim Geoblocking wird der Zugriff eines Internetnutzers auf eine bestimmte Website oder andere Inhalte aufgrund seines Aufenthaltsortes beschränkt. Diese Beschränkungen erfolgen zumeist aufgrund der Zugriffsanfrage von IP-Adressen mit einer bestimmten Länderkennung, aber auch auf andere Weise – häufig werden Versandadressen beschränkt, ausländische Zahlungsmittel nicht akzeptiert oder es sind keine Rechnungsadressen im Ausland möglich. Anwendungsbereich Die Geoblocking-VO findet gegenüber Kunden Anwendung. Von diesem Begriff werden sowohl Verbraucher als auch Unternehmen erfasst. Unternehmen sind jedoch nur in ihrer Eigenschaft als Kunde geschützt, das heißt nur soweit, wie sie die Waren oder Dienstleistungen erwerben, ohne sie wirtschaftlich weiter zu verwerten. Unklar ist allerdings noch, wie diese Endnutzer-Eigenschaft überprüft werden soll. Freier Zugang Viele Online-Shops betreiben verschiedene Länderseiten, auf welche die Nutzer aus den unterschiedlichen Ländern automatisch weitergeleitet werden und hinsichtlich Sprache, Zahlungsarten und Lieferbedingungen entsprechend angepasst sind. Eine solche Weiterleitung ist künftig grundsätzlich verboten. Von diesem Grundsatz gibt es jedoch zwei Ausnahmen. Erste Ausnahme: Ausdrückliche Zustimmung zur Weiterleitung Wenn verschiedene Versionen des Shops für verschiedene Mitgliedstaaten bestehen, darf z.B. der deutsche Kunde, der einen französischen Shop aufruft, grds. nur mit ausdrücklicher Zustimmung –etwa durch Abhaken in einem Pop-up – auf eine deutsche Version des Shops weitergeleitet werden. Um eine Einwilligung zur Weiterleitung nicht jedes Mal neu einholen zu müssen, soll es an dieser Stelle möglich sein, diese Angabe als Präferenz im Nutzerkonto zu speichern. In diesem Fall muss jedoch der jederzeitige Widerruf dieser Zustimmung möglich sein. Außerdem muss die Shopversion, auf die der Nutzer ursprünglich zugreifen wollte, für ihn weiterhin leicht zugänglich bleiben. Zweite Ausnahme: Weiterleitung ist rechtlich erforderlich Zudem gilt dieses Verbot der Weiterleitung dann nicht, wenn sie erforderlich ist, um unionsrechtliche Anforderungen oder entsprechende nationale Anforderungen, die auf Unionsrecht basieren und denen der Anbieter unterliegt, zu erfüllen. In diesem Fall muss der Anbieter die Gründe für eine Sperrung, Beschränkung oder Weiterleitung klar und deutlich erklären und in der Sprache der ursprünglich aufgerufenen Shopversion angeben. Diese kann z.B. ein Werbe- oder Vertriebsverbot für bestimmte Produkte (E-Zigaretten, Heilmittel, Nahrungsergänzungsmittel etc.) sein oder aus Gründen des Jugendschutzes erfolgen. Zumindest bei Misch-Sortimenten wird es hier technisch schnell kompliziert, wenn nicht alle angebotenen Produkte von einem solchen Verbot erfasst werden. Keine unterschiedlichen AGB Ebenfalls untersagt die Geoblocking-VO eine unterschiedliche Behandlung der Kunden im Hinblick auf den Zugang zu Waren oder Dienstleistungen in AGB, wenn diese auf der Staatsangehörigkeit, dem Wohnsitz oder dem Ort der Niederlassung basiert. Die Kunden sollen in der Lage sein, Waren genau zu den gleichen Bedingungen erwerben zu können, wie es für vergleichbare Kunden mit Wohnsitz in dem betreffenden Staat möglich ist. So muss ein deutscher Kunde auch den französischen Shop aufrufen und dort kaufen können, um etwa vom lokalen Sale oder lokalen Produkten zu profitieren. Unterschiedliche Brutto-Preise möglich Das Verbot, unterschiedliche AGB zu verwenden, bedeutet auch nicht, dass der Händler dazu verpflichtet ist, außervertragliche gesetzliche Anforderungen des jeweiligen Mitgliedstaates für die jeweiligen Waren zu erfüllen. Hierzu zählen z.B. Kennzeichnungsvorschriften oder branchenspezifische Anforderungen. Eine unterschiedliche Behandlung ist nach wie vor möglich, solange sie in nicht diskriminierender Weise erfolgt. Zahlungsmethoden Anbietern ist es untersagt, aufgrund der Staatsangehörigkeit, des Wohnsitzes oder des Ortes der Niederlassung des Kunden, des Standortes des Zahlungskontos, des Ortes der Niederlassung des Zahlungsdienstleisters oder des Ausstellungsortes des Zahlungsinstruments innerhalb der EU unterschiedliche Zahlungsbedingungen anzuwenden. Dieses Verbot gilt allerdings nur für solche Zahlungen, die über eine elektronische Transaktion durch Überweisung, Lastschrift oder eine Zahlungskarte innerhalb derselben Zahlungsmarke und Zahlungskategorie erfolgen, die Zahlungsdiensteanbieter eine sog. starke Kundenauthentifizierung sicherstellen und die Zahlung auch in einer Währung erfolgt, die der Anbieter akzeptiert. Damit bleibt es nach wie vor den Händlern überlassen, welche Zahlungsmittel sie akzeptieren und welche Marke. Zurückbehaltungsrecht Zudem besteht nach der Geoblocking-VO die Möglichkeit, die Ware bei Vorliegen objektiver Gründe zurückzuhalten, bis der Händler eine Bestätigung erhalten hat, dass der Zahlungsvorgangs eingeleitet wurde (Art. 5 Abs. 2). Hauptanwendungsfall dürften Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit sein. Im Falle des Lastschriftverfahrens soll daher auch erlaubt sein, eine Vorauszahlung mittels Überweisung zu verlangen, bevor die Leistung erbracht wird. Sanktionen Die Mitgliedstaaten müssen Vorschriften erlassen, die Maßnahmen gegen bei Verstößen gegen diese Verordnung enthalten und ihre Umsetzung gewährleisten. Diese Maßnahmen müssen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein. Jeder Mitgliedstaat muss eine oder mehrere zuständige Stelle bzw. Stellen für eine angemessene und wirksame Durchsetzung der Verordnung benennen. In Deutschland soll das Telekommunikationsgesetz entsprechend geändert werden. Bei Verstößen gegen die Geoblocking-VO wird es sich um Ordnungswidrigkeiten handeln. Zuständig wird die Bundesnetzagentur sein. Bei Verstößen kann eine Geldbuße bis zu 300.000 Euro verhängt werden.


  • Trusted Shops Abmahnstudie 2018: 66% aller Online-Händler sehen ihre Existenz bedroht

    2018-09-05

    Für über die Hälfte der Online-Händler (66 Prozent) stellen Abmahnungen eine akute Existenzbedrohung dar. Das ist ein Ergebnis der Studie „Abmahnungen im Online-Handel”, die Trusted Shops bereits in der 7. Auflage durchgeführt hat. Die Studie deckt Problemfelder im Online-Handel auf und zeigt, welche konkreten Maßnahmen sich Online-Händler wünschen, um den zunehmenden Missbrauch wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen einzudämmen. Die Ergebnisse der Abmahnstudie von Trusted Shops liegen nun das siebte Mal in Folge vor. Das Meinungs- und Stimmungsbild unter den Online-Händlern hat sich in den letzten zwölf Monaten nochmals dramatisch verschlechtert. Grund hierfür ist die Flut der Abmahnungsfälle: 42% aller Teilnehmer (1.346 Online-Händler) wurden abgemahnt, 767 traf es in den vergangenen zwölf Monaten. Im Schnitt werden pro Abmahnung 1.384 Euro fällig: Dies sind 6% mehr als im Vorjahr. Darin enthalten sind Kosten, die an den eigenen und den gegnerischen Anwalt zu zahlen sind. Hinzu kommen noch eigene Aufwände, die durch die Suche eines geeigneten Anwalts und Korrespondenz in der Abmahnangelegenheit entstehen – vom Ärger ganz abgesehen. Ein Verband – viele Abmahnungen Bereits 2017 fiel der IDO Verband durch einen Anteil von 22 % aller ausgesprochenen Abmahnungen auf. Im aktuellen Erhebungszeitraum stieg dieser Anteil auf mehr als die Hälfte, nämlich 55 %. „Die gängige Praxis einiger Abmahnvereine dient weniger dem fairen Wettbewerb als vielmehr wirtschaftlichen Eigeninteressen“, so Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Rechtsabteilung von Trusted Shops. „Den abgemahnten Online-Händlern fehlt meist jeglicher Vorsatz. Es werden bewusst einfachste Fehler abgemahnt, die für den Wettbewerb nicht relevant sind, aber im Tagesgeschäft immer wieder passieren können. Es geht ganz klar darum, mit Vertragsstrafen bei künftigen Verstößen Geld zu verdienen. Die große Spreizung der Anteile unter den Abmahnern zeigt eindrucksvoll, dass das Instrument der Abmahnung insgesamt nicht infrage gestellt werden muss, sondern dass es einzelne Akteure zunehmend in Verruf bringen und eine gänzliche Ablehnung des Instruments unter Unternehmern verursachen.“ Vertragsstrafen an die Staatskasse statt an den Mitbewerber Die Studie beleuchtet nicht nur die aktuelle Situation. Die Teilnehmer konnten darüber hinaus Vorschläge machen, mit welchen Maßnahmen der Abmahn-Wahn eingedämmt werden kann. An erster Stelle der Vorschläge: Forderung nach einfacheren Gesetzen, damit es nicht zu unbeabsichtigten Verstößen kommt. Auf Platz 2 landete die Forderung nach Vertragsstrafen, die nicht an den Abmahner, sondern an den Staat oder gemeinnützige Organisationen gehen sollen. Gefolgt von der Forderung, dass Abmahnvereine vorab vom Bundesamt für Justiz zugelassen und regelmäßig kontrolliert werden müssen. „Abmahnungen stellen für Online-Händler leider nach wie vor eine akute Existenzbedrohung dar – das belegt die diesjährige Studie noch viel deutlicher als in den Vorjahren. Dabei würden weniger und einfacher zu erfüllende Pflichten den Händlern schon helfen“, so Dr. Carsten Föhlisch. Details zur Trusted Shops-Umfrage: • Durchführungszeitraum: 12. Juni bis 3. Juli 2018 • Teilnehmer: 3.199 Befragte (Online-Händler) • Methode: Online-Befragung


  • Trusted Shops@dmexco 2018: Der Erfolg im Marketing führt über Vertrauen

    2018-08-23

    Wertvolle Experten-Tipps rund um Käuferschutz und Kundenbewertungen Besonderes Angebot: Kostenloser Abmahncheck für Shopbetreiber Individuelle Feedbacklösungen Trusted Shops präsentiert Marketing- und E-Commerce-Entscheidern bei der diesjährigen dmexco in Halle 07.1 (Stand C-051), wie sie mit vertrauensbildenden Marketing-Maßnahmen neue Kunden gewinnen können. Die Experten des Unternehmens liefern dazu aus erster Hand Einblick in die marktführenden Tools: Das Gütesiegel von Trusted Shops beispielsweise steht als Zeichen für Vertrauen im E-Commerce, woraus mehr Klicks resultieren. Ein umfänglicher Käuferschutz bringt finanzielle Sicherheit und steigert die Kaufabschlussrate. Kundenbewertungen verbessern darüber hinaus das Ranking in Suchmaschinen und damit die Sichtbarkeit im Web. Ein besonderes Angebot von Trusted Shops am Messe-Stand ist der kostenlose Abmahncheck, mit dem Unternehmen prüfen lassen können, wie rechtssicher der eigene Shop wirklich ist. Die Trusted-Shops Experten stehen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Wie sieht es mit der Rechtssicherheit des Online-Shops in Zeiten der DSGVO aus? Wie ist es möglich, mehr Kundenbewertungen zu erhalten? Wie sieht es mit Rezensionen auf der Artikelseite oder für das Ladengeschäft vor Ort aus? Online-Händler werden auch diesmal wertvolle Inspirationen für ihren Online-Shop mitnehmen.


