Immer ein gutes Thema

Vertrauen hat für eine große Bandbreite von Themen eine hohe Relevanz: Kundenbewertungen, Online-Handel, Kundennähe in großen Unternehmen und Online-Recht sind nur ein paar Beispiele für Themenbereiche, in denen eTrusted zu Hause ist. Wir sind für Sie da:

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Aktuelle Pressemitteilungen:

  • Trusted Shops@dmexco 2018: Der Erfolg im Marketing führt über Vertrauen

    2018-08-23

    Wertvolle Experten-Tipps rund um Käuferschutz und Kundenbewertungen
    Besonderes Angebot: Kostenloser Abmahncheck für Shopbetreiber
    Individuelle Feedbacklösungen
    Trusted Shops präsentiert Marketing- und E-Commerce-Entscheidern bei der diesjährigen dmexco in Halle 07.1 (Stand C-051), wie sie mit vertrauensbildenden Marketing-Maßnahmen neue Kunden gewinnen können. Die Experten des Unternehmens liefern dazu aus erster Hand Einblick in die marktführenden Tools: Das Gütesiegel von Trusted Shops beispielsweise steht als Zeichen für Vertrauen im E-Commerce, woraus mehr Klicks resultieren. Ein umfänglicher Käuferschutz bringt finanzielle Sicherheit und steigert die Kaufabschlussrate. Kundenbewertungen verbessern darüber hinaus das Ranking in Suchmaschinen und damit die Sichtbarkeit im Web. Ein besonderes Angebot von Trusted Shops am Messe-Stand ist der kostenlose Abmahncheck, mit dem Unternehmen prüfen lassen können, wie rechtssicher der eigene Shop wirklich ist.

    Die Trusted-Shops Experten stehen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Wie sieht es mit der Rechtssicherheit des Online-Shops in Zeiten der DSGVO aus? Wie ist es möglich, mehr Kundenbewertungen zu erhalten? Wie sieht es mit Rezensionen auf der Artikelseite oder für das Ladengeschäft vor Ort aus? Online-Händler werden auch diesmal wertvolle Inspirationen für ihren Online-Shop mitnehmen.


  • Betrug per Nachnahme: 5 Tipps, wie man sich schützt

    2018-08-23

    „Paket für Sie!“ – diesen Satz hören wir nur zu gerne. Doch was war das nochmal für eine Bestellung? Genau diese Situation nutzen Betrüger und versenden Pakete an diverse Postadressen. Der nichtsahnende Empfänger nimmt die Pakete unbedarft an und bezahlt den offenen Betrag in dem Vertrauen, dass der Ehepartner bestellt und alles seine Richtigkeit hat. Damit ist es dann auch schon zu spät, denn die Logistikdienstleister stehen nicht in der Haftungspflicht, sondern der Absender. Und dieser ist im Betrugsfall häufig nicht mehr nachvollziehbar. 5 Tipps, wie man sich schützen kann.

    Annahme verweigern
    Wer nichts bestellt hat oder eine Lieferung nicht zu 100 Prozent einer konkreten Bestellung zuordnen kann, sollte das Paket gar nicht erst annehmen. Denn: Ist das Paket erst bezahlt, haben Verbraucher den Schaden. Im Betrugsfall muss der Logistikdienstleister das Geld nicht zurückerstatten. Hier steht der Absender in der Pflicht. Dieser wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erreichbar bzw. unbekannt sein. Das Geld ist deshalb mit hoher Sicherheit verloren.

    Absender überprüfen
    Der Zusteller ist nicht verpflichtet, das Paket vor der Zahlung auszuhändigen, damit der Inhalt überprüft werden kann. Aber: Das Überprüfen des Paket-Etiketts ist möglich. Wer steht dort als Absender? Findet sich zum Beispiel keine Adresse des Absenders auf dem Paket, ist das ein deutliches Warnsignal. Ist das Unternehmen unbekannt, sollte unbedingt die Annahme verweigert werden.

    Klare Vereinbarungen treffen
    Das klingt banal, aber häufig funktioniert die Betrugsmasche, weil Empfänger irrtümlicherweise den Schluss ziehen, dass der Ehepartner, Lebensgefährte oder Mitbewohner etwas bestellt haben muss. Deshalb: In solchen Fällen immer austauschen, ob, wann und von wem man ein Pakete per Nachnahme erwartet. Eine klare Vereinbarung, dass Pakete im Zweifel nicht angenommen werden, hilft in vielen Fällen.

    Paket in der Filiale hinterlegen bzw. neu zustellen lassen
    Gibt es keine klaren Absprachen und ist man unsicher, ob der Partner oder Mitbewohner eine Bestellung erwartet, ist man nicht verpflichtet, das Paket sofort anzunehmen. Je nach Logistik-Dienstleister kann man den Zusteller bitten, einen weiteren Zustellversuch zu unternehmen oder es direkt bei der zuständigen Filiale zu hinterlegen. Das verschafft genug Zeit, um mit dem Partner zu klären, ob eine Lieferung erwartet wird. Am besten notiert man in diesen Fällen schon einmal den Absender, der auf dem Paketetikett steht, um eine Zuordnung zu einer Bestellung zu erleichtern.

    Warnsignale bereits bei der Bestellung erkennen
    Aber auch wenn man selbst online bestellt, kann man in die Nachnahme-Falle tappen. Hier gilt: Bietet ein Online-Händler als alleinige Zahlungsoption „Nachnahme“ an, sollte man schon misstrauisch werden. Kaum ein seriöser Händler wird sich entscheiden, seinen Kunden nur eine Zahlungsoption anzubieten. Bei unseriösen Shop-Betreibern sind Informationen zu Widerruf, Versandkosten und Zahlungsmethoden zudem oft fehlerhaft oder schwer zu finden. Aufschluss über die Qualität von Service und Angebot eines Shops geben unter anderem Kundenbewertungen und entsprechende Zertifikate.


  • Was darf der Paketbote?

    2018-08-10

    Der Onlinehandel in Deutschland boomt. Sowohl Unternehmen als auch Konsumenten bestellen immer mehr Waren über das Internet. Laut Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) ist die Zahl der Sendungen 2017 auf über 3,3 Milliarden gestiegen – das entspricht 11 Millionen Sendungen pro Zustelltag. Und mit den Sendungen wächst der Zorn der Kunden von Paketzustelldiensten. Beschädigte oder verschwundene Pakete, verspätete Lieferungen, Pakete einfach in den Hausflur gestellt, Benachrichtigungskarte im Briefkasten, obwohl jemand zu Hause ist – das sind die Punkte, die Verbraucher aufregen. Was dürfen Paketboten eigentlich?

    Darf das Paket bei einem Nachbarn abgegeben werden?

    Viele Paketdienstleister behalten sich das Recht dieser so genannten Ersatzzustellung innerhalb ihrer AGB vor. Was die wenigsten wissen: Diese Klauseln sind zum größten Teil unwirksam. Wenn sie nicht möchten, dass eine Sendung beim Nachbarn abgegeben wird, können sie das schon im Online-Shop, z. B. im Kommentarfeld auf der Bestellseite, so mitteilen. Der Händler hat dann die Möglichkeit, den Zusatz „eigenhändig“ beim Zusteller zu buchen. Dann ist sichergestellt, dass nur der richtige Empfänger die Sendung bekommt. Ist er nicht anzutreffen, wird das Paket in eine Filiale gebracht, an der sie es dann abholen können.

    Was kann ich tun, wenn ein unbekannter Nachbar das Paket nicht abliefert?

    Sofern sie bei Abgabe der Bestellung den Nachbarn nicht als empfangsberechtigt angegeben haben, können sie sich immer zuerst an den Händler richten. Dieser ist dafür verantwortlich, dass sie auch deine Ware erhalten. Unterschlägt der (unbekannte) Nachbar die Sendung, ist der Händler verpflichtet Ihnen den Kaufpreis zu erstatten. Er ist aber nicht verpflichtet, das bestellte Produkt noch einmal zu liefern.