  • Betrug per Nachnahme: 5 Tipps, wie man sich schützt

    2018-08-23

    „Paket für Sie!“ – diesen Satz hören wir nur zu gerne. Doch was war das nochmal für eine Bestellung? Genau diese Situation nutzen Betrüger und versenden Pakete an diverse Postadressen. Der nichtsahnende Empfänger nimmt die Pakete unbedarft an und bezahlt den offenen Betrag in dem Vertrauen, dass der Ehepartner bestellt und alles seine Richtigkeit hat. Damit ist es dann auch schon zu spät, denn die Logistikdienstleister stehen nicht in der Haftungspflicht, sondern der Absender. Und dieser ist im Betrugsfall häufig nicht mehr nachvollziehbar. 5 Tipps, wie man sich schützen kann. Annahme verweigern Wer nichts bestellt hat oder eine Lieferung nicht zu 100 Prozent einer konkreten Bestellung zuordnen kann, sollte das Paket gar nicht erst annehmen. Denn: Ist das Paket erst bezahlt, haben Verbraucher den Schaden. Im Betrugsfall muss der Logistikdienstleister das Geld nicht zurückerstatten. Hier steht der Absender in der Pflicht. Dieser wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erreichbar bzw. unbekannt sein. Das Geld ist deshalb mit hoher Sicherheit verloren. Absender überprüfen Der Zusteller ist nicht verpflichtet, das Paket vor der Zahlung auszuhändigen, damit der Inhalt überprüft werden kann. Aber: Das Überprüfen des Paket-Etiketts ist möglich. Wer steht dort als Absender? Findet sich zum Beispiel keine Adresse des Absenders auf dem Paket, ist das ein deutliches Warnsignal. Ist das Unternehmen unbekannt, sollte unbedingt die Annahme verweigert werden. Klare Vereinbarungen treffen Das klingt banal, aber häufig funktioniert die Betrugsmasche, weil Empfänger irrtümlicherweise den Schluss ziehen, dass der Ehepartner, Lebensgefährte oder Mitbewohner etwas bestellt haben muss. Deshalb: In solchen Fällen immer austauschen, ob, wann und von wem man ein Pakete per Nachnahme erwartet. Eine klare Vereinbarung, dass Pakete im Zweifel nicht angenommen werden, hilft in vielen Fällen. Paket in der Filiale hinterlegen bzw. neu zustellen lassen Gibt es keine klaren Absprachen und ist man unsicher, ob der Partner oder Mitbewohner eine Bestellung erwartet, ist man nicht verpflichtet, das Paket sofort anzunehmen. Je nach Logistik-Dienstleister kann man den Zusteller bitten, einen weiteren Zustellversuch zu unternehmen oder es direkt bei der zuständigen Filiale zu hinterlegen. Das verschafft genug Zeit, um mit dem Partner zu klären, ob eine Lieferung erwartet wird. Am besten notiert man in diesen Fällen schon einmal den Absender, der auf dem Paketetikett steht, um eine Zuordnung zu einer Bestellung zu erleichtern. Warnsignale bereits bei der Bestellung erkennen Aber auch wenn man selbst online bestellt, kann man in die Nachnahme-Falle tappen. Hier gilt: Bietet ein Online-Händler als alleinige Zahlungsoption „Nachnahme“ an, sollte man schon misstrauisch werden. Kaum ein seriöser Händler wird sich entscheiden, seinen Kunden nur eine Zahlungsoption anzubieten. Bei unseriösen Shop-Betreibern sind Informationen zu Widerruf, Versandkosten und Zahlungsmethoden zudem oft fehlerhaft oder schwer zu finden. Aufschluss über die Qualität von Service und Angebot eines Shops geben unter anderem Kundenbewertungen und entsprechende Zertifikate.


  • Was darf der Paketbote?

    2018-08-10

    Der Onlinehandel in Deutschland boomt. Sowohl Unternehmen als auch Konsumenten bestellen immer mehr Waren über das Internet. Laut Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) ist die Zahl der Sendungen 2017 auf über 3,3 Milliarden gestiegen – das entspricht 11 Millionen Sendungen pro Zustelltag. Und mit den Sendungen wächst der Zorn der Kunden von Paketzustelldiensten. Beschädigte oder verschwundene Pakete, verspätete Lieferungen, Pakete einfach in den Hausflur gestellt, Benachrichtigungskarte im Briefkasten, obwohl jemand zu Hause ist – das sind die Punkte, die Verbraucher aufregen. Was dürfen Paketboten eigentlich? Darf das Paket bei einem Nachbarn abgegeben werden? Viele Paketdienstleister behalten sich das Recht dieser so genannten Ersatzzustellung innerhalb ihrer AGB vor. Was die wenigsten wissen: Diese Klauseln sind zum größten Teil unwirksam. Wenn sie nicht möchten, dass eine Sendung beim Nachbarn abgegeben wird, können sie das schon im Online-Shop, z. B. im Kommentarfeld auf der Bestellseite, so mitteilen. Der Händler hat dann die Möglichkeit, den Zusatz „eigenhändig“ beim Zusteller zu buchen. Dann ist sichergestellt, dass nur der richtige Empfänger die Sendung bekommt. Ist er nicht anzutreffen, wird das Paket in eine Filiale gebracht, an der sie es dann abholen können. Was kann ich tun, wenn ein unbekannter Nachbar das Paket nicht abliefert? Sofern sie bei Abgabe der Bestellung den Nachbarn nicht als empfangsberechtigt angegeben haben, können sie sich immer zuerst an den Händler richten. Dieser ist dafür verantwortlich, dass sie auch deine Ware erhalten. Unterschlägt der (unbekannte) Nachbar die Sendung, ist der Händler verpflichtet Ihnen den Kaufpreis zu erstatten. Er ist aber nicht verpflichtet, das bestellte Produkt noch einmal zu liefern. Ist es rechtlich okay, ein Paket einfach vor die Haustür zu legen? Es gibt sogenannte Garagen-, Ablageverträge oder Abstellgenehmigungen. Bei diesen vereinbart der Zusteller mit dem Empfänger einen Ort, an dem er das Paket ausdrücklich ablegen darf – etwa eine Garage. Eine Erlaubnis, die Sendung einfach vor der Tür abzulegen, findet sich nicht in den AGB der Zusteller und ist somit nicht erlaubt! Und wenn es doch vor die Haustür gelegt – und dann geklaut wurde? Hier gilt wieder, dass der Händler für sie der Ansprechpartner ist. Geht das Paket verloren, muss der Händler den Kaufpreis erstatten, auch wenn eine dritte Person ein Paket entwendet hat, das der Zusteller einfach vor der Tür abgelegt hat. Was kann ich tun, wenn mein Paket beschädigt ankommt? Der Einfachheit halber sollte man eine offensichtliche Beschädigung direkt vom Zusteller vermerken lassen. Hat das verpackte Produkt dagegen einen Schaden erlitten, sieht man dies oft erst nach dem Auspacken. Die gesetzlichen Vorschriften sehen hier eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren vor. Innerhalb der ersten 6 Monate wird dabei vermutet, dass der Schaden bereits bei Übergabe vorlag, danach muss dies der Kunde beweisen. Viele Händler sehen in ihren AGB vor, dass der Verbraucher innerhalb einer gewissen Zeit den Mangel anzeigen muss. Solche sogenannten Rügefristen sind fast immer unwirksam, weil sie gegen zwingende gesetzliche Regelungen verstoßen. Mein Paket ist auf dem Postweg verloren gegangen. An wen kann ich mich wenden? Auch hier gilt wieder: An den Händler. Da dieser die sogenannte Transportgefahr trägt, ist er zur Erstattung des Kaufpreises verpflichtet. Zwar könnten sie ihren Anspruch auf Kaufpreiserstattung im Regelfall auch gegenüber dem Transportdienstleister geltend machen, das ist aber oft kompliziert und dauert sehr lange. Zudem ist der Händler nicht berechtigt, sie auf die komplizierten Nachforschungsaufträge der Zustelldienste zu verweisen. Haben sie dagegen die Ware noch gar nicht bezahlt, müssen sie dies auch nicht tun, wenn die Ware auf dem Transportweg verloren ging. Wann ist das Paket übergeben? Wenn ich es persönlich erhalten oder eine Benachrichtigung im Briefkasten habe? Die Übergabe ist damit erfüllt, dass der Verbraucher den Kaufgegenstand in seinen Händen hält. Die Benachrichtigungskarte im Briefkasten – oder auch die Abgabe beim Nachbarn – bewirken im Regelfall noch nicht, dass der Kunde den Besitz an der Sache erlangt hat. Das ist besonders wichtig, wenn man an die Widerrufsfrist denkt. Denn eine Voraussetzung dafür, dass die Frist überhaupt beginnt, ist der Erhalt der Ware. Die Frist läuft also erst los, wenn sie z. B. das Paket in der nächsten Filiale abgeholt haben und nicht bereits dann, wenn der Zusteller die Benachrichtigungskarte in den Briefkasten geworfen hat. Was, wenn das Paket beim Zurücksenden an den Händler verloren geht? Geht das Paket nach dem Widerruf unterwegs zurück zum Händler verloren oder wird beschädigt, erhalten sie trotzdem ihren Kaufpreis zurück und müssen keinen Ersatz leisten. Allerdings sind Verbraucher in einem solchen Fall in der Pflicht, die korrekte Absendung auch nachzuweisen. Das ist zum Beispiel mittels Zeugen möglich. Außerdem sind sie verpflichtet, die Ware in geeigneter Weise zu verpacken. So trifft sie z. B. eine Mitschuld und sie sind zum Schadensersatz verpflichtet, wenn sie eine kleine, zerbrechliche Porzellan-Figur ohne Polsterung in einem großen Pappkarton verschicken.


  • Fragen und Antworten zum neuen Verpackungsgesetz

    2018-08-07

    Das neue Verpackungsgesetz (VerpackG), das am 1.1.2019 in Kraft treten wird, sorgt schon jetzt für große Unsicherheit bei Unternehmern. Hier die meistgestellten Fragen und die Antworten dazu. Gilt das Gesetz auch für Versandverpackungen? Händler müssen sich registrieren, wenn sie in Deutschland Waren verkaufen oder zumindest nach Deutschland bringen, die über eine Verkaufs- oder Umverpackung verfügen, die der Endkunde später wegwerfen wird. Was ist, wenn ich meine Produkte schon verpackt erhalte? Die Pflicht gilt nur, wenn sie diese Verpackungen erstmals und gewerbsmäßig in Verkehr bringen. Verpackungen, die Händler in Deutschland bereits in dieser Form von einem registrierten und lizensierten (Groß-)Händler erhalten haben, werden nicht erstmals in Verkehr gebracht und sind daher ihrerseits nicht mehr registrierungspflichtig. Nach Inkrafttreten des Gesetzes wird die Zentrale Stelle Verpackungsregister eine öffentlich zugängliche Liste mit den Markennamen der registrierten Unternehmen auf ihrer Internetseite zur Verfügung stellen. Dort kann man überprüfen, ob die Verpackungen bereits registriert sind. Was ist mit Auslandslieferungen? Die Registrierungspflicht gilt für solche Händler, die gewerbsmäßig Verpackungen in den Geltungsbereich des VerpackG (also Deutschland) einführen. Der Verkauf an Verbraucher im Inland ist dabei keine Voraussetzung für den Anwendungsbereich. Sind auch kleine Händler betroffen? Das Verpackungsgesetz trifft zwar Einschränkungen bezüglich der Pflichten für Händler, gemessen am Verkaufsvolumen pro Jahr. Diese Einschränkungen erstrecken sich allerdings nicht auf die Registrierungspflicht. Deshalb sind Händler, unabhängig von ihrem jährlichen Umsatz oder der Menge der in Verkehr gebrachten Verpackungen, zur Registrierung verpflichtet. Als einzige weitere Einschränkung existiert die Gewerbsmäßigkeit als Kriterium. Allerdings wird diese “auf regelmäßigen Erwerb gerichtete Tätigkeit” auf die allermeisten Händler (und auch manche Vereine) zutreffen. Wo kann ich mich registrieren? Für die Registrierung und generelle Übernahme von Verwaltungsaufgaben bezüglich des Gesetzes wird die sog. “Zentrale Stelle Verpackungsregister” mit der Internetseite www.verpackungsregister.org eingerichtet werden. Duale Systeme wie Landbell u.a. werden zwar weiter bestehen bleiben. Eine Beteiligung an diesen Systemen wird aber auch nur noch als registrierter Händler möglich sein. Ab wann kann ich mich registrieren? Aktuell ist die Registrierung noch nicht möglich. Auf der eigenen Webseite gibt die Zentrale Stelle an, dass sich Händler ab Q3/2018 registrieren können. Im August soll eine sog. “Vor-Registrierung” möglich sein. Vor-registrierte Händler sollen ihre Stammdaten hinterlegen können und dann eine entsprechende Vor-Registrierungsnummer erhalten. Diese können sie dann auch gegenüber ihren dualen Systemen angeben. Nach Inkrafttreten des Gesetzes erhalten vor-registrierte Händler dann automatisch eine Registrierungsbestätigung. Bis wann muss ich registriert sein? Händler, die von der Registrierungspflicht betroffen sind, müssen sich bis zum 1.1.2019 registrieren. Geschieht dies nicht, ist es den Händlern verboten, systembeteiligungspflichtige Verpackungen in den Verkehr zu bringen. Bei Verstößen gegen dieses Verbot drohen Bußgelder von bis zu 200.000 Euro. Was kostet mich das? Eine viel gestellte Frage. Für einige wohl das Sahnehäubchen auf einem Gesetz, das vielerseits als Ärgernis aufgefasst wird. Allerdings: Die Registrierung ist mit keiner Gebühr an das Register verbunden. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister finanziert sich nicht aus den Beiträgen genervter Händler, sondern bezieht ihre Einnahmen aus den dualen Systemen und aus Branchenlösungen. Das bedeutet, dass der Eintrag ins Register nicht extra kostet. Wo bekomme ich weitere Informationen?Die Zentrale Stelle Verpackungsregister stellt auf ihrer Webseite umfassendes Informationsmaterial zur Verfügung. Zusätzlich besteht für Händler die Möglichkeit, schriftliche Anfragen per E-Mail an anfrage@verpackungsregister.org zu richten.


  • Neues Verpackungsgesetz: Was ändert sich für Online-Händler?

    2018-07-31

    Am 1.1.2019 tritt das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) in Kraft und löst somit gleichzeitig die Verpackungsverordnung (VerpackV) als geltendes Recht ab. Händler müssen sich rechtzeitig registrieren und vorbereiten. Hier die wichtigsten Änderungen. Der Gesetzesentwurf zum neuen Verpackungsgesetz hat am 12.5.2017 den Bundesrat passiert und somit die letzte Hürde auf dem Weg zu seiner Geltung genommen. Ziel des Gesetzes ist es, die Recycling-Quoten bei verschiedenen Arten von Verpackungsmaterialien zu erhöhen sowie das gesamte Abfallaufkommen zu verringern. Im Unterschied zur VerpackungsV gilt nach dem VerpackungsG für Versandhändler eine Pflicht zur Registrierung bei der „Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister“. Ohne diese Registrierung ist eine Beteiligung an einem dualen System nicht mehr möglich. Was sind Verpackungen? Verpackungen im Sinne des Gesetzes sind „aus beliebigen Materialien hergestellte Erzeugnisse zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung oder zur Darbietung von Waren, die vom Rohstoff bis zum Verarbeitungserzeugnis reichen können, vom Hersteller an den Vertreiber oder Endverbraucher weitergegeben werden“. Auch Versandmaterial wie Klebeband, Luftpolster(-umschläge), Füllmaterial etc. ist lizensierungspflichtig. Auch Umverpackungen, die die Bestückung der Verkaufsregale ermöglichen, fallen künftig unter den Begriff „Verpackung“. Dies war unter der VerpackV noch nicht der Fall. Wichtig: Sowohl die Produkt- als auch die Versandverpackung unterfallen dem Gesetz. Hat der Hersteller des Produktes die Produktverpackung lizensiert, muss der Händler nur die Versandverpackung lizensieren. Gerade wenn Waren aus Drittstaaten eingeführt werden, ist dies im Zweifel genau zu überprüfen. Wer ist durch das Gesetz betroffen? Die größte Bedeutung hat das Verpackungsgesetz für die sogenannten „Hersteller“. Diese sind diejenigen Vertreiber, die Verpackungen erstmals gewerbsmäßig in Verkehr bringen, bzw. die Verpackungen gewerbsmäßig in den Geltungsbereich des Gesetzes einführen. Hersteller ist somit auch der Händler, der Waren versandfertig verpackt, also eine Versandverpackung erstmalig in Verkehr bringt. Registrierungspflicht Jeder Händler, der mit Ware befüllte Verkaufs- oder Umpackungen, die beim privaten Endverbraucher anfallen, erstmals gewerbsmäßig in Verkehr bringt, ist verpflichtet, sich vor dem Inverkehrbringen bei der neu eingerichteten „Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister“ zu registrieren. Ohne die Registrierung ist es verboten, systembeteiligungspflichtige Verpackungen in den Verkehr zu bringen. Falls sich ein Inverkehrbringer nach dem Inkrafttreten des Gesetzes noch nicht bei der Zentralen Stelle registriert hat, droht ein Bußgeld von bis zu 200.000 Euro. Vollständigkeitserklärung Bestimmte Hersteller müssen der Zentralen Stelle Verpackungsregister jährlich bis zum 15. Mai eine sogenannte „Vollständigkeitserklärung“ vorlegen, die dort durch einen Sachverständigen geprüft wird. Darin müssen sie sämtliche in diesem Jahr erstmalig in Verkehr gebrachten Verkaufs- und Umverpackungen aufgelistet sein. Allerdings gilt diese Pflicht nur für diejenigen Hersteller, die eine bestimmte Menge systembeteiligungspflichtiger Verpackungen erstmals in Verkehr bringt. Diese Schwellen liegen bei Papier, Pappe und Karton bei mindestens 50.000 kg/Kalenderjahr. Sammlung, Rücknahme und Verwertung Die Systeme sind verpflichtet, im Einzugsgebiet der an ihnen beteiligten Hersteller eine flächendeckende Sammlung aller restentleerten Verpackungen bei den privaten Endverbrauchern (Holsystem) oder in deren Nähe (Bringsystem) oder durch eine Kombination beider Varianten in ausreichender Weise und für den privaten Endverbraucher unentgeltlich sicherzustellen. Aber auch Hersteller und nachfolgende Vertreiber von Transportverpackungen etc. sind verpflichtet, die von ihnen in Verkehr gebrachten am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen Nähe unentgeltlich zurückzunehmen. Diejenigen, die „Letztvertreiber“ sind, müssen jedoch nur solche Verpackungen zurücknehmen, die von tatsächlich von ihnen angebotenen Waren stammen. Sowohl die Systeme als auch die Hersteller, die Verpackungen zurückgenommen haben, müssen diese vorrangig einer Vorbereitung zur Wiederverwendung oder zum Recycling zuführen. Neue Pfand- und Hinweispflichten Hersteller von mit Getränken befüllten Einwegverpackungen verpflichtet, von ihren Abnehmern ein Pfand in Höhe von mindestens 0,25 Euro pro Verpackung zu verlangen. Die Pfandpflicht gilt künftig auch für Frucht- und Gemüsenektare mit Kohlensäure und Mischgetränke mit einem Anteil an Milcherzeugnissen, insbesondere Molke, von mindestens 50 %. Zudem unterliegen Letztvertreiber von Getränkeverpackungen künftig einer Hinweispflicht bezüglich der Verwendung nach der Rücknahme. Vertreiber von Einwegverpackungen müssen darauf hinweisen, dass die Verpackungen nach Rückgabe nicht wiederverwendet werden. Umgekehrt müssen sie bei Mehrwegverpackungen die Wiederverwendbarkeit der Verpackungen hinweisen. Im Versandhandel müssen diese Hinweise in den jeweilig verwendeten Darstellungsmedien gegeben werden. Dementsprechend haben diese neuen Hinweise („Einweg“ oder „Mehrweg“) im E-Commerce auf der jeweiligen Produktseite zu erfolgen. Fazit Zwar gibt es schon länger die VerpackungsV, so dass die Beteiligung an einem dualen System für Online-Händler nichts Neues ist. Das VerpackungsG bringt im Detail aber Änderungen, die unbedingt zu beachten sind. Zu empfehlen ist insbesondere eine frühzeitige Registrierung bei der neu geschaffenen Stelle, da ab 2019 jeder Mitbewerber dort prüfen kann, ob eine Registrierung vorliegt und eine Systembeteiligung ansonsten auch nicht mehr möglich ist. Hierfür ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Verstöße können mit Geldbußen bis zu 200.000 € geahndet werden. Überdies hat vor einigen Jahren die VerpackungsV eine Abmahnwelle ausgelöst. Online-Händler sollten daher auch aus diesem Grund den neuen Pflichten rechtzeitig nachkommen.


  • WM 2018: Vorsicht vor Online-Betrug

    2018-06-12

    Gerade zur Fußball-Weltmeisterschaft schlagen Betrüger in der digitalen Welt mehr und mehr zu. Während eine Vielzahl von Unternehmen das Event dafür nutzt, um ihre Produkte und Dienstleistungen an den Mann zu bringen, nutzen Cyberkriminelle die Gunst der Stunde, um auf den Fußball-Zug aufzuspringen und sich so persönliche Verbraucher-Daten zu erschleichen. Hierbei kann ein erheblicher Schaden entstehen, vor dem man sich präventiv schützen kann. Gewinnspiele Gewinnspiele erfreuen sich nicht erst seit gestern größter Beliebtheit. Gerade zur Zeit der WM nutzen viele Unternehmen die Chance, über Verlosungen mit lukrativen Gewinnen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Vor allem auf sozialen Netzwerken werden diese Gewinnspiele verbreitet und geteilt. Meist sind es die großen und bekannten Namen, die einen tollen Preis versprechen — zumindest vermeintlich. Denn häufig stecken hinter den Gewinnspielen gar nicht die Unternehmen selbst, sondern Kriminelle, die auf diesem Weg Daten abgreifen wollen. Vor allem Adressdaten und E-Mail-Adressen sind eine beliebte Ware. Der attraktive Gewinn existiert dabei meist gar nicht. Prüfe aus diesem Grund mehrfach, ob es sich bei dem Anbieter wirklich um das Unternehmen handelt, das den Preis verspricht, bevor du deine Daten eingibst. Verschaffe dir Klarheit darüber, ob das Gewinnspiel auf der offiziellen Webseite und dem Facebook-Profil des Unternehmens beworben wird oder ob es sich bei dem geteilten Beitrag vielleicht doch um eine Fälschung handelt. Auch eine fehlerhafte Rechtschreibung kann ein Indiz dafür sein, dass hinter dem Gewinnspiel keine reale Gewinnchance, sondern Internetkriminalität steckt. Fake-Shops Von der Weltmeisterschaft profitieren auch Online-Shops, die mit Produkten rund um das Event werben. Insbesondere Elektronikhändler, die das nötige Equipment für die große WM-Party anbieten, erfreuen sich dieser Tage größter Beliebtheit. Deshalb solltest du gerade jetzt besonders darauf achten, ob es sich bei dem Anbieter deiner Wahl um einen seriösen Anbieter handelt oder aber Betrüger hinter der Webseite stecken. Phishing Leider trudeln Tag für Tag zahlreiche Spam- und Phishing-Mails in unseren E-Mail-Postfächern ein. Doch gerade zur WM nimmt die Anzahl der betrügerischen Mails stärker zu. Mit lukrativen Angeboten zu Produkten oder aber der Teilnahme an einem Tipp- oder Gewinnspiel, wirst du per E-Mail dazu aufgefordert, dich auf einer Webseite einzuloggen oder deine persönlichen Daten einzugeben. Diese Mails solltest du ungeöffnet in den Papierkorb wandern lassen. Gefälschte Apps Apps sind ein mobiler und unterhaltsamer Zeitvertreib für deinen Smartphone und werden gerade zur WM-Zeit in hoher Stückzahl angeboten. Doch nicht hinter allen Angeboten steckt ein ungefährlicher Download. Denn was auf den ersten Blick nach Unterhaltung aussehen mag, kann schädliche Software auf deinem Handy installieren. Hier kann es helfen, sich im offiziellen App-Store deines Handys umzusehen und einen genaueren Blick auf die Bewertungen zu werfen. Häufig werden diese Apps auch von einem bekannten Unternehmen angeboten. Versuche hier auf der offiziellen Webseite der Unternehmen zu verifizieren, ob auch wirklich genau der Anbieter dahintersteckt, der draufsteht. Wenn es sich um einen seriösen Anbieter handelt, wird die App über die Webseite beworben werden. Schadsoftware & Viren Gerade beim Herunterladen von Dateien aus dem Netz solltest du besonders aufpassen. Denn insbesondere während der WM tauchen allerlei Betrüger auf, die über Download-Angebote gefährliche Schadsoftware auf deinem Rechner platzieren wollen. Diese sogenannte Malware kann dich und dein Nutzungsverhalten ausspionieren und für erheblichen Schaden sorgen. Die schädlichen Downloads können zum Beispiel unter dem Deckmantel eines harmlos aussehenden Spielplans vorkommen, der über eine Webseite oder soziale Medien angeboten wird. Auch beim Herunterladen von E-Mail-Anhängen solltest du besonders vorsichtig sein und überprüfen, ob du dem Absender vertraust. Wenn du keinen Fernseher zu Hause hast und die Spiele online sehen möchtest, solltest du auch hier auf die offiziellen und seriösen Webseiten zurückgreifen und so möglichem Virenbefall aus dem Weg gehen. Allgemein gilt: Ob WM oder im Alltag, bei Angeboten im Netz ist stets erhöhte Vorsicht geboten. Schau lieber einmal mehr hin, bevor du deine Daten preisgibst oder Dateien aus dem Netz herunterlädst.