    Ist es rechtlich okay, ein Paket einfach vor die Haustür zu legen?

    Es gibt sogenannte Garagen-, Ablageverträge oder Abstellgenehmigungen. Bei diesen vereinbart der Zusteller mit dem Empfänger einen Ort, an dem er das Paket ausdrücklich ablegen darf – etwa eine Garage. Eine Erlaubnis, die Sendung einfach vor der Tür abzulegen, findet sich nicht in den AGB der Zusteller und ist somit nicht erlaubt!

    Und wenn es doch vor die Haustür gelegt – und dann geklaut wurde?

    Hier gilt wieder, dass der Händler für sie der Ansprechpartner ist. Geht das Paket verloren, muss der Händler den Kaufpreis erstatten, auch wenn eine dritte Person ein Paket entwendet hat, das der Zusteller einfach vor der Tür abgelegt hat.

    Was kann ich tun, wenn mein Paket beschädigt ankommt?

    Der Einfachheit halber sollte man eine offensichtliche Beschädigung direkt vom Zusteller vermerken lassen. Hat das verpackte Produkt dagegen einen Schaden erlitten, sieht man dies oft erst nach dem Auspacken.

    Die gesetzlichen Vorschriften sehen hier eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren vor. Innerhalb der ersten 6 Monate wird dabei vermutet, dass der Schaden bereits bei Übergabe vorlag, danach muss dies der Kunde beweisen.

    Viele Händler sehen in ihren AGB vor, dass der Verbraucher innerhalb einer gewissen Zeit den Mangel anzeigen muss. Solche sogenannten Rügefristen sind fast immer unwirksam, weil sie gegen zwingende gesetzliche Regelungen verstoßen.

    Mein Paket ist auf dem Postweg verloren gegangen. An wen kann ich mich wenden?

    Auch hier gilt wieder: An den Händler. Da dieser die sogenannte Transportgefahr trägt, ist er zur Erstattung des Kaufpreises verpflichtet. Zwar könnten sie ihren Anspruch auf Kaufpreiserstattung im Regelfall auch gegenüber dem Transportdienstleister geltend machen, das ist aber oft kompliziert und dauert sehr lange. Zudem ist der Händler nicht berechtigt, sie auf die komplizierten Nachforschungsaufträge der Zustelldienste zu verweisen.

    Haben sie dagegen die Ware noch gar nicht bezahlt, müssen sie dies auch nicht tun, wenn die Ware auf dem Transportweg verloren ging.

    Wann ist das Paket übergeben? Wenn ich es persönlich erhalten oder eine Benachrichtigung im Briefkasten habe?

    Die Übergabe ist damit erfüllt, dass der Verbraucher den Kaufgegenstand in seinen Händen hält. Die Benachrichtigungskarte im Briefkasten – oder auch die Abgabe beim Nachbarn – bewirken im Regelfall noch nicht, dass der Kunde den Besitz an der Sache erlangt hat.

    Das ist besonders wichtig, wenn man an die Widerrufsfrist denkt. Denn eine Voraussetzung dafür, dass die Frist überhaupt beginnt, ist der Erhalt der Ware. Die Frist läuft also erst los, wenn sie z. B. das Paket in der nächsten Filiale abgeholt haben und nicht bereits dann, wenn der Zusteller die Benachrichtigungskarte in den Briefkasten geworfen hat.

    Was, wenn das Paket beim Zurücksenden an den Händler verloren geht?

    Geht das Paket nach dem Widerruf unterwegs zurück zum Händler verloren oder wird beschädigt, erhalten sie trotzdem ihren Kaufpreis zurück und müssen keinen Ersatz leisten.

    Allerdings sind Verbraucher in einem solchen Fall in der Pflicht, die korrekte Absendung auch nachzuweisen. Das ist zum Beispiel mittels Zeugen möglich. Außerdem sind sie verpflichtet, die Ware in geeigneter Weise zu verpacken. So trifft sie z. B. eine Mitschuld und sie sind zum Schadensersatz verpflichtet, wenn sie eine kleine, zerbrechliche Porzellan-Figur ohne Polsterung in einem großen Pappkarton verschicken.


  • Fragen und Antworten zum neuen Verpackungsgesetz

    2018-08-07

    Das neue Verpackungsgesetz (VerpackG), das am 1.1.2019 in Kraft treten wird, sorgt schon jetzt für große Unsicherheit bei Unternehmern. Hier die meistgestellten Fragen und die Antworten dazu.

    Gilt das Gesetz auch für Versandverpackungen?

    Händler müssen sich registrieren, wenn sie in Deutschland Waren verkaufen oder zumindest nach Deutschland bringen, die über eine Verkaufs- oder Umverpackung verfügen, die der Endkunde später wegwerfen wird.

    Was ist, wenn ich meine Produkte schon verpackt erhalte?

    Die Pflicht gilt nur, wenn sie diese Verpackungen erstmals und gewerbsmäßig in Verkehr bringen.

    Verpackungen, die Händler in Deutschland bereits in dieser Form von einem registrierten und lizensierten (Groß-)Händler erhalten haben, werden nicht erstmals in Verkehr gebracht und sind daher ihrerseits nicht mehr registrierungspflichtig.

    Nach Inkrafttreten des Gesetzes wird die Zentrale Stelle Verpackungsregister eine öffentlich zugängliche Liste mit den Markennamen der registrierten Unternehmen auf ihrer Internetseite zur Verfügung stellen. Dort kann man überprüfen, ob die Verpackungen bereits registriert sind.

    Was ist mit Auslandslieferungen?

    Die Registrierungspflicht gilt für solche Händler, die gewerbsmäßig Verpackungen in den Geltungsbereich des VerpackG (also Deutschland) einführen. Der Verkauf an Verbraucher im Inland ist dabei keine Voraussetzung für den Anwendungsbereich.

    Sind auch kleine Händler betroffen?

    Das Verpackungsgesetz trifft zwar Einschränkungen bezüglich der Pflichten für Händler, gemessen am Verkaufsvolumen pro Jahr. Diese Einschränkungen erstrecken sich allerdings nicht auf die Registrierungspflicht.
    Deshalb sind Händler, unabhängig von ihrem jährlichen Umsatz oder der Menge der in Verkehr gebrachten Verpackungen, zur Registrierung verpflichtet.
    Als einzige weitere Einschränkung existiert die Gewerbsmäßigkeit als Kriterium. Allerdings wird diese “auf regelmäßigen Erwerb gerichtete Tätigkeit” auf die allermeisten Händler (und auch manche Vereine) zutreffen.

    Wo kann ich mich registrieren?

    Für die Registrierung und generelle Übernahme von Verwaltungsaufgaben bezüglich des Gesetzes wird die sog. “Zentrale Stelle Verpackungsregister” mit der Internetseite www.verpackungsregister.org eingerichtet werden.
    Duale Systeme wie Landbell u.a. werden zwar weiter bestehen bleiben. Eine Beteiligung an diesen Systemen wird aber auch nur noch als registrierter Händler möglich sein.

    Ab wann kann ich mich registrieren?

    Aktuell ist die Registrierung noch nicht möglich. Auf der eigenen Webseite gibt die Zentrale Stelle an, dass sich Händler ab Q3/2018 registrieren können.

    Im August soll eine sog. “Vor-Registrierung” möglich sein. Vor-registrierte Händler sollen ihre Stammdaten hinterlegen können und dann eine entsprechende Vor-Registrierungsnummer erhalten. Diese können sie dann auch gegenüber ihren dualen Systemen angeben. Nach Inkrafttreten des Gesetzes erhalten vor-registrierte Händler dann automatisch eine Registrierungsbestätigung.

    Bis wann muss ich registriert sein?