  • Alles erledigt? Die DSGVO-Checkliste für den Online-Shop

    2018-04-25

    Ab 25. Mai gilt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) / Die Checkliste hilft Online-Händlern dabei, den Überblick zu behalten, was sie abhaken können und wo sie noch Hand anlegen sollten. – Erstellen oder aktualisieren Sie Ihr Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten Online-Händler müssen den Behörden das Verzeichnis mit aktuellen Daten auf Nachfrage zur Verfügung stellen können. – Finden Sie heraus, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich ist, und führen Sie diese gegebenenfalls durch Die Abschätzung ist vor der Datenverarbeitung nur notwendig, wenn ein potenzielles Risiko für Rechte und Freiheiten Ihrer Kunden besteht. Das trifft auf die meisten Online-Händler nicht zu, doch um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie den Punkt für Ihr Unternehmen abklären. – Passen Sie Ihre Datenschutzerklärung an Für die meisten Online-Shops wird die Datenschutzerklärung durch die neuen Regelungen umfangreicher, da die DSGVO die Transparenz zum Umgang mit Daten für Seitenbesucher erhöht. – Führen Sie einen Reaktionsplan für Datenpannen ein Ein Reaktionsplan hilft Ihnen, im Fall der Fälle, Datenpannen wie vorgeschrieben innerhalb von 72 Stunden den zuständigen Aufsichtsbehörden zu melden. – Aktualisieren Sie Ihre Prozesse zur Wahrung der Betroffenenrechte Die DSGVO stärkt die Rechte von „Betroffenen“, also Ihren Kunden, deren Daten Sie als Händler verarbeiten. So können Kunden beispielsweise eine Bestellhistorie in einem maschinenlesbaren Format einfordern. Das mag in der Praxis nicht oft vorkommen, dennoch sollten Sie sich auf derartige Anfragen technisch und organisatorisch vorbereiten. – Prüfen Sie Ihre Verträge mit Dienstleistern Ob Serverhosting, Newsletter oder Tracking, als Online-Händler arbeiten Sie zumeist mit Dienstleistern zusammen, die personenbezogene Daten erheben. Dafür bedarf es Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung, die den Anforderungen der DSGVO genügen. – Erstellen Sie ein Formular für Auskunftsersuchen Da Sie als Händler Ihren Kunden grundsätzlich alle gespeicherten Daten auf Anfrage zur Verfügung stellen müssen, empfiehlt es sich, ein Formular dafür bereitzustellen, das Kunden bei Ihnen einreichen können, wenn sie zum Beispiel Daten löschen lassen möchten oder eine Auskunft wünschen, welche Daten gespeichert worden sind.


  • Schluss mit Halbwissen - Das solltest Du über die neue Datenschutz-Grundverordnung wissen

    2018-03-07

    Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) tritt am 25. Mai 2018 in Kraft. Die Stiftung Datenschutz und Trusted Shops haben sich gemeinsam den gängigsten Vorurteilen zum Thema Datenerfassung und -verarbeitung angenommen und klären auf: Welche Konsequenzen bringt die Verordnung mit sich und was bedeutet dies für jeden einzelnen? Antworten darauf liefert die Infografik.


  • Safer Internet Day: So wählen Internetnutzer ein sicheres Passwort

    2018-02-01

    Soziale Netzwerke, Einkaufsplattformen oder Online-Shops – für jedes Konto benötigen wir ein Passwort. Umso wichtiger ist es, potenziellen Betrügern das Leben möglichst schwer zu machen. Hierfür gilt es, ein möglichst sicheres Passwort zu wählen. Doch wie kann man ein solches Passwort generieren und – was noch viel wichtiger ist – wie vergesse ich es nicht wieder? Rechtsexperte Dr. Carsten Föhlisch von Trusted Shops gibt anlässlich des Safer Internet Day am 6. Februar wertvolle Tipps: Warum sind sichere Passwörter generell wichtig? Er nennt acht goldene Regeln für sichere Passwörter. Wie kann man sich Passwörter merken? Und wie kann man sich vor Phishing schützen? Warum sind sichere Passwörter generell wichtig? Gelingt es jemandem, das E-Mail-Postfach zu knacken, so erhält der Betrüger Informationen darüber, auf welchen Seiten ein Verbraucher ein Kundenkonto hat. Durch „Passwort vergessen“-Optionen kann sich der Betrüger neue Passwörter zusenden lassen und sich dann auf anderen Websites mit dem Kundenkonto einloggen und zum Beispiel Ware bestellen. Die acht goldenen Regeln für sichere Passwörter

    1. Schreiben Sie Ihre Passwörter niemals auf Papier oder einen Post-it am Bildschirm auf.
    2. Speichern Sie diese nicht unverschlüsselt auf der Festplatte ab.
    3. Geben Sie diese möglichst nicht an öffentlichen PCs (z. B. im Internetcafé) ein.
    4. Versenden Sie Passwörter niemals per E-Mail oder aufgrund einer E-Mail-Anfrage.
    5. Legen Sie bei Sicherheitsabfragen Antworten fest, die auch wirklich nur Sie wissen können. Überlegen Sie, welche Informationen sich über soziale Netzwerke über Sie herausfinden lassen.
    6. Ändern Sie regelmäßig Ihre Passwörter– idealerweise alle 30 Tage.
    7. Wählen Sie als Passwort keine Namen oder Wörter, die im Wörterbuch stehen – auch nicht rückwärts und auch nicht aus anderen Sprachen. Insbesondere das Passwort „Password“ zählt zu den beliebtesten Passwörtern.
    8. Und das Wichtigste: Legen Sie überall ein anderes Passwort fest.

    Wie kann man sich Passwörter merken? Um sich Passwörter zu merken, empfiehlt es sich, diese aus einem einprägsamen Satz abzuleiten, etwa „Lars hat 2 schwarze Hunde und 3 weiße Katzen.“ Reduziert man diesen Satz auf die Anfangsbuchstaben, ergibt das „Lh2sHu3wK“. Zur Erhöhung der Sicherheit kann man Sonderzeichen einbauen, zum Beispiel das „und“ durch „&“ ersetzen – also „Lh2sH&3wK!“. Wie kann man sich vor Phishing schützen? Auch das sicherste Passwort nützt nichts, wenn Verbraucher es freiwillig preisgeben. Hierfür verwenden Betrüger täuschend echt aussehende E-Mails (meist mit einer Bank als Absender) und fordern den Empfänger zur Eingabe seiner Zugangsdaten auf. Verbraucher sollten deshalb nicht auf solche gefälschten E-Mails hereinfallen. So schützen sich Verbraucher effektiv vor Phishing-Angriffen:

    • Machen Sie niemals – weder telefonisch noch per E-Mail – Angaben über Ihre geheimen Zugangsdaten zum Online- oder Telefonbanking (PIN, TAN oder Kontonummer). Kreditinstitute fordern solche Daten nicht von Ihnen ein, schon gar nicht per Telefon oder E-Mail. Ignorieren Sie daher E-Mails, in denen Sie zur Preisgabe vertraulicher Daten aufgefordert werden – auch wenn Ihnen der angezeigte Absender bekannt erscheint.
    • Prüfen Sie, bevor Sie sensible Daten im Internet angeben, immer die Internet-Adresse, die sogenannte URL, auf der Sie gerade sind.
    • Prüfen Sie auch, ob die verschlüsselte Seite ein gültiges Zertifikat hat. Dieses können Sie prüfen, indem Sie auf das Symbol vor der Internetadresse klicken. Als Symbol wird häufig ein Schloss oder auch das Logo der entsprechenden Seite angezeigt.
    • Sollten Sie versehentlich eine zweifelhafte Internetseite besucht und Ihre Daten preisgegeben haben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, sperren Sie ggf. Ihre PIN und die TAN-Nummern. Informieren Sie Ihre Bank auch darüber, wenn Sie eine solche E-Mail erhalten haben.
    • Falls tatsächlich bereits Summen unberechtigt überwiesen worden sind, so wenden Sie sich bitte umgehend an die Polizei.

  • Das Facebook Feed Update - Das müssen Online-Händler wissen!

    2018-01-23

    Mit einem Update gesteht das Online-Netzwerk den sozialen Kontakten seiner Nutzer wieder mehr Bedeutung zu. Das Unternehmen kündigte ein Update für seinen News Feed an, der Beiträgen von Freunden und Familienmitgliedern künftig Vorrang geben soll vor Prominenten, Markenwerbung und Zeitungsartikeln. Was das für Shopbetreiber bedeutet, erklärt Online-Marketing-Experte Daniel Heller von Trusted Shops. Vor ein paar Tagen ließ Mark Zuckerberg in einem Post verlauten, dass sich der Newsfeed bei Facebook wieder einmal ändern wird. Der Fokus: Facebook soll genutzt werden, um den Menschen näher zu sein, die am wichtigsten sind. Die Zeit, die auf Facebook verbracht wird, soll sich gut anfühlen. Denn dafür wurde es erschaffen. Statt Posts von Freunden und Familie, sahen Facebook-Nutzer immer häufiger Posts von Unternehmen und Marken – das soll sich mit dem Feed-Update ändern. Der Facebook CEO will zurück zu den Wurzeln. Die Oberhand der professionellen Facebook-Marketer, die sich durch den Video-Boom und -Präferenz von Facebook gefestigt hat, soll sich also in den kommenden Monaten lösen indem sinnvoller Content bevorzugt wird. Was bedeutet das für Marketer und Shopbetreiber? Content, der keinen Mehrwert hat, wird nicht mehr gezeigt. Verschwindet die Fanpage nun im digitalen Abgrund? Vielleicht. Wer nur Reaktion bei seinen Facebook-Posts generiert, weil Nutzer gebaitet werden sollen, für den könnte die Zukunft nicht sehr rosig aussehen. Diese Bait-Postings kennt jeder, der auf Facebook unterwegs ist:

    • Markiere drei Freunde, die aussehen wie ein Auto
    • Teile den Beitrag, um diesen Mercedes AMG zu gewinnen
    • Like diesen Beitrag, wenn du willst das 2018 ein tolles Jahr wird

    Durch Machine Learning und K.I. sollen diese Art von Posts erkannt und abgewertet werden – vor allem bei Wiederholungstätern. Was tun? Diesem Aufmerksamkeitsdefizit kann durch Content, der Fans und Kunden gefällt und hilft, entgegengewirkt werden.

    • Tutorials, Produkttests oder ein Behind-the-Scenes-Vlog?
    • Was ist die beste Zeit für ein Posting?
    • Wie kann Fans Mehrwert geboten werden?