    Händler, die von der Registrierungspflicht betroffen sind, müssen sich bis zum 1.1.2019 registrieren. Geschieht dies nicht, ist es den Händlern verboten, systembeteiligungspflichtige Verpackungen in den Verkehr zu bringen. Bei Verstößen gegen dieses Verbot drohen Bußgelder von bis zu 200.000 Euro.

    Was kostet mich das?

    Eine viel gestellte Frage. Für einige wohl das Sahnehäubchen auf einem Gesetz, das vielerseits als Ärgernis aufgefasst wird. Allerdings: Die Registrierung ist mit keiner Gebühr an das Register verbunden.

    Die Zentrale Stelle Verpackungsregister finanziert sich nicht aus den Beiträgen genervter Händler, sondern bezieht ihre Einnahmen aus den dualen Systemen und aus Branchenlösungen.

    Das bedeutet, dass der Eintrag ins Register nicht extra kostet.

    Wo bekomme ich weitere Informationen?Die Zentrale Stelle Verpackungsregister stellt auf ihrer Webseite umfassendes Informationsmaterial zur Verfügung.

    Zusätzlich besteht für Händler die Möglichkeit, schriftliche Anfragen per E-Mail an anfrage@verpackungsregister.org zu richten.


  • Neues Verpackungsgesetz: Was ändert sich für Online-Händler?

    2018-07-31

    Am 1.1.2019 tritt das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) in Kraft und löst somit gleichzeitig die Verpackungsverordnung (VerpackV) als geltendes Recht ab. Händler müssen sich rechtzeitig registrieren und vorbereiten. Hier die wichtigsten Änderungen.

    Der Gesetzesentwurf zum neuen Verpackungsgesetz hat am 12.5.2017 den Bundesrat passiert und somit die letzte Hürde auf dem Weg zu seiner Geltung genommen. Ziel des Gesetzes ist es, die Recycling-Quoten bei verschiedenen Arten von Verpackungsmaterialien zu erhöhen sowie das gesamte Abfallaufkommen zu verringern.

    Im Unterschied zur VerpackungsV gilt nach dem VerpackungsG für Versandhändler eine Pflicht zur Registrierung bei der „Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister“. Ohne diese Registrierung ist eine Beteiligung an einem dualen System nicht mehr möglich.

    Was sind Verpackungen?

    Verpackungen im Sinne des Gesetzes sind „aus beliebigen Materialien hergestellte Erzeugnisse zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung oder zur Darbietung von Waren, die vom Rohstoff bis zum Verarbeitungserzeugnis reichen können, vom Hersteller an den Vertreiber oder Endverbraucher weitergegeben werden“.

    Auch Versandmaterial wie Klebeband, Luftpolster(-umschläge), Füllmaterial etc. ist lizensierungspflichtig. Auch Umverpackungen, die die Bestückung der Verkaufsregale ermöglichen, fallen künftig unter den Begriff „Verpackung“. Dies war unter der VerpackV noch nicht der Fall.

    Wichtig: Sowohl die Produkt- als auch die Versandverpackung unterfallen dem Gesetz. Hat der Hersteller des Produktes die Produktverpackung lizensiert, muss der Händler nur die Versandverpackung lizensieren. Gerade wenn Waren aus Drittstaaten eingeführt werden, ist dies im Zweifel genau zu überprüfen.

    Wer ist durch das Gesetz betroffen?

    Die größte Bedeutung hat das Verpackungsgesetz für die sogenannten „Hersteller“.

    Diese sind diejenigen Vertreiber, die Verpackungen erstmals gewerbsmäßig in Verkehr bringen, bzw. die Verpackungen gewerbsmäßig in den Geltungsbereich des Gesetzes einführen.

    Hersteller ist somit auch der Händler, der Waren versandfertig verpackt, also eine Versandverpackung erstmalig in Verkehr bringt.

    Registrierungspflicht

    Jeder Händler, der mit Ware befüllte Verkaufs- oder Umpackungen, die beim privaten Endverbraucher anfallen, erstmals gewerbsmäßig in Verkehr bringt, ist verpflichtet, sich vor dem Inverkehrbringen bei der neu eingerichteten „Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister“ zu registrieren.

    Ohne die Registrierung ist es verboten, systembeteiligungspflichtige Verpackungen in den Verkehr zu bringen. Falls sich ein Inverkehrbringer nach dem Inkrafttreten des Gesetzes noch nicht bei der Zentralen Stelle registriert hat, droht ein Bußgeld von bis zu 200.000 Euro.

    Vollständigkeitserklärung

    Bestimmte Hersteller müssen der Zentralen Stelle Verpackungsregister jährlich bis zum 15. Mai eine sogenannte „Vollständigkeitserklärung“ vorlegen, die dort durch einen Sachverständigen geprüft wird. Darin müssen sie sämtliche in diesem Jahr erstmalig in Verkehr gebrachten Verkaufs- und Umverpackungen aufgelistet sein.

    Allerdings gilt diese Pflicht nur für diejenigen Hersteller, die eine bestimmte Menge systembeteiligungspflichtiger Verpackungen erstmals in Verkehr bringt. Diese Schwellen liegen bei Papier, Pappe und Karton bei mindestens 50.000 kg/Kalenderjahr.

    Sammlung, Rücknahme und Verwertung

    Die Systeme sind verpflichtet, im Einzugsgebiet der an ihnen beteiligten Hersteller eine flächendeckende Sammlung aller restentleerten Verpackungen bei den privaten Endverbrauchern (Holsystem) oder in deren Nähe (Bringsystem) oder durch eine Kombination beider Varianten in ausreichender Weise und für den privaten Endverbraucher unentgeltlich sicherzustellen.

    Aber auch Hersteller und nachfolgende Vertreiber von Transportverpackungen etc. sind verpflichtet, die von ihnen in Verkehr gebrachten am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen Nähe unentgeltlich zurückzunehmen. Diejenigen, die „Letztvertreiber“ sind, müssen jedoch nur solche Verpackungen zurücknehmen, die von tatsächlich von ihnen angebotenen Waren stammen.

    Sowohl die Systeme als auch die Hersteller, die Verpackungen zurückgenommen haben, müssen diese vorrangig einer Vorbereitung zur Wiederverwendung oder zum Recycling zuführen.

    Neue Pfand- und Hinweispflichten

    Hersteller von mit Getränken befüllten Einwegverpackungen verpflichtet, von ihren Abnehmern ein Pfand in Höhe von mindestens 0,25 Euro pro Verpackung zu verlangen. Die Pfandpflicht gilt künftig auch für Frucht- und Gemüsenektare mit Kohlensäure und Mischgetränke mit einem Anteil an Milcherzeugnissen, insbesondere Molke, von mindestens 50 %.

    Zudem unterliegen Letztvertreiber von Getränkeverpackungen künftig einer Hinweispflicht bezüglich der Verwendung nach der Rücknahme. Vertreiber von Einwegverpackungen müssen darauf hinweisen, dass die Verpackungen nach Rückgabe nicht wiederverwendet werden. Umgekehrt müssen sie bei Mehrwegverpackungen die Wiederverwendbarkeit der Verpackungen hinweisen.

    Im Versandhandel müssen diese Hinweise in den jeweilig verwendeten Darstellungsmedien gegeben werden. Dementsprechend haben diese neuen Hinweise („Einweg“ oder „Mehrweg“) im E-Commerce auf der jeweiligen Produktseite zu erfolgen.

    Fazit

    Zwar gibt es schon länger die VerpackungsV, so dass die Beteiligung an einem dualen System für Online-Händler nichts Neues ist. Das VerpackungsG bringt im Detail aber Änderungen, die unbedingt zu beachten sind.

    Zu empfehlen ist insbesondere eine frühzeitige Registrierung bei der neu geschaffenen Stelle, da ab 2019 jeder Mitbewerber dort prüfen kann, ob eine Registrierung vorliegt und eine Systembeteiligung ansonsten auch nicht mehr möglich ist. Hierfür ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

    Verstöße können mit Geldbußen bis zu 200.000 € geahndet werden. Überdies hat vor einigen Jahren die VerpackungsV eine Abmahnwelle ausgelöst. Online-Händler sollten daher auch aus diesem Grund den neuen Pflichten rechtzeitig nachkommen.


  • WM 2018: Vorsicht vor Online-Betrug

    2018-06-12

    Gerade zur Fußball-Weltmeisterschaft schlagen Betrüger in der digitalen Welt mehr und mehr zu. Während eine Vielzahl von Unternehmen das Event dafür nutzt, um ihre Produkte und Dienstleistungen an den Mann zu bringen, nutzen Cyberkriminelle die Gunst der Stunde, um auf den Fußball-Zug aufzuspringen und sich so persönliche Verbraucher-Daten zu erschleichen. Hierbei kann ein erheblicher Schaden entstehen, vor dem man sich präventiv schützen kann.

    Gewinnspiele

    Gewinnspiele erfreuen sich nicht erst seit gestern größter Beliebtheit. Gerade zur Zeit der WM nutzen viele Unternehmen die Chance, über Verlosungen mit lukrativen Gewinnen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Vor allem auf sozialen Netzwerken werden diese Gewinnspiele verbreitet und geteilt. Meist sind es die großen und bekannten Namen, die einen tollen Preis versprechen — zumindest vermeintlich. Denn häufig stecken hinter den Gewinnspielen gar nicht die Unternehmen selbst, sondern Kriminelle, die auf diesem Weg Daten abgreifen wollen. Vor allem Adressdaten und E-Mail-Adressen sind eine beliebte Ware. Der attraktive Gewinn existiert dabei meist gar nicht.

    Prüfe aus diesem Grund mehrfach, ob es sich bei dem Anbieter wirklich um das Unternehmen handelt, das den Preis verspricht, bevor du deine Daten eingibst. Verschaffe dir Klarheit darüber, ob das Gewinnspiel auf der offiziellen Webseite und dem Facebook-Profil des Unternehmens beworben wird oder ob es sich bei dem geteilten Beitrag vielleicht doch um eine Fälschung handelt. Auch eine fehlerhafte Rechtschreibung kann ein Indiz dafür sein, dass hinter dem Gewinnspiel keine reale Gewinnchance, sondern Internetkriminalität steckt.

    Fake-Shops

    Von der Weltmeisterschaft profitieren auch Online-Shops, die mit Produkten rund um das Event werben. Insbesondere Elektronikhändler, die das nötige Equipment für die große WM-Party anbieten, erfreuen sich dieser Tage größter Beliebtheit. Deshalb solltest du gerade jetzt besonders darauf achten, ob es sich bei dem Anbieter deiner Wahl um einen seriösen Anbieter handelt oder aber Betrüger hinter der Webseite stecken.

    Phishing

    Leider trudeln Tag für Tag zahlreiche Spam- und Phishing-Mails in unseren E-Mail-Postfächern ein. Doch gerade zur WM nimmt die Anzahl der betrügerischen Mails stärker zu. Mit lukrativen Angeboten zu Produkten oder aber der Teilnahme an einem Tipp- oder Gewinnspiel, wirst du per E-Mail dazu aufgefordert, dich auf einer Webseite einzuloggen oder deine persönlichen Daten einzugeben. Diese Mails solltest du ungeöffnet in den Papierkorb wandern lassen.

    Gefälschte Apps

    Apps sind ein mobiler und unterhaltsamer Zeitvertreib für deinen Smartphone und werden gerade zur WM-Zeit in hoher Stückzahl angeboten. Doch nicht hinter allen Angeboten steckt ein ungefährlicher Download. Denn was auf den ersten Blick nach Unterhaltung aussehen mag, kann schädliche Software auf deinem Handy installieren.

    Hier kann es helfen, sich im offiziellen App-Store deines Handys umzusehen und einen genaueren Blick auf die Bewertungen zu werfen. Häufig werden diese Apps auch von einem bekannten Unternehmen angeboten. Versuche hier auf der offiziellen Webseite der Unternehmen zu verifizieren, ob auch wirklich genau der Anbieter dahintersteckt, der draufsteht. Wenn es sich um einen seriösen Anbieter handelt, wird die App über die Webseite beworben werden.

    Schadsoftware & Viren

    Gerade beim Herunterladen von Dateien aus dem Netz solltest du besonders aufpassen. Denn insbesondere während der WM tauchen allerlei Betrüger auf, die über Download-Angebote gefährliche Schadsoftware auf deinem Rechner platzieren wollen. Diese sogenannte Malware kann dich und dein Nutzungsverhalten ausspionieren und für erheblichen Schaden sorgen.

    Die schädlichen Downloads können zum Beispiel unter dem Deckmantel eines harmlos aussehenden Spielplans vorkommen, der über eine Webseite oder soziale Medien angeboten wird. Auch beim Herunterladen von E-Mail-Anhängen solltest du besonders vorsichtig sein und überprüfen, ob du dem Absender vertraust. Wenn du keinen Fernseher zu Hause hast und die Spiele online sehen möchtest, solltest du auch hier auf die offiziellen und seriösen Webseiten zurückgreifen und so möglichem Virenbefall aus dem Weg gehen.

    Allgemein gilt: Ob WM oder im Alltag, bei Angeboten im Netz ist stets erhöhte Vorsicht geboten. Schau lieber einmal mehr hin, bevor du deine Daten preisgibst oder Dateien aus dem Netz herunterlädst.


  • Alles erledigt? Die DSGVO-Checkliste für den Online-Shop

    2018-04-25

    Ab 25. Mai gilt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) / Die Checkliste hilft Online-Händlern dabei, den Überblick zu behalten, was sie abhaken können und wo sie noch Hand anlegen sollten.

    – Erstellen oder aktualisieren Sie Ihr Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
    Online-Händler müssen den Behörden das Verzeichnis mit aktuellen Daten auf Nachfrage zur Verfügung stellen können.

    – Finden Sie heraus, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich ist, und führen Sie diese gegebenenfalls durch
    Die Abschätzung ist vor der Datenverarbeitung nur notwendig, wenn ein potenzielles Risiko für Rechte und Freiheiten Ihrer Kunden besteht. Das trifft auf die meisten Online-Händler nicht zu, doch um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie den Punkt für Ihr Unternehmen abklären.

    – Passen Sie Ihre Datenschutzerklärung an Für die meisten Online-Shops wird die Datenschutzerklärung durch die neuen Regelungen umfangreicher, da die DSGVO die Transparenz zum Umgang mit Daten für Seitenbesucher erhöht.

    – Führen Sie einen Reaktionsplan für Datenpannen ein Ein Reaktionsplan hilft Ihnen, im Fall der Fälle, Datenpannen wie vorgeschrieben innerhalb von 72 Stunden den zuständigen Aufsichtsbehörden zu melden.

    – Aktualisieren Sie Ihre Prozesse zur Wahrung der Betroffenenrechte
    Die DSGVO stärkt die Rechte von „Betroffenen“, also Ihren Kunden, deren Daten Sie als Händler verarbeiten. So können Kunden beispielsweise eine Bestellhistorie in einem maschinenlesbaren Format einfordern. Das mag in der Praxis nicht oft vorkommen, dennoch sollten Sie sich auf derartige Anfragen technisch und organisatorisch vorbereiten.

    – Prüfen Sie Ihre Verträge mit Dienstleistern
    Ob Serverhosting, Newsletter oder Tracking, als Online-Händler arbeiten Sie zumeist mit Dienstleistern zusammen, die personenbezogene Daten erheben. Dafür bedarf es Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung, die den Anforderungen der DSGVO genügen.

    – Erstellen Sie ein Formular für Auskunftsersuchen
    Da Sie als Händler Ihren Kunden grundsätzlich alle gespeicherten Daten auf Anfrage zur Verfügung stellen müssen, empfiehlt es sich, ein Formular dafür bereitzustellen, das Kunden bei Ihnen einreichen können, wenn sie zum Beispiel Daten löschen lassen möchten oder eine Auskunft wünschen, welche Daten gespeichert worden sind.