    Um 2018 relevant zu bleiben, müssen Sie diese Fragen beantworten können! Video bleibt in! Das Video-Format auf Facebook funktioniert und wird auch im Jahr 2018 weiterhin einer der Haupttreiber bleiben, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Trotzdem ändert sich auch hier etwas. Mit dem Update werden Videos von Marken und Influencern bevorzugt, wenn Nutzer aktiv danach suchen – entweder via der Suchfunktion oder die Fanpage direkt aufrufen. Unternehmer, die darauf setzen eine echte Verbindung zu Ihren Fans und Kunden aufzubauen, werden sich auch in Zukunft keine Sorgen um Views machen müssen. Nutzer, die Woche für Woche Videos derselben Creator gucken, werden merken, dass die Videos immer häufiger im Newsfeed erscheinen werden. Fans und Kunden das geben, was sie sehen wollen! Man sollte mit verschiedenen Content-Formaten experimentieren und die Performance der Postings analysieren, um herauszufinden, was am Besten ankommt. Wenn klar ist, was bei der Zielgruppe wie magisch funktioniert, können die jeweiligen Posts beworben werden, um so eine größere Zielgruppe zu erreichen. Die Mischung aus gekonntem Content Marketing und Facebook Werbung ist der Schlüssel, um relevant zu bleiben und weiterhin Umsatz über Facebook zu erwirtschaften.


  • 10 Millionen Verbraucher vertrauen Trusted Shops

    2017-11-14

    Das Kölner Unternehmen hat eine beeindruckende Wegmarke in seiner Geschäftsentwicklung passiert: 10 Millionen Mitglieder in Deutschland! Damit baut das Service-Unternehmen für Online-Shopper und -Händler seine führende Position weiter aus. Trusted Shops schafft Vertrauen – und das zahlen die Online-Shopper in stetig wachsenden Mitgliederzahlen zurück: Mehr als 10 Millionen registrierte Nutzer in Deutschland profitieren mittlerweile vom Leistungsportfolio der E-Commerce-Marke. Eine Mitgliedschaft ist kostenfrei möglich und bietet mit dem sogenannten ‚Käuferschutz‘ eine Grundabsicherung beim Einkauf in den über 25.000 Trusted Shops-zertifizierten Internet-Shops. Damit sinken zwei der wesentlichsten Risiken für Online- Shopper deutlich: Wird ein Artikel nicht geliefert oder bleibt nach Widerruf, Warenrücksendung oder Transportverlust die Rückerstattung aus, kommt Trusted Shops für den materiellen Schaden auf: Im Falle der kostenlosen Mitgliedschaft Trusted Shops Basics bis 100 Euro pro Einkauf, in der Premium-Variante Trusted Shop Plus (9,90 Euro/Jahr) sogar bis 20.000 Euro pro Einkauf. Das Angebot schafft Vertrauen – ein Grundbedürfnis im Internethandel. „E-Commerce ist nach wie vor eine Erfolgsstory und wir sind stolz, dass wir Grundlegendes dazu beisteuern: Vertrauen. Unsere Mitgliedschaft ist für Online-Shopper quasi die Eintrittskarte für ein sicheres Shopping-Vergnügen“, sagt Head of Consumer Business Bastian Kolmsee von Trusted Shops. Seit der Gründung in 1999 hat das Unternehmen im digitalen Handeln zahlreiche Brücken zwischen Online-Shoppern und -Händlern gebaut, um das Einkaufen im Internet sicher und problemlos zu gestalten. Mit Gütesiegel plus Käuferschutz, Bewertungssystem und Feedbacklösungen für Verkäufer einerseits, mit Shop-Zertifizierungen wie dem Trustbadge sowie Käuferschutz für Käufer andererseits sorgt Trusted Shops maßgeblich für mehr Rechtssicherheit auf dem digitalen Marktplatz. „Das Angebot unserer Leistungen ist mit der Bedeutung des Online-Shoppings gewachsen. Mittlerweile verfügen wir ein ganzes Bündel an Maßnahmen und Angeboten, die sich gegenseitig stützen und stärken. Das macht uns zum Anwalt der Interessen von Käufern und Verkäufern im Internet,“ so Kolmsee weiter.


  • "Troll" oder "Scherzkeks"? Trusted Shops typologisiert Fake-Bewerter

    2017-11-01

    Gefälschte Bewertungen – sogenannte Fake-Bewertungen – sind eine der größten Plagen des weltweiten Online-Handels. Sie untergraben nicht nur das Vertrauen der Konsumenten und damit eine wesentliche Grundlage des Online-Shoppings, sondern kosten Unternehmen auch bares Geld – wenn beispielsweise eine gefälschte Bewertung potentielle Kunden vom Kauf abhält. Wie ist hierzulande der Status Quo von Fake-Bewertungen? Welcher Typ Mensch neigt dazu, gefälschte Bewertungen im Internet zu hinterlassen? Eine Umfrage von Trusted Shops gibt Aufschluss. In Deutschland bewegen wir uns mit Blick auf Fake-Bewertungen noch auf einem recht niedrigen Niveau: Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag von Trusted Shops unter mehr als 2.000 Teilnehmern geben nur drei Prozent der Befragten an, dass sie schon einmal eine Fake-Bewertung im Internet verfasst haben. Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft könnte jedoch die Zahl der gefälschten Bewertungen in bemerkenswerter Weise zunehmen – frei nach der Devise „Wo viel gekauft wird, wird auch viel bewertet“. So gehen vier Prozent der befragten Personen laut YouGov-Umfrage davon aus, dass sie zur Weihnachtszeit eine Fake-Bewertung schreiben werden. Immerhin 10 Prozent der Befragten sind noch unentschlossen, ob sie das konsumfreudige Treiben in den Wochen vor den Festtagen mit Fake-Bewertungen begleiten werden oder nicht. Trolle an der Spitze der „Fake-Hitliste“ Was sind die Motive dieser Menschen, die gerade über Fake-Bewertungen hart gegen das etablierte Bewertungssystem angehen? Um sich dem Phänomen anzunähern, hat Trusted Enterprise auf Basis seiner Expertise im Management von Kundenbewertungen vier Typen von Fake-Bewertern ausgemacht und bewusst überspitzt in „Ego-Pimper“, „Digital-Rambos“, „Scherzkekse“ und „Trolle“ differenziert. Diese Typen wurden im Rahmen der YouGov- Umfrage auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Trolle werden mit Abstand als häufigste Verursacher (35 Prozent) von gefälschten Bewertungen für Dienstleistungen und Produkte genannt. Auf Platz zwei „kämpfen“ sich die Digital-Rambos (26 Prozent). Mit 20 Prozent folgen Ego-Pimper, knapp vor den Scherzkeksen (19 Prozent). Dem Fake-Problem mit KI Einhalt gebieten Verbraucher und Unternehmen sind Fake-Bewertungen nicht schutzlos ausgeliefert. Es gibt Möglichkeiten dagegen anzugehen. Da bei vielen Shops in Spitzenzeiten stündlich Tausende von Feedbacks eingehen, ist eine Prüfung der Bewertungen manuell nicht mehr zu stemmen. „Trusted Enterprise setzt bei der Validierung von Bewertungen unter anderem auf Künstliche Intelligenz (KI). Sie hilft uns dabei, gefälschte Bewertungen zu identifizieren“, kommentiert Daniel Feyler, KI-Experte bei Trusted Enterprise. „Doch Künstliche Intelligenz kann noch viel mehr: Mit ihr können die Meinungen zahlloser Kunden auf zentrale Kernaussagen komprimiert werden. Auf deren Basis können Unternehmen bessere Entscheidungen treffen.“


  • Neues EU-Datenschutzrecht: So versteht es jedermann

    2017-10-19

    Gesetzestexte sind nicht gerade dafür bekannt leicht verständlich zu sein. Insbesondere dann nicht, wenn es sich um europaweites Datenschutzrecht handelt. Allerdings schützt Unwissenheit vor Strafe nicht! Für jeden gelten ab 1. Mai 2018 die neuen Bestimmungen. Wer sich nicht daran hält, muss sich gegebenenfalls auf empfindliche Geldstrafen einstellen. Um das zu verhindern, hat Trusted Shops die neue Datenschutz-Grundverordnung für jedermann verständlich in Form von zehn Geboten aufbereitet. Die 10 Gebote der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) 1. Gebot: Was geschrieben steht, sollst Du befolgen Im E-Commerce gelten die 10 Gebote aufgrund der intensiven Datenverarbeitung für alle Unternehmen, egal wie groß oder klein sie sind. 2. Gebot: Du sollst Zeugnis über Deine Taten ablegen Du musst die Einhaltung der Anforderung der DS-GVO jederzeit nachweisen können. Du bist daher verpflichtet, ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten zu führen. 3. Gebot: Du sollst schätzen, welche Gefahr Dein Handeln birgt Rechte und Freiheiten Betroffener dürfen durch die Datenverarbeitung nicht gefährdet werden. Die automatisierte, systematische und umfassende Datenerfassung birgt Risiken, die Du in einer „Datenschutzfolgeabschätzung“ darstellen musst. 4. Gebot: Du sollst tun, was zum Schutz getan werden muss Du musst Datenschutzverletzungen durch den geeigneten Einsatz von technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM) vermeiden. Sollte es doch zu Verletzungen kommen, müssen diese binnen 72 Stunden gemeldet werden. 5. Gebot: Du sollst Deine Verträge sorgsam schließen Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung werden ausführlicher und müssen den Einsatz von Subunternehmen enthalten, zum Beispiel beim Einsatz von Analysetools und beim Webhosting. 6. Gebot: Du sollst den Willen anderer achten Die Datenverarbeitung ist zulässig, wenn eine Einwilligung vorliegt. Die Anforderungen an diese Einwilligung werden verschärft: Unter anderem beträgt das Mindestalter 16 Jahre. 7. Gebot: Du sollst Dich gründlich erklären Mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung entstehen zusätzliche Informationspflichten. Unter anderem muss die Datenschutzerklärung detaillierter erfolgen. 8. Gebot: Du sollst den Menschen lassen, was ihres ist Die Menschen, deren Daten verarbeitet werden, haben das Recht, diese zu einem anderen Anbieter, Dienstleister oder einer anderen Plattform „mitnehmen“ zu können. Um das zu gewährleisten, musst Du für die „Portabilität“ der Daten sorgen. 9. Gebot: Du sollst zum Wohl der Menschen Deine Speicher leeren Menschen können verlangen, dass ihre Daten vollständig gelöscht werden, wenn sie ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung widerrufen, die Speicherung der Daten nicht mehr notwendig ist, die Daten unrechtmäßig verarbeitet wurden oder eine Rechtspflicht zum Löschen nach EU- oder nationalem Recht besteht. Dies wird mit dem „Recht auf Vergessenwerden“ bezeichnet. 10. Gebot: Du sollst wissen, welche Buße Dir auferlegt werden kann Bei Verstößen drohen nach neuem Recht Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder von bis zu 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes.


  • Trusted Shops und eBay schützen eBay-Verkäufer gemeinsam vor Abmahnungen

    2017-09-07

    Kostenfreie Integration des Service-Pakets „Abmahnschutz Basic“ in alle eBay Shop-Abonnements / Rechtstexte-Generator erlaubt einfache und schnelle Erstellung von rechtssicheren Texten für den eBay Shop Abmahnungen, insbesondere missbräuchliche, sind für viele Online-Händler ein brisantes und kostspieliges Thema. Laut einer Studie von Trusted Shops aus dem vergangenen Jahr empfindet jeder zweite Händler Abmahnungen als existenzbedrohend. Im aktuellen Marktplatz-KIX von ECC Köln und eBay gaben acht von zehn Online-Marktplatzhändlern an, dass sie sich von der kommenden Bundesregierung einen besseren Schutz vor missbräuchlichen Abmahnungen wünschen. Durch eine neue Kooperation wollen Trusted Shops und eBay Online-Händlern gemeinsam dabei helfen, abmahnsichere Texte zu erstellen und in den Shop einzubinden, um besser vor Abmahnungen geschützt zu sein. Die Kooperation beinhaltet die kostenfreie Integration des Service-Pakets „Abmahnschutz Basic“ in alle eBay Shop-Abonnements. Ein wesentlicher Bestandteil des Pakets ist ein Rechtstexte-Generator von Trusted Shops, mit dem eBay-Händler einfach und schnell rechtssichere Texte für das Impressum, die Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung und AGB für den deutschen Markt erstellen können. Für die Erstellung der Texte beantwortet der Nutzer im Rechtstexte-Generator Fragen und wird darüber hinaus mit Hilfetexten unterstützt.   Weitere Bestandteile des Pakets „Abmahnschutz Basic“ sind: Haftungsübernahme: Trusted Shops übernimmt die volle Haftung für alle generierten Rechtstexte. Guide und E-Mail-Support: Bei Fragen zu den generierten Rechtstexten oder deren Integration steht ein Ansprechpartner via E-Mail zur Verfügung. Update-Service via E-Mail: Bei Änderungen durch neue Gesetze, Rechtsprechung, Abmahnungen etc. erfolgt eine Benachrichtigung per E-Mail, inklusive konkreter Anweisungen, welche Texte geändert werden müssen. „Unternehmen müssen sich voll und ganz auf ihr Geschäft konzentrieren können. Dafür behalten wir als Partner seit über 15 Jahren national und international die Rechtslage im Auge und Abmahnungen auf Abstand“, erklärt Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Rechtsabteilung von Trusted Shops. „Aus Gesprächen mit unseren Händlern wissen wir, dass die laufende Pflege der Rechtstexte oft einen großen Zeitaufwand einfordert“, erklärt Denis Burger, Senior Director Seller Growth eBay Germany. „Gemeinsam mit Trusted Shops möchten wir den eBay-Händlern diesen Aufwand abnehmen, so dass sie sich voll auf das Wachstum ihres Shops konzentrieren können. Die rechtliche Seite des Verkaufens bei eBay soll so einfach wie möglich sein“, so Burger weiter. Das Paket „Abmahnschutz Basic“ wird eBay-Händlern noch im September zur Verfügung stehen.