  • Schluss mit Halbwissen - Das solltest Du über die neue Datenschutz-Grundverordnung wissen

    2018-03-07

    Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) tritt am 25. Mai 2018 in Kraft. Die Stiftung Datenschutz und Trusted Shops haben sich gemeinsam den gängigsten Vorurteilen zum Thema Datenerfassung und -verarbeitung angenommen und klären auf: Welche Konsequenzen bringt die Verordnung mit sich und was bedeutet dies für jeden einzelnen? Antworten darauf liefert die Infografik.


  • Safer Internet Day: So wählen Internetnutzer ein sicheres Passwort

    2018-02-01

    Soziale Netzwerke, Einkaufsplattformen oder Online-Shops – für jedes Konto benötigen wir ein Passwort. Umso wichtiger ist es, potenziellen Betrügern das Leben möglichst schwer zu machen. Hierfür gilt es, ein möglichst sicheres Passwort zu wählen. Doch wie kann man ein solches Passwort generieren und – was noch viel wichtiger ist – wie vergesse ich es nicht wieder? Rechtsexperte Dr. Carsten Föhlisch von Trusted Shops gibt anlässlich des Safer Internet Day am 6. Februar wertvolle Tipps: Warum sind sichere Passwörter generell wichtig? Er nennt acht goldene Regeln für sichere Passwörter. Wie kann man sich Passwörter merken? Und wie kann man sich vor Phishing schützen?

    Warum sind sichere Passwörter generell wichtig?

    Gelingt es jemandem, das E-Mail-Postfach zu knacken, so erhält der Betrüger Informationen darüber, auf welchen Seiten ein Verbraucher ein Kundenkonto hat. Durch „Passwort vergessen“-Optionen kann sich der Betrüger neue Passwörter zusenden lassen und sich dann auf anderen Websites mit dem Kundenkonto einloggen und zum Beispiel Ware bestellen.

    Die acht goldenen Regeln für sichere Passwörter

    1. Schreiben Sie Ihre Passwörter niemals auf Papier oder einen Post-it am Bildschirm auf.
    2. Speichern Sie diese nicht unverschlüsselt auf der Festplatte ab.
    3. Geben Sie diese möglichst nicht an öffentlichen PCs (z. B. im Internetcafé) ein.
    4. Versenden Sie Passwörter niemals per E-Mail oder aufgrund einer E-Mail-Anfrage.
    5. Legen Sie bei Sicherheitsabfragen Antworten fest, die auch wirklich nur Sie wissen können. Überlegen Sie, welche Informationen sich über soziale Netzwerke über Sie herausfinden lassen.
    6. Ändern Sie regelmäßig Ihre Passwörter– idealerweise alle 30 Tage.
    7. Wählen Sie als Passwort keine Namen oder Wörter, die im Wörterbuch stehen – auch nicht rückwärts und auch nicht aus anderen Sprachen. Insbesondere das Passwort „Password“ zählt zu den beliebtesten Passwörtern.
    8. Und das Wichtigste: Legen Sie überall ein anderes Passwort fest.

    Wie kann man sich Passwörter merken?

    Um sich Passwörter zu merken, empfiehlt es sich, diese aus einem einprägsamen Satz abzuleiten, etwa „Lars hat 2 schwarze Hunde und 3 weiße Katzen.“ Reduziert man diesen Satz auf die Anfangsbuchstaben, ergibt das „Lh2sHu3wK“. Zur Erhöhung der Sicherheit kann man Sonderzeichen einbauen, zum Beispiel das „und“ durch „&“ ersetzen – also „Lh2sH&3wK!“.

    Wie kann man sich vor Phishing schützen?

    Auch das sicherste Passwort nützt nichts, wenn Verbraucher es freiwillig preisgeben. Hierfür verwenden Betrüger täuschend echt aussehende E-Mails (meist mit einer Bank als Absender) und fordern den Empfänger zur Eingabe seiner Zugangsdaten auf. Verbraucher sollten deshalb nicht auf solche gefälschten E-Mails hereinfallen.

    So schützen sich Verbraucher effektiv vor Phishing-Angriffen:

    • Machen Sie niemals – weder telefonisch noch per E-Mail – Angaben über Ihre geheimen Zugangsdaten zum Online- oder Telefonbanking (PIN, TAN oder Kontonummer). Kreditinstitute fordern solche Daten nicht von Ihnen ein, schon gar nicht per Telefon oder E-Mail. Ignorieren Sie daher E-Mails, in denen Sie zur Preisgabe vertraulicher Daten aufgefordert werden – auch wenn Ihnen der angezeigte Absender bekannt erscheint.
    • Prüfen Sie, bevor Sie sensible Daten im Internet angeben, immer die Internet-Adresse, die sogenannte URL, auf der Sie gerade sind.
    • Prüfen Sie auch, ob die verschlüsselte Seite ein gültiges Zertifikat hat. Dieses können Sie prüfen, indem Sie auf das Symbol vor der Internetadresse klicken. Als Symbol wird häufig ein Schloss oder auch das Logo der entsprechenden Seite angezeigt.
    • Sollten Sie versehentlich eine zweifelhafte Internetseite besucht und Ihre Daten preisgegeben haben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, sperren Sie ggf. Ihre PIN und die TAN-Nummern. Informieren Sie Ihre Bank auch darüber, wenn Sie eine solche E-Mail erhalten haben.
    • Falls tatsächlich bereits Summen unberechtigt überwiesen worden sind, so wenden Sie sich bitte umgehend an die Polizei.

  • Das Facebook Feed Update - Das müssen Online-Händler wissen!

    2018-01-23

    Mit einem Update gesteht das Online-Netzwerk den sozialen Kontakten seiner Nutzer wieder mehr Bedeutung zu. Das Unternehmen kündigte ein Update für seinen News Feed an, der Beiträgen von Freunden und Familienmitgliedern künftig Vorrang geben soll vor Prominenten, Markenwerbung und Zeitungsartikeln. Was das für Shopbetreiber bedeutet, erklärt Online-Marketing-Experte Daniel Heller von Trusted Shops.

    Vor ein paar Tagen ließ Mark Zuckerberg in einem Post verlauten, dass sich der Newsfeed bei Facebook wieder einmal ändern wird.

    Der Fokus:

    Facebook soll genutzt werden, um den Menschen näher zu sein, die am wichtigsten sind. Die Zeit, die auf Facebook verbracht wird, soll sich gut anfühlen. Denn dafür wurde es erschaffen.

    Statt Posts von Freunden und Familie, sahen Facebook-Nutzer immer häufiger Posts von Unternehmen und Marken – das soll sich mit dem Feed-Update ändern. Der Facebook CEO will zurück zu den Wurzeln.

    Die Oberhand der professionellen Facebook-Marketer, die sich durch den Video-Boom und -Präferenz von Facebook gefestigt hat, soll sich also in den kommenden Monaten lösen indem sinnvoller Content bevorzugt wird.

    Was bedeutet das für Marketer und Shopbetreiber?

    Content, der keinen Mehrwert hat, wird nicht mehr gezeigt. Verschwindet die Fanpage nun im digitalen Abgrund? Vielleicht.

    Wer nur Reaktion bei seinen Facebook-Posts generiert, weil Nutzer gebaitet werden sollen, für den könnte die Zukunft nicht sehr rosig aussehen.

    Diese Bait-Postings kennt jeder, der auf Facebook unterwegs ist:

    • Markiere drei Freunde, die aussehen wie ein Auto
    • Teile den Beitrag, um diesen Mercedes AMG zu gewinnen
    • Like diesen Beitrag, wenn du willst das 2018 ein tolles Jahr wird

    Durch Machine Learning und K.I. sollen diese Art von Posts erkannt und abgewertet werden – vor allem bei Wiederholungstätern.

    Was tun?

    Diesem Aufmerksamkeitsdefizit kann durch Content, der Fans und Kunden gefällt und hilft, entgegengewirkt werden.

    • Tutorials, Produkttests oder ein Behind-the-Scenes-Vlog?
    • Was ist die beste Zeit für ein Posting?
    • Wie kann Fans Mehrwert geboten werden?

    Um 2018 relevant zu bleiben, müssen Sie diese Fragen beantworten können!

    Video bleibt in!

    Das Video-Format auf Facebook funktioniert und wird auch im Jahr 2018 weiterhin einer der Haupttreiber bleiben, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

    Trotzdem ändert sich auch hier etwas.

    Mit dem Update werden Videos von Marken und Influencern bevorzugt, wenn Nutzer aktiv danach suchen – entweder via der Suchfunktion oder die Fanpage direkt aufrufen. Unternehmer, die darauf setzen eine echte Verbindung zu Ihren Fans und Kunden aufzubauen, werden sich auch in Zukunft keine Sorgen um Views machen müssen.

    Nutzer, die Woche für Woche Videos derselben Creator gucken, werden merken, dass die Videos immer häufiger im Newsfeed erscheinen werden.

    Fans und Kunden das geben, was sie sehen wollen!

    Man sollte mit verschiedenen Content-Formaten experimentieren und die Performance der Postings analysieren, um herauszufinden, was am Besten ankommt.

    Wenn klar ist, was bei der Zielgruppe wie magisch funktioniert, können die jeweiligen Posts beworben werden, um so eine größere Zielgruppe zu erreichen.

    Die Mischung aus gekonntem Content Marketing und Facebook Werbung ist der Schlüssel, um relevant zu bleiben und weiterhin Umsatz über Facebook zu erwirtschaften.


  • 10 Millionen Verbraucher vertrauen Trusted Shops

    2017-11-14

    Das Kölner Unternehmen hat eine beeindruckende Wegmarke in seiner Geschäftsentwicklung passiert: 10 Millionen Mitglieder in Deutschland! Damit baut das Service-Unternehmen für Online-Shopper und -Händler seine führende Position weiter aus.

    Trusted Shops schafft Vertrauen – und das zahlen die Online-Shopper in stetig wachsenden Mitgliederzahlen zurück: Mehr als 10 Millionen registrierte Nutzer in Deutschland profitieren mittlerweile vom Leistungsportfolio der E-Commerce-Marke.

    Eine Mitgliedschaft ist kostenfrei möglich und bietet mit dem sogenannten ‚Käuferschutz‘ eine Grundabsicherung beim Einkauf in den über 25.000 Trusted Shops-zertifizierten Internet-Shops. Damit sinken zwei der wesentlichsten Risiken für Online- Shopper deutlich: Wird ein Artikel nicht geliefert oder bleibt nach Widerruf, Warenrücksendung oder Transportverlust die Rückerstattung aus, kommt Trusted Shops für den materiellen Schaden auf: Im Falle der kostenlosen Mitgliedschaft Trusted Shops Basics bis 100 Euro pro Einkauf, in der Premium-Variante Trusted Shop Plus (9,90 Euro/Jahr) sogar bis 20.000 Euro pro Einkauf. Das Angebot schafft Vertrauen – ein Grundbedürfnis im Internethandel.

    „E-Commerce ist nach wie vor eine Erfolgsstory und wir sind stolz, dass wir Grundlegendes dazu beisteuern: Vertrauen. Unsere Mitgliedschaft ist für Online-Shopper quasi die Eintrittskarte für ein sicheres Shopping-Vergnügen“, sagt Head of Consumer Business Bastian Kolmsee von Trusted Shops.

    Seit der Gründung in 1999 hat das Unternehmen im digitalen Handeln zahlreiche Brücken zwischen Online-Shoppern und -Händlern gebaut, um das Einkaufen im Internet sicher und problemlos zu gestalten. Mit Gütesiegel plus Käuferschutz, Bewertungssystem und Feedbacklösungen für Verkäufer einerseits, mit Shop-Zertifizierungen wie dem Trustbadge sowie Käuferschutz für Käufer andererseits sorgt Trusted Shops maßgeblich für mehr Rechtssicherheit auf dem digitalen Marktplatz.

    „Das Angebot unserer Leistungen ist mit der Bedeutung des Online-Shoppings gewachsen. Mittlerweile verfügen wir ein ganzes Bündel an Maßnahmen und Angeboten, die sich gegenseitig stützen und stärken. Das macht uns zum Anwalt der Interessen von Käufern und Verkäufern im Internet,“ so Kolmsee weiter.


  • "Troll" oder "Scherzkeks"? Trusted Shops typologisiert Fake-Bewerter

    2017-11-01

    Gefälschte Bewertungen – sogenannte Fake-Bewertungen – sind eine der größten Plagen des weltweiten Online-Handels. Sie untergraben nicht nur das Vertrauen der Konsumenten und damit eine wesentliche Grundlage des Online-Shoppings, sondern kosten Unternehmen auch bares Geld – wenn beispielsweise eine gefälschte Bewertung potentielle Kunden vom Kauf abhält. Wie ist hierzulande der Status Quo von Fake-Bewertungen? Welcher Typ Mensch neigt dazu, gefälschte Bewertungen im Internet zu hinterlassen? Eine Umfrage von Trusted Shops gibt Aufschluss.

    In Deutschland bewegen wir uns mit Blick auf Fake-Bewertungen noch auf einem recht niedrigen Niveau: Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag von Trusted Shops unter mehr als 2.000 Teilnehmern geben nur drei Prozent der Befragten an, dass sie schon einmal eine Fake-Bewertung im Internet verfasst haben. Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft könnte jedoch die Zahl der gefälschten Bewertungen in bemerkenswerter Weise zunehmen – frei nach der Devise „Wo viel gekauft wird, wird auch viel bewertet“. So gehen vier Prozent der befragten Personen laut YouGov-Umfrage davon aus, dass sie zur Weihnachtszeit eine Fake-Bewertung schreiben werden. Immerhin 10 Prozent der Befragten sind noch unentschlossen, ob sie das konsumfreudige Treiben in den Wochen vor den Festtagen mit Fake-Bewertungen begleiten werden oder nicht.

    Trolle an der Spitze der „Fake-Hitliste“

    Was sind die Motive dieser Menschen, die gerade über Fake-Bewertungen hart gegen das etablierte Bewertungssystem angehen? Um sich dem Phänomen anzunähern, hat Trusted Enterprise auf Basis seiner Expertise im Management von Kundenbewertungen vier Typen von Fake-Bewertern ausgemacht und bewusst überspitzt in „Ego-Pimper“, „Digital-Rambos“, „Scherzkekse“ und „Trolle“ differenziert. Diese Typen wurden im Rahmen der YouGov- Umfrage auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Trolle werden mit Abstand als häufigste Verursacher (35 Prozent) von gefälschten Bewertungen für Dienstleistungen und Produkte genannt. Auf Platz zwei „kämpfen“ sich die Digital-Rambos (26 Prozent). Mit 20 Prozent folgen Ego-Pimper, knapp vor den Scherzkeksen (19 Prozent).