  • Trusted Shops erweitert Partnernetzwerk - Zusammenarbeit mit Mastercard vereinbart

    2017-07-14

    Trusted Shops und Mastercard setzen auf eine engere Zusammenarbeit. Im Rahmen der Kooperation wird Masterpass auf Einhaltung der Trusted Shops Richtlinien als neuer Authorized Partner zertifiziert. „Wir freuen uns mit Mastercard, dem schnellsten Zahlungsabwicklungsnetzwerk der Welt, zusammen zu arbeiten“, sagt Vanessa Kupke, Head of Partner Management bei Trusted Shops und ergänzt: „Der digitale Wandel bringt Innovationen im bargeldlosen Zahlungsverkehr sowie mehr Sicherheit für Handel und Verbraucher mit sich. Mastercard möchte Firmen bei ihren Wachstumsprozessen unterstützen und sichere, einfache elektronische Zahlungsformen bereitstellen.“ Als Technologieunternehmen möchte Mastercard mit verschiedenen Bezahllösungen auf die individuellen Bedürfnisse der Verbraucher in ihrer Lebenswelt eingehen. Sichere digitale Innovationen bilden daher den Kern der Firmenstrategie. „Unternehmen benötigen eine Lösung für den Verkauf von Waren und Serviceleistungen, bei der sie sich keine Gedanken über den Standort ihrer Kunden machen müssen“, erklärt David Klemm, Vice President Business Development Mastercard, und fügt hinzu: „Wir freuen uns, diese Zukunft mit unserer Innovationskraft und Trusted Shops als Partner weiter aktiv zu gestalten.“


  • Gebühren für Zahlungsmittel - Was man darf und was nicht!

    2017-07-12

    Auch nach der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie ist es möglich, Zuschläge für bestimmte Zahlungsarten zu verlangen. Die Zulässigkeit solcher Zuschläge ist jedoch an gewisse Voraussetzungen gebunden. Worauf kommt es dabei an? Wie hoch dürfen die Gebühren sein? Diese und andere Fragen werden von Rechtsexpertin Tanya Stariradeff beantwortet. Voraussetzungen für Zahlartgebühren Ein Shopbetreiber kann gem. § 312a Abs. 4 BGB unter zwei Voraussetzungen Zuschläge für die Verwendung bestimmter Zahlungsarten verlangen: Es muss eine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsart angeboten werden. Der vereinbarte Zuschlag für die Zahlungsart darf nicht über diejenigen Kosten hinausgehen, die durch die Nutzung dieses Zahlungsmittels entstehen. Die Frage, welche Zahlungsmittel diese Bedingungen erfüllen, ist jedoch nicht einfach zu beantworten. Mehrere Gerichtsentscheidungen haben sich inzwischen mit diesem Thema beschäftigt. Welche Zahlungsmittel sind gängig? Ein Zahlungsmittel ist gängig, wenn es unter den Verbrauchern weit verbreitet ist. Diese Voraussetzung erfüllen jedenfalls die Barzahlung, die Überweisung, der Kauf auf Rechnung, die Lastschrift oder verbreitete Kreditkarten. Mehrere Urteile betreffen die Frage, ob bestimmte Arten von Kreditkarten gängig sind. Für folgende Kreditkarten wurde entschieden, dass sie diesen Anforderungen nicht genügen: – Visa Entropay (LG Berlin, Urt. .v. 12.1.2016 – 15 O 557/14 und LG Hamburg, Urt. v. 1.10.2015 – 327 O 166/15) – Visa Electron und MasterCard Gold (LG Leipzig, Urt. v. 14.7.2015 – 05 O 3326/14) – Viabuy Prepaid MasterCard (LG Hamburg, Urt. v. 18.11.2016 – 315 O 28/16). Welche Zahlungsmittel sind zumutbar? Ob ein Zahlungsmittel zumutbar ist, hängt vor allem von der Frage ab, ob seine Verwendung für den Verbraucher Mehraufwand bedeutet oder ob z.B. Sicherheitsaspekte dagegen sprechen. Nicht zumutbar sind die Kreditkartensysteme Visa Electron und „fluege.de MasterCard Gold“ (LG Dresden, Urt. v. 3.2.2015 – 14 U 1489/14). Hier kann nicht von einem zumutbaren Aufwand für den Verbraucher ausgegangen werden, da entweder zuvor eine Prapaid-Karte aufgeladen werden muss oder überhaupt erst der Abschluss eines gesonderten Kreditkartenvertrags notwendig ist. Nicht abschließend geklärt ist jedoch, ob die Sofortüberweisung diese Voraussetzung erfüllt. Die erste Instanz (LG Frankfurt a.M., Urt. v. 24.6.2015 – 2-06 O 458/14) stufte die Sofortüberweisung ausdrücklich als gängige, aber nicht zumutbare Zahlungsart ein. Der Grund hierfür war, dass der Verbraucher einem Dritten seine Kontozugangsdaten zur Verfügung stellen muss. Der Kunde könne nicht gezwungen werden, seine Finanzdaten einem Sicherheits- oder Missbrauchsrisiko auszusetzen. Dieser Einschätzung widersprach jedoch das OLG Frankfurt (Urt. v. 24.8.2016 – 11 U 123/15). Das Gericht hat festgestellt, dass keine konkreten Missbrauchsrisiken bestünden. Allgemeine Missbrauchsrisiken reichen nach Auffassung des Gerichts jedenfalls nicht, denn diesen seien Verbraucher im Internet generell ausgesetzt. Allerdings ist das letzte Wort in dieser Frage noch nicht gesprochen, denn die Revision wurde zugelassen und damit ist zu erwarten, dass sich der BGH mit dieser Frage beschäftigen wird. Höhe der Gebühren Die Höhe der Gebühren, die für die Nutzung des Zahlungsmittels erhoben werden dürfen, darf nicht höher sein als die Kosten, die dadurch auch tatsächlich entstehen. Auch zu dieser Frage sind bereits mehrere Urteile ergangen. So wurde bereits entschieden, dass Kreditkartengebühren i. H. v. 5 % nicht den Kosten des Zahlungsdienstleisters entsprächen (LG Berlin, Urt. v. 12.1.2016 – 15 O 557/14). Der Kläger hatte hier vorgetragen, dass bei Zahlungen per Kreditkarte maximal 0,8 % bis 2,5 % als Gebühr anfielen. Auch eine Kreditkartengebühr i. H. v. 9,90 € wurde als unzulässig erachtet (LG Leipzig, Urt. v. 14.7.2015 – 05 O 3326/14). In einem anderen Fall wurde eine „Zahlungspauschale“ i. H. v. 7 € erhoben, die konkret 15 % des Gesamtpreises ausmachten (LG Aschaffenburg, Urt. v. 13.7.2016 – 1 HK O 66/15). In allen Fällen konnten die Beklagten nicht beweisen, dass die von ihnen geforderten Kosten tatsächlich entstanden sind. Verbot von Zahlartgebühren ab Januar 2018 Allerdings wird sich das Thema ab Januar 2018 für bestimmte Zahlungen erledigen, denn der Deutsche Bundestag hat am 1. Juni 2017 das „Gesetz zur Umsetzung der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie“ beschlossen. Danach dürfen Händler in Zukunft keine gesonderten Gebühren für Kartenzahlungen, Überweisungen oder Lastschriften verlangen. Das Gesetz tritt allerdings erst zum 13. Januar 2018 in Kraft. Tipp: Wenn Gebühren für bestimmte Zahlungsarten verlangt werden, muss mindestens eine kostenlose und zumutbare Zahlungsart angeboten werden. Im Zweifel muss der Shopbetreiber beweisen, dass die Höhe der Gebühren den tatsächlich entstandenen Kosten entspricht. Hier ergibt es Sinn, bestimmte Zahlungspauschalen nicht als Zahlartgebühren zu erheben, sondern zuvor in den Kaufpreis einzupreisen – dann ist man auch über den 18. Januar 2018 hinaus auf der sicheren Seite.


  • Ferienzeit genießen: So können Shopbetreiber sorglos in den Urlaub

    2017-07-10

    Das Internet kennt keine Öffnungszeiten, Online-Shopping ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Aber irgendwann fahren selbst Online-Händler mal in den Urlaub – und die meisten Kunden haben Verständnis dafür. Trusted Shops erläutert, was Shopbetreiber beachten sollten, damit die wohlverdiente Erholung nicht schon am ersten Tag nach dem Urlaub direkt wieder verflogen ist. 1. Den Online-Shop nicht komplett schließen, denn durch die Umstellung auf den „Wartungsmodus“ zum Beispiel verschwindet der Online-Shop vollständig von der Bildfläche und auch die mühsam erkämpften Rankings bei Suchmaschinen brechen durch die nicht mehr verfügbaren Inhalte schnell ein. 2. Ideal: Installation einer Vertretung. Das kann der Bekannte sein, der gerade etwas Luft hat, oder ein Student. So können Verzögerungen in der Kommunikation und im Versand reduziert werden. 3. Wichtig: Rechtzeitige Kommunikation, dass man im Urlaub ist. Mindestens 14 Tage vorher und gut sichtbar: Auf der Startseite, in einem Störer und während der Bestellung bei jedem Produkt. 4. Überprüfung, dass die veränderten Lieferfristen an allen Stellen im Online- Shop stimmen. Checken der automatischen Bestellbestätigung, der E-Mail-Signatur und der AGB. 5. Anreize schaffen, um mögliche Umsatzeinbußen abzufangen, z.B. mit einem Sommerferien-Rabatt oder kostenloser Lieferung bei Bestellungen bis zum Urlaubsende. Extra-Tipp: Online-Marktplätze Der Hinweis, dass man Urlaub macht und sich die Lieferzeiten verändern, genügt nicht, wenn die Online-Plattform die Lieferzeitangabe in der Artikelbeschreibung weiterhin automatisch und davon abweichend einblendet. Notfalls sollte man die Angebote für die Urlaubszeit aus den Online-Marktplätzen entfernen.


  • Versandkosten beim Widerruf - Wer zahlt was?

    2017-07-06

    Im Rahmen des Widerrufsrechts müssen die erhaltenen Leistungen zurückerstattet werden. Doch gilt das auch für die Hin- und Rücksendekosten? Was ist mit Expresszuschlägen? Und kann der Verbraucher verpflichtet werden, Retourenscheine zu nutzen? Hinsendekosten Die Hinsendekosten sind die Versandkosten, die der Verbraucher im Rahmen der Bestellung bezahlt hat. Diese müssen grundsätzlich zurückerstattet werden und können dem Verbraucher nicht auferlegt werden. Ausnahmen bestehen nur bei Expresszuschlägen und beim Teilwiderruf: a) Expresszuschläge Wenn der Verbraucher aktiv eine andere Versandart als die günstigste vom Händler angebotene Versandart gewählt hat, zum Beispiel einen teureren Expressversand, so müssen dem Verbraucher lediglich die Kosten zurückerstattet werden, die beim günstigsten Standardversand entstanden wären. Beispiel: Der Verbraucher entscheidet sich für einen Expressversand für 15 Euro. Der günstigste Standardversand würde 5 Euro kosten. Es müssen dann lediglich 5 Euro zurückerstattet werden, die 10 Euro Differenz bezahlt der Verbraucher. Voraussetzung ist hier allerdings, dass der günstigste Standardversand zumutbar ist. Das bedeutet, dass dem Verbraucher die Differenz zum teureren Versand dann nicht auferlegt werden kann, wenn der günstigste Versand zum Beispiel unangemessen längere Lieferzeiten aufweist. b) Teilwiderruf Widerruft ein Kunde nur einen Teil seiner Bestellung und behält zum Beispiel von fünf zugesendeten Produkten nur zwei, handelt es sich um einen so genannten Teilwiderruf. Hier ist bei der Tragung der Rücksendekosten zu differenzieren: Als Faustformel gilt: Dem Verbraucher müssen diejenigen Hinsendekosten nicht zurückerstattet werden, die für den Teil der Bestellung angefallen wären, den er nicht widerrufen hat. Das bedeutet, dass der Verbraucher bei einer Versandkostenpauschale nicht etwa einen Anteil der Hinsendekosten zurückerstattet bekommen muss, da diese Kosten für ihn ohnehin angefallen wären. Bei einer Versandkostenstaffelung muss dem Verbraucher aber unter Umständen ein Teil der Hinversandkosten zurückerstattet werden. Denkbare Beispiele betreffen vor allem Versandkostenstaffelungen nach Gewicht, wenn die Bestellung, die der Kunde behält, durch den Teilwiderruf in eine günstigere Gewichtsklasse rutscht. Dann muss dem Verbraucher die entsprechende Differenz zurückerstattet werden, sodass er nur den Teil der Hinsendekosten trägt, die für die verbleibende Bestellung angefallen wären. Der umgekehrte Fall betrifft die nachträgliche Auferlegung von Hinsendekosten, wenn durch den Teilwiderruf eine Versandkostenfreigrenze unterschritten wird. Beispiel: Die Versandkostenfreigrenze beträgt 50 Euro. Der Verbraucher bestellt 2 Artikel à 30 Euro und widerruft anschließend einen dieser Artikel. Mit dem verbliebenen Artikel wäre der Verbraucher unter der Versandkostenfreigrenze und hätte entsprechend Versandkosten bezahlen müssen. Die Hinsendekosten können dem Verbraucher hier nachträglich auferlegt werden. Allerdings muss hierzu in der Widerrufsbelehrung selbst, in den AGB und bei den Versandkosten über diese Regelung informiert werden und es muss im Bestellprozess eine ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers eingeholt werden. Die saubere Gestaltung ist in diesem Fall zugleich wichtig und schwierig, sodass eine solche Gestaltung nicht ohne anwaltliche Beratung zu empfehlen ist. Rücksendekosten Mit den Rücksendekosten sind die Kosten gemeint, die für die Rücksendung der Ware vom Verbraucher an den Händler im Rahmen des Widerrufsrechts anfallen. Diese Kosten sind nach der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie grundsätzlich vom Verbraucher zu tragen. Ausnahmen bestehen dann, wenn der Händler die Kosten freiwillig übernimmt oder es versäumt, über die Tragung der Rücksendekosten zu informieren. Besonderheit: Nicht paketversandfähige Ware Bei nicht paketversandfähiger Ware muss der Verbraucher über die konkrete Höhe der Rückversandkosten informiert werden. Die Musterwiderrufsbelehrung sieht auch die Möglichkeit vor, einen Höchstbetrag zu schätzen, soweit die Kosten der Rücksendung vernünftigerweise nicht im Voraus berechnet werden können. Frieder Schelle ist Wirtschaftsjurist und seit 2011 für Trusted Shops im Bereich Audit & Legal tätig. Er war verantwortlich für die Entwicklung rechtlicher Dokumente im Rahmen der Auditierung Schweizer Onlineshops und für die Betreuung deutscher und britischer Shops im Auditprozess. Seit 2014 ist Frieder im Bereich Legal Expert Services als Consultant tätig und betreut Rechtsberatungsprojekte und die Trusted Shops Abmahnschutzpakete. Frieder Schelle beschäftigt sich seit 2008 intensiv mit den Themenfeldern Wettbewerbs- und Medienrecht. Retourenscheine Retourenscheine sind eine clevere Möglichkeit, die Retouren im Rahmen des Widerrufs effizienter zu gestalten: Die Retouren sind direkt richtig adressiert, die Bestellungen können einfacher zugeordnet werden und die Kosten der Rücksendekosten sinken. Nun die schlechte Nachricht: Der Kunde kann nicht verpflichtet werden, angebotene Retourenscheine zu nutzen. Allerdings kann im Rahmen der Widerrufsbelehrung die Tragung der Rücksendekosten so gestaltet werden, dass der Verbraucher die unmittelbaren Kosten der Rücksendekosten trägt, es sei denn, er nutzt den angebotenen Retourenschein. Der TIPP: Die Kosten der Rücksendung sind grundsätzlich vom Verbraucher zu tragen, wenn er zutreffend darüber informiert wurde. Es wird empfohlen, die Muster-Widerrufsbelehrung nach Möglichkeit unverändert zu nutzen.


  • Lieferzeitangaben: Auf diese Formulierungen sollte besser verzichtet werden!

    2017-05-18

    Die Angabe von Lieferzeiten stellt Onlinehändler immer wieder vor große Herausforderungen. Was ist hier zulässig? Welche Formulierungen sollten vermieden werden? Trusted Shops liefert einen aktuellen Überblick zur Rechtsprechung und zeigt die größten Fallstricke bei der Angabe von Lieferzeiten auf. Angabe eines konkreten Liefertermins? Seit der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie im Juni 2014 ist vor Abgabe der Bestellung klar und verständlich der „Termin, bis zu dem der Unternehmer die Waren liefern oder die Dienstleistung erbringen muss“ anzugeben. Auch wenn der Wortlaut etwas Anderes vermuten lässt: Die Angabe eines konkreten Lieferdatums ist nicht erforderlich. Wie bisher genügt auch die Angabe eines Zeitraumes z.B. in Tagen. Neu ist allerdings, dass in jedem Fall Lieferzeitangaben gemacht werden müssen. Nach altem Recht waren konkrete Lieferzeiten dann entbehrlich, wenn die Ware sofort lieferbar war (BGH, Urteil v. 07.04.2005, I ZR 314/02) Grundsatz: Lieferzeiten müssen stimmen Der Händler ist angehalten, dass Lieferzeiten stets aktuell sind, andernfalls kann eine Irreführung des Verbrauchers vorliegen. So untersagte es das LG Lüneburg einem Händler, mit „Lieferfrist 2-4 Werktage“ werben, obwohl dieser bereits wusste, dass er die Lieferzeit nicht einhalten kann (LG Lüneburg, Urteil v. 21.01.2016, 7 O 88/15) Stolpersteine bei Lieferzeitangaben Viele Händler versuchen, ihre Lieferzeiten durch Relativierungen möglichst offen zu halten, um etwaige Verspätungen im Versand und bei der Postlaufzeit wieder auszugleichen. Hierbei kommt es allerdings auf den genauen Wortlaut an. Viele Relativierungen von Lieferzeiten wurden von Gerichten bereits für unzulässig erklärt. Die größten Abmahnfallen: „Versandfertig in…“ Bloße Angaben, ab welchem Zeitpunkt eine Ware verfügbar oder versandfertig ist, sind nicht ausreichend. Die Lieferzeit umfasst den Zeitraum bis zum Erhalt der Ware, sodass die Postlaufzeit des Paketes nicht ausgeklammert werden kann. Dies stellt auch die für den Verbraucher relevante Angabe dar. Lieferzeit „auf Anfrage“ Das OLG Hamm urteilte 2009, dass der Hinweis „Lieferzeit auf Anfrage“ nicht ausreiche, wenn die Lieferbarkeit der Ware an sich in Frage steht (OLG Hamm, Urteil v. 17.03.2009, 4 U 167/08). Auch sind seit 2014 für alle angebotenen Produkte Lieferfristen anzugeben. Die Möglichkeit, diese beim Händler zu erfragen, genügt hier nicht „Lieferzeiten sind unverbindlich“ AGB-Klauseln, welche die genannten Lieferzeiten als unverbindlich darstellen, sind ebenfalls zu vermeiden. Die Klausel „Angaben über die Lieferfristen sind unverbindlich, soweit nicht ausnahmsweise der Liefertermin verbindlich und schriftlich zugesagt wurde“ ist unzulässig, da die Lieferzeit offengehalten wird. Dies benachteilige den Verbraucher unangemessen (OLG Frankfurt a.M., Urteil v. 9.3.2005, 2-02 O 341/04 und Urteil v. 10.11.2005, 1 U 127/05). Auch die folgende Klausel wurde als unzulässig gewertet (OLG Hamm, Urteil v. 18.09.2012, I-4 U 105/12): „Angegebene Lieferfristen stellen nur einen Richtwert dar und gelten daher nur als annähernd vereinbart (Zirka-Fristen).“ Man kann sich nicht der Angabe eines Liefertermins entziehen, indem behauptet wird, die angegebene Lieferfrist sei unverbindlich oder ein bloßer Richtwert Lieferzeiten „in der Regel“ Bereits 2009 wurde die Klausel „in der Regel 1-2 Werktage bei DHL-Versand“ abgemahnt und vom OLG Bremen (Beschluss v. 08.09.2009, 2 W 55/09) als Verstoß gegen das Bestimmtheitsgebot für unzulässig erklärt. Das Gericht begründete dies damit, dass keine Endfrist angegeben und der Verbraucher daher nicht darüber im Klaren sei, wie lange er höchstens auf seine Bestellung warten muss. Auch das KG Berlin (Beschluss v. 03.04.2007, 5 W 73/07) wertete „in der Regel“-Lieferzeiten als unzulässig „Voraussichtliche“ Lieferzeiten Bei voraussichtlichen Lieferzeiten handelt es sich um eine nicht hinreichend bestimmte Frist für die Leistungserbringung. Da die Frist zu unbestimmt sei, wurde der Zusatz „voraussichtlich“ von dem OLG Bremen (Urteil v. 05.10.2012, 2 U 49/12) als unzulässig gewertet. Durch den relativierenden Zusatz „voraussichtlich“ könne der Kunde nicht zuverlässig einschätzen, wann die Voraussetzungen der Fälligkeit (und damit die Möglichkeit, den Verkäufer in Verzug zu setzen) gegeben sind. Tipp Auf die oben dargestellten Klauseln sollten besser verzichtet werden. Anders verhält es sich allerdings mit Zirka-Lieferzeiten (z.B. „Lieferzeit ca. 3 Tage“). Diese wurden von der Rechtsprechung ausdrücklich für zulässig gehalten, da sich die Lieferzeit hier nach dem Verständnis des Kunden hinreichend zuverlässig eingrenzen lässt (so OLG Bremen, Beschluss vom 18.05.2009 – 2 U 42/09 und Urteil v. 05.10.2012, 2 U 49/12). Die Lieferzeit sei im Wesentlichen festgelegt und von dem mitgeteilten Zeitrahmen dürfe nur in einem geringfügigen Maße abgewichen werden. Die Zulässigkeit von ca.-Lieferzeiten wurde übrigens auch bereits zur neuen Rechtslage bestätigt (OLG München, Beschluss v. 8.10.2014, 29 W 1935/14). Alternativ ist es auch möglich, eine Relativierung durch Angabe einer Höchstfrist zu begrenzen, sodass der Verbraucher weiß, wann er spätestens mit der bestellten Ware rechnen kann. Auch die Angabe einer Zeitspanne wie z.B. „Lieferzeit: 3 – 5 Tage“ ist denkbar. Um auf Nummer sicher zu gehen will, sollte auf jede Relativierung der genannten Lieferzeiten verzichtet werden.