    Dem Fake-Problem mit KI Einhalt gebieten

    Verbraucher und Unternehmen sind Fake-Bewertungen nicht schutzlos ausgeliefert. Es gibt Möglichkeiten dagegen anzugehen. Da bei vielen Shops in Spitzenzeiten stündlich Tausende von Feedbacks eingehen, ist eine Prüfung der Bewertungen manuell nicht mehr zu stemmen. „Trusted Enterprise setzt bei der Validierung von Bewertungen unter anderem auf Künstliche Intelligenz (KI). Sie hilft uns dabei, gefälschte Bewertungen zu identifizieren“, kommentiert Daniel Feyler, KI-Experte bei Trusted Enterprise. „Doch Künstliche Intelligenz kann noch viel mehr: Mit ihr können die Meinungen zahlloser Kunden auf zentrale Kernaussagen komprimiert werden. Auf deren Basis können Unternehmen bessere Entscheidungen treffen.“


  • Neues EU-Datenschutzrecht: So versteht es jedermann

    2017-10-19

    Gesetzestexte sind nicht gerade dafür bekannt leicht verständlich zu sein. Insbesondere dann nicht, wenn es sich um europaweites Datenschutzrecht handelt. Allerdings schützt Unwissenheit vor Strafe nicht! Für jeden gelten ab 1. Mai 2018 die neuen Bestimmungen. Wer sich nicht daran hält, muss sich gegebenenfalls auf empfindliche Geldstrafen einstellen. Um das zu verhindern, hat Trusted Shops die neue Datenschutz-Grundverordnung für jedermann verständlich in Form von zehn Geboten aufbereitet.

    Die 10 Gebote der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO)

    1. Gebot: Was geschrieben steht, sollst Du befolgen

    Im E-Commerce gelten die 10 Gebote aufgrund der intensiven Datenverarbeitung für alle Unternehmen, egal wie groß oder klein sie sind.

    2. Gebot: Du sollst Zeugnis über Deine Taten ablegen

    Du musst die Einhaltung der Anforderung der DS-GVO jederzeit nachweisen können. Du bist daher verpflichtet, ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten zu führen.

    3. Gebot: Du sollst schätzen, welche Gefahr Dein Handeln birgt

    Rechte und Freiheiten Betroffener dürfen durch die Datenverarbeitung nicht gefährdet werden. Die automatisierte, systematische und umfassende Datenerfassung birgt Risiken, die Du in einer „Datenschutzfolgeabschätzung“ darstellen musst.

    4. Gebot: Du sollst tun, was zum Schutz getan werden muss

    Du musst Datenschutzverletzungen durch den geeigneten Einsatz von technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM) vermeiden. Sollte es doch zu Verletzungen kommen, müssen diese binnen 72 Stunden gemeldet werden.

    5. Gebot: Du sollst Deine Verträge sorgsam schließen

    Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung werden ausführlicher und müssen den Einsatz von Subunternehmen enthalten, zum Beispiel beim Einsatz von Analysetools und beim Webhosting.

    6. Gebot: Du sollst den Willen anderer achten

    Die Datenverarbeitung ist zulässig, wenn eine Einwilligung vorliegt. Die Anforderungen an diese Einwilligung werden verschärft: Unter anderem beträgt das Mindestalter 16 Jahre.

    7. Gebot: Du sollst Dich gründlich erklären

    Mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung entstehen zusätzliche Informationspflichten. Unter anderem muss die Datenschutzerklärung detaillierter erfolgen.

    8. Gebot: Du sollst den Menschen lassen, was ihres ist

    Die Menschen, deren Daten verarbeitet werden, haben das Recht, diese zu einem anderen Anbieter, Dienstleister oder einer anderen Plattform „mitnehmen“ zu können. Um das zu gewährleisten, musst Du für die „Portabilität“ der Daten sorgen.

    9. Gebot: Du sollst zum Wohl der Menschen Deine Speicher leeren

    Menschen können verlangen, dass ihre Daten vollständig gelöscht werden, wenn sie ihre Einwilligung zur Datenverarbeitung widerrufen, die Speicherung der Daten nicht mehr notwendig ist, die Daten unrechtmäßig verarbeitet wurden oder eine Rechtspflicht zum Löschen nach EU- oder nationalem Recht besteht. Dies wird mit dem „Recht auf Vergessenwerden“ bezeichnet.

    10. Gebot: Du sollst wissen, welche Buße Dir auferlegt werden kann

    Bei Verstößen drohen nach neuem Recht Bußgelder von bis zu 20 Millionen Euro oder von bis zu 4% des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes.


  • Trusted Shops und eBay schützen eBay-Verkäufer gemeinsam vor Abmahnungen

    2017-09-07

    Kostenfreie Integration des Service-Pakets „Abmahnschutz Basic“ in alle eBay Shop-Abonnements / Rechtstexte-Generator erlaubt einfache und schnelle Erstellung von rechtssicheren Texten für den eBay Shop

    Abmahnungen, insbesondere missbräuchliche, sind für viele Online-Händler ein brisantes und kostspieliges Thema. Laut einer Studie von Trusted Shops aus dem vergangenen Jahr empfindet jeder zweite Händler Abmahnungen als existenzbedrohend. Im aktuellen Marktplatz-KIX von ECC Köln und eBay gaben acht von zehn Online-Marktplatzhändlern an, dass sie sich von der kommenden Bundesregierung einen besseren Schutz vor missbräuchlichen Abmahnungen wünschen. Durch eine neue Kooperation wollen Trusted Shops und eBay Online-Händlern gemeinsam dabei helfen, abmahnsichere Texte zu erstellen und in den Shop einzubinden, um besser vor Abmahnungen geschützt zu sein.

    Die Kooperation beinhaltet die kostenfreie Integration des Service-Pakets „Abmahnschutz Basic“ in alle eBay Shop-Abonnements. Ein wesentlicher Bestandteil des Pakets ist ein Rechtstexte-Generator von Trusted Shops, mit dem eBay-Händler einfach und schnell rechtssichere Texte für das Impressum, die Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung und AGB für den deutschen Markt erstellen können. Für die Erstellung der Texte beantwortet der Nutzer im Rechtstexte-Generator Fragen und wird darüber hinaus mit Hilfetexten unterstützt.   Weitere Bestandteile des Pakets „Abmahnschutz Basic“ sind:

    Haftungsübernahme: Trusted Shops übernimmt die volle Haftung für alle generierten Rechtstexte.
    Guide und E-Mail-Support: Bei Fragen zu den generierten Rechtstexten oder deren Integration steht ein Ansprechpartner via E-Mail zur Verfügung.
    Update-Service via E-Mail: Bei Änderungen durch neue Gesetze, Rechtsprechung, Abmahnungen etc. erfolgt eine Benachrichtigung per E-Mail, inklusive konkreter Anweisungen, welche Texte geändert werden müssen.

    „Unternehmen müssen sich voll und ganz auf ihr Geschäft konzentrieren können. Dafür behalten wir als Partner seit über 15 Jahren national und international die Rechtslage im Auge und Abmahnungen auf Abstand“, erklärt Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Rechtsabteilung von Trusted Shops.

    „Aus Gesprächen mit unseren Händlern wissen wir, dass die laufende Pflege der Rechtstexte oft einen großen Zeitaufwand einfordert“, erklärt Denis Burger, Senior Director Seller Growth eBay Germany. „Gemeinsam mit Trusted Shops möchten wir den eBay-Händlern diesen Aufwand abnehmen, so dass sie sich voll auf das Wachstum ihres Shops konzentrieren können. Die rechtliche Seite des Verkaufens bei eBay soll so einfach wie möglich sein“, so Burger weiter.

    Das Paket „Abmahnschutz Basic“ wird eBay-Händlern noch im September zur Verfügung stehen.


  • Trusted Shops erweitert Partnernetzwerk - Zusammenarbeit mit Mastercard vereinbart

    2017-07-14

    Trusted Shops und Mastercard setzen auf eine engere Zusammenarbeit. Im Rahmen der Kooperation wird Masterpass auf Einhaltung der Trusted Shops Richtlinien als neuer Authorized Partner zertifiziert.

    „Wir freuen uns mit Mastercard, dem schnellsten Zahlungsabwicklungsnetzwerk der Welt, zusammen zu arbeiten“, sagt Vanessa Kupke, Head of Partner Management bei Trusted Shops und ergänzt: „Der digitale Wandel bringt Innovationen im bargeldlosen Zahlungsverkehr sowie mehr Sicherheit für Handel und Verbraucher mit sich. Mastercard möchte Firmen bei ihren Wachstumsprozessen unterstützen und sichere, einfache elektronische Zahlungsformen bereitstellen.“

    Als Technologieunternehmen möchte Mastercard mit verschiedenen Bezahllösungen auf die individuellen Bedürfnisse der Verbraucher in ihrer Lebenswelt eingehen. Sichere digitale Innovationen bilden daher den Kern der Firmenstrategie.