  • Trusted Shops-Check: Die Online-Parteienshops sind für die heiße Phase des Wahlkampfs gerüstet wie noch nie

    2017-05-11

    In drei Tagen laufen in Nordrhein-Westfalen (NRW) die Wahlurnen heiß. Der Urnengang im bevölkerungsreichsten Bundsland gilt als Vorbote für die Bundestagswahl im September. Bereits auf Hochtouren laufen auch die Online-Shops der Parteien: Es gilt, die eigenen Anhänger für den Wahlkampf mit den passenden Partei-Utensilien wie T-Shirts, Fahnen & Co. zu versorgen. Im Vorfeld der NRW- und der Bundestagswahl 2017 hat Trusted Shops die Online-Parteienshops wie im jahr 2013 wieder genauer unter die Lupe genommen. Zentrale Erkenntnis: Die Shops sind für die heiße Wahlkampfphase und den Shopping- Ansturm der Partei-Anhänger so gut gerüstet wie noch nie. Das sah vor vier Jahren noch ganz anders aus. Datenschutz und Sicherheit mangelhaft Zur Bundestagswahl 2013 unterzog Trusted Shops die Parteienshops einer gründlichen Prüfung. Im damaligen Test konnte keiner der Shops ein positives Resultat erzielen, ausnahmslos alle wiesen erhebliche Mängel auf. Es lagen Verletzungen gegen das Telemediengesetz, Bundesdatenschutzgesetz sowie gegen mehrere Paragraphen des Bundesgesetzbuchs (BGB) vor. Als Spitzenreiter der Mängelliste erwies sich die SPD, die die Kontodaten der Käufer unverschlüsselt übertrug – ein grober Vertoß gegen das Datenschutzgesetz. Parteienshops haben ihre Lektion gelernt und massiv nachjustiert An den E-Commerce werden besondere Anforderungen in puncto Datensicherheit und Kostentransparenz gestellt, die selbstverständlich auch für die Online-Angebote der großen deutschen Parteien gelten. Von Trusted Shops in diesem Jahr einer eingehenden Prüfung unterzogen wurden die Shops der SPD, der CDU, der FDP, der CSU, der Linken, der AfD und der Piraten. Der Shop der Grünen ist nur Mitgliedern vorbehalten, dementsprechend einer Prüfung nicht zugänglich. Insgesamt schnitten die Shops über alle Untersuchungskriterien hinweg deutlich besser ab als noch vor vier Jahren. Insbesondere die positiven Ergebnisse der Parteien-Shops zu hochsensiblen Themen wie Datenschutz, Sicherheit und Widerruf stechen hervor. Trusted Shops hat Repräsentanten der großen Volksparteien CDU und SPD um ihre Einschätzung der Ergebnisse gebeten: Dr. Stefan Hennewig, Bereichsleiter Kampagne und Marketing, CDU: „Der Online-Shop der CDU ist schon seit Jahren neben dem öffentlichen Internetangebot CDU.de und dem Mitgliedernetz CDUplus ein zentraler Baustein in der digitalen Infrastruktur der CDU Deutschlands. Wie bei allen Internetangeboten legt die CDU großen Wert auf gute Usability und rechtskonforme Programmierung.“ Jan Almstedt, Abteilungsleiter Kommunikation SPD-Parteivorstand: „Das gute Testergebnis motiviert uns, noch besser zu werden: die richtigen Produkte, gute Preise, schnelle Abwicklung und Datensicherheit. Denn wir verstehen uns als Dienstleister für die Partei und die vielen Freiwilligen.“ Zentrale Ergebnisse im Detail: – Ausnahmslos alle Shops erreichten eine überdurchschnittlich hohe Gesamtbewertung von mindestens 60 Prozent (Mittelwert aller Untersuchungskriterien) – Bis auf den Shop der FDP (40 Prozent) ist der Bestellprozess bei allen Shops einwandfrei abgewickelt (100 Prozent) – Der wichtige Punkt „Widerruf der Bestellung“ ist bei annähernd allen Shops tadellos gestaltet (100 Prozent) – Auch der Datenschutz der Kunden wurde stark verbessert, sodass sich kein Shopangebot mehr negativ hervortat – Die Linke präsentiert sich als Gesamtsieger des Tests (80 Prozent), sie erreichte als einziger Parteienshop eine beinahe fehlerfreie Gesamtbewertung. – Lediglich in dem Punkt Lieferung und Zahlung müssen die Shops noch nachlegen Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops, kommentiert: „Zwischen den Ergebnissen unseres Check-Ups 2017 und dem vor der letzten Bundestagswahl liegen Welten: Die Online- Parteienshops haben mächtig nachjustiert und optimiert. Sie erfüllen mittlerweile alle relevanten Kriterien, an die sich ein Online-Händler in Deutschland halten muss.“


  • Blumen und Pralinen zum Muttertag: Darf der Kunde widerrufen?

    2017-05-09

    Blumen und Pralinen gehören zu den beliebtesten Geschenken zum Muttertag. Im Online-Handel stellen sie die Verkäufer jedoch vor Herausforderungen, da die Kundschaft einen besonderen Wert auf die Frische bei Ankunft legt. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn der Käufer nach einigen Tagen auf sein Widerrufsrecht besteht und Rückerstattung verlangt. Aber darf er das überhaupt? Kein Widerrufsrecht für Schnittblumen, für Topfpflanzen aber schon § 312g Abs. 2 S. 1 Nr. 2 BGB schließt schnell verderbliche Waren vom Widerrufsrecht aus. Schnell verderbliche Waren sind solche, die nach der Auslieferung und innerhalb der regulären Widerrufsfrist von 14 Tagen aufgrund eines unumkehrbaren natürlichen Vorgangs so verschlechtern, dass ein bestimmungsgemäßer Gebrauch nicht mehr möglich ist. Die schnelle Verderblichkeit muss objektiv und im Voraus festgestellt werden können. Eine generelle Ausnahme vom Widerrufsrecht für Pflanzen besteht nach diesen Grundsätzen nicht, da sie eine unterschiedliche Lebensdauer haben. Schnittblumen sind nach ein paar Tagen in der Vase verdorben. Auf ein Widerrufsrecht kann sich der Kunde hier nicht berufen. Anders hingegen bei lebenden Bäumen. So hat das OLG Celle (Beschl. v. 04.12.2012, 2 U 154/12) ausgeführt: „Lebende Bäume werden gekauft und hierfür versandt, damit sie eingepflanzt werden und viele Jahre und Jahrzehnte wachsen und gedeihen. Lebende Bäume sind keine Waren, die nach Ablauf einer bestimmten kurzen Zeit nicht mehr zu gebrauchen sind. Der Verkauf lebender Bäume betrifft also ein nach allgemeiner Vorstellung besonders langlebiges Produkt und damit kein schnell verderbliches Produkt.“ Mit der gleichen Argumentation müsste man auch die schnelle Verderblichkeit von Topfpflanzen verneinen, da sie grundsätzlich eine längere Lebensdauer haben. Ausnahmen für spezielle Pflanzenarten können natürlich nicht ausgeschlossen werden. Vorverpackte Pralinen sind im Regelfall zurückzunehmen Vorverpackte Pralinen haben in der Regel eine längere Haltbarkeit und stellen somit grundsätzlich keine schnell verderblichen Waren dar. Vom Widerrufsrecht ausgenommen sind aber auch Waren, deren Verfallsdatum zu überschreiten droht. Auch hier gelten objektive Maßstäbe. So darf man das Widerrufsrecht z. B. nicht dadurch umgehen, dass Pralinen, die drei Monate haltbar sind, mit einem Haltbarkeitsdatum von einer Woche willkürlich gekennzeichnet werden. Falsche Behandlung schließt das Widerrufsrecht nicht aus An diesem Ergebnis ändert sich auch nichts, wenn langlebige Pflanzen oder Pralinen aufgrund einer falschen Behandlung durch den Verbraucher ausnahmsweise schnell verderben (können). Die Gefahr, dass der Käufer die gelieferte Ware nicht bestimmungsgemäß behandelt, liegt praktisch jeder Sache inne, so zu Recht die Rechtsprechung. Widerrufsrecht kann nach Entfernung der Frischhaltefolie erlöschen Gerade für den Muttertag werden Blumen und Pralinen schön verpackt. Dass die Entfernung der Geschenkverpackung keinerlei Auswirkungen auf das Widerrufsrecht haben kann, liegt auf der Hand und wurde von der Rechtsprechung bereits bestätigt (LG Potsdam, Urt. v. 27.10.2010, 13 S 33/10). Anders ist es jedoch, wenn z. B. bei Pralinen eine Schutzfolie entfernt wird, die gerade eine Frischhaltefunktion hat. Vom Widerrufsrecht ausgenommen sind nach § 312g Abs. 2 Nr. 3 BGB nämlich versiegelte Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn ihre Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde. Angebrochene Lebensmittel sind in solchen Fällen jedenfalls vom Widerrufsrecht ausgeschlossen, unabhängig von der Haltbarkeit, etwaiger Konsumierung oder Verschlechterung. Ein Gesundheitsrisiko kann nie vollständig ausgeschlossen werden. In der Praxis wäre es allerdings schwierig zu beurteilen, wann eine Versiegelung im Sinne des Gesetzes vorliegt. Dies ist je nach Verpackungsart im Einzelfall zu prüfen. Tipp In vielen Fällen wird es dem Kunden möglich sein, auch Muttertagsgeschenke wie Blumen und Pralinen zu widerrufen. Schutz gewährt nur das Recht, Wertersatz zu verlangen (mehr dazu hier). Eine Entschädigung für die Zustandsverschlechterung der Ware kann aber nur verlangt werden, wenn der Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht unterrichtet wird.


  • Kriminalstatistik 2016: Fälle von Online-Kriminalität nahezu verdoppelt

    2017-04-24

    Die Zahl der Cyber-Attacken hat deutlich zugenommen. Das geht aus den Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2016 hervor. Demnach hat die Polizei 82.649 Fälle (2015: 45.793) von Cyberkriminalität registriert. Die Aufklärungsquote konnte zwar um 5,9 Prozent auf 38,7 Prozent erhöht werden, dennoch bleiben viele Straftaten weiterhin unaufgeklärt. Dr. Carsten Föhlisch, Experte für Verbraucherrecht bei Trusted Shops, nennt fünf Warnsignale, damit Verbraucher nicht auf Betrüger reinfallen. Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Rechtsabteilung von Trusted Shops und Experte für Verbraucherrecht beim Online-Shopping, beantwortet gerne Ihre Fragen und steht Ihnen für ein Interview zur Verfügung. Warnsignal 1: Unvollständiges Impressum Dr. Carsten Föhlisch: Sollte das Impressum nicht oder nur schwer auffindbar sein, ist größte Vorsicht geboten. Zudem sollten u.a. folgende Angaben enthalten sein: Nennung des Unternehmensnamens und des Rechtsformzusatzes (sofern vorhanden), vollständige Nennung des Vor- und Zunamens des Inhabers bzw. von mindestens einem Vertretungsberechtigten, Angabe der aktuellen Anschrift (nicht der Postfachadresse), Nennung einer Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Warnsignal 2: Sehr niedrige Preise Dr. Carsten Föhlisch: Zu schön um wahr zu sein. Wenn sich dieses Gefühl beim Blick auf die niedrigen Preise in einem Online-Shop einstellt, sollte der Online-Käufer sofort skeptisch werden. Denn nach wie vor werden Online-Shopper immer noch Opfer ihrer eigenen Schnäppchenmentalität. Warnsignal 3: Nur Vorkasse als Zahlungsart Dr. Carsten Föhlisch: Damit Online-Betrüger schnell an das Geld der Interneteinkäufer kommen können, bieten sie vorzugsweise nur Vorkasse an. Denn eine Überweisung lässt sich nicht rückgängig machen und das Geld ist für den Online-Shopper verloren. Warnsignal 4: Keine Erreichbarkeit Dr. Carsten Föhlisch: Eine Produktanfrage im Vorfeld per Telefonanruf kann Gold wert sein. Denn sollte der Anruf trotz mehrmaliger Versuche nicht angenommen werden, die Telefonnummer falsch sein oder sogar gar keine Telefonnummer angegeben sein, dann ist Vorsicht angebracht. Warnsignal 5: Negative Bewertungseinträge in Foren & Co. Dr. Carsten Föhlisch: Man kann einen kurzen Schnelltest zur Überprüfung durchführen: Wer den Namen des Händlers oder des Online-Shops in eine Suchmaschine eingibt, findet eventuell Negativeinträge in Foren. Je nach Kritik kann dies über einen sogenannten Fake-Shop Aufschluss geben.


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