    „Unternehmen benötigen eine Lösung für den Verkauf von Waren und Serviceleistungen, bei der sie sich keine Gedanken über den Standort ihrer Kunden machen müssen“, erklärt David Klemm, Vice President Business Development Mastercard, und fügt hinzu: „Wir freuen uns, diese Zukunft mit unserer Innovationskraft und Trusted Shops als Partner weiter aktiv zu gestalten.“


  • Gebühren für Zahlungsmittel - Was man darf und was nicht!

    2017-07-12

    Auch nach der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie ist es möglich, Zuschläge für bestimmte Zahlungsarten zu verlangen. Die Zulässigkeit solcher Zuschläge ist jedoch an gewisse Voraussetzungen gebunden. Worauf kommt es dabei an? Wie hoch dürfen die Gebühren sein? Diese und andere Fragen werden von Rechtsexpertin Tanya Stariradeff beantwortet.

    Voraussetzungen für Zahlartgebühren

    Ein Shopbetreiber kann gem. § 312a Abs. 4 BGB unter zwei Voraussetzungen Zuschläge für die Verwendung bestimmter Zahlungsarten verlangen:

    Es muss eine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsart angeboten werden.
    Der vereinbarte Zuschlag für die Zahlungsart darf nicht über diejenigen Kosten hinausgehen, die durch die Nutzung dieses Zahlungsmittels entstehen.

    Die Frage, welche Zahlungsmittel diese Bedingungen erfüllen, ist jedoch nicht einfach zu beantworten. Mehrere Gerichtsentscheidungen haben sich inzwischen mit diesem Thema beschäftigt.

    Welche Zahlungsmittel sind gängig?

    Ein Zahlungsmittel ist gängig, wenn es unter den Verbrauchern weit verbreitet ist. Diese Voraussetzung erfüllen jedenfalls die Barzahlung, die Überweisung, der Kauf auf Rechnung, die Lastschrift oder verbreitete Kreditkarten.

    Mehrere Urteile betreffen die Frage, ob bestimmte Arten von Kreditkarten gängig sind. Für folgende Kreditkarten wurde entschieden, dass sie diesen Anforderungen nicht genügen:

    – Visa Entropay (LG Berlin, Urt. .v. 12.1.2016 – 15 O 557/14 und LG Hamburg, Urt. v. 1.10.2015 – 327 O 166/15)
    – Visa Electron und MasterCard Gold (LG Leipzig, Urt. v. 14.7.2015 – 05 O 3326/14)
    – Viabuy Prepaid MasterCard (LG Hamburg, Urt. v. 18.11.2016 – 315 O 28/16).

    Welche Zahlungsmittel sind zumutbar?

    Ob ein Zahlungsmittel zumutbar ist, hängt vor allem von der Frage ab, ob seine Verwendung für den Verbraucher Mehraufwand bedeutet oder ob z.B. Sicherheitsaspekte dagegen sprechen. Nicht zumutbar sind die Kreditkartensysteme Visa Electron und „fluege.de MasterCard Gold“ (LG Dresden, Urt. v. 3.2.2015 – 14 U 1489/14). Hier kann nicht von einem zumutbaren Aufwand für den Verbraucher ausgegangen werden, da entweder zuvor eine Prapaid-Karte aufgeladen werden muss oder überhaupt erst der Abschluss eines gesonderten Kreditkartenvertrags notwendig ist.

    Nicht abschließend geklärt ist jedoch, ob die Sofortüberweisung diese Voraussetzung erfüllt. Die erste Instanz (LG Frankfurt a.M., Urt. v. 24.6.2015 – 2-06 O 458/14) stufte die Sofortüberweisung ausdrücklich als gängige, aber nicht zumutbare Zahlungsart ein. Der Grund hierfür war, dass der Verbraucher einem Dritten seine Kontozugangsdaten zur Verfügung stellen muss. Der Kunde könne nicht gezwungen werden, seine Finanzdaten einem Sicherheits- oder Missbrauchsrisiko auszusetzen. Dieser Einschätzung widersprach jedoch das OLG Frankfurt (Urt. v. 24.8.2016 – 11 U 123/15). Das Gericht hat festgestellt, dass keine konkreten Missbrauchsrisiken bestünden. Allgemeine Missbrauchsrisiken reichen nach Auffassung des Gerichts jedenfalls nicht, denn diesen seien Verbraucher im Internet generell ausgesetzt. Allerdings ist das letzte Wort in dieser Frage noch nicht gesprochen, denn die Revision wurde zugelassen und damit ist zu erwarten, dass sich der BGH mit dieser Frage beschäftigen wird.

    Höhe der Gebühren

    Die Höhe der Gebühren, die für die Nutzung des Zahlungsmittels erhoben werden dürfen, darf nicht höher sein als die Kosten, die dadurch auch tatsächlich entstehen. Auch zu dieser Frage sind bereits mehrere Urteile ergangen. So wurde bereits entschieden, dass Kreditkartengebühren i. H. v. 5 % nicht den Kosten des Zahlungsdienstleisters entsprächen (LG Berlin, Urt. v. 12.1.2016 – 15 O 557/14). Der Kläger hatte hier vorgetragen, dass bei Zahlungen per Kreditkarte maximal 0,8 % bis 2,5 % als Gebühr anfielen. Auch eine Kreditkartengebühr i. H. v. 9,90 € wurde als unzulässig erachtet (LG Leipzig, Urt. v. 14.7.2015 – 05 O 3326/14). In einem anderen Fall wurde eine „Zahlungspauschale“ i. H. v. 7 € erhoben, die konkret 15 % des Gesamtpreises ausmachten (LG Aschaffenburg, Urt. v. 13.7.2016 – 1 HK O 66/15). In allen Fällen konnten die Beklagten nicht beweisen, dass die von ihnen geforderten Kosten tatsächlich entstanden sind.

    Verbot von Zahlartgebühren ab Januar 2018

    Allerdings wird sich das Thema ab Januar 2018 für bestimmte Zahlungen erledigen, denn der Deutsche Bundestag hat am 1. Juni 2017 das „Gesetz zur Umsetzung der zweiten Zahlungsdiensterichtlinie“ beschlossen. Danach dürfen Händler in Zukunft keine gesonderten Gebühren für Kartenzahlungen, Überweisungen oder Lastschriften verlangen. Das Gesetz tritt allerdings erst zum 13. Januar 2018 in Kraft.

    Tipp:

    Wenn Gebühren für bestimmte Zahlungsarten verlangt werden, muss mindestens eine kostenlose und zumutbare Zahlungsart angeboten werden. Im Zweifel muss der Shopbetreiber beweisen, dass die Höhe der Gebühren den tatsächlich entstandenen Kosten entspricht. Hier ergibt es Sinn, bestimmte Zahlungspauschalen nicht als Zahlartgebühren zu erheben, sondern zuvor in den Kaufpreis einzupreisen – dann ist man auch über den 18. Januar 2018 hinaus auf der sicheren Seite.


  • Ferienzeit genießen: So können Shopbetreiber sorglos in den Urlaub

    2017-07-10

    Das Internet kennt keine Öffnungszeiten, Online-Shopping ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Aber irgendwann fahren selbst Online-Händler mal in den Urlaub – und die meisten Kunden haben Verständnis dafür. Trusted Shops erläutert, was Shopbetreiber beachten sollten, damit die wohlverdiente Erholung nicht schon am ersten Tag nach dem Urlaub direkt wieder verflogen ist.

    1. Den Online-Shop nicht komplett schließen, denn durch die Umstellung auf den „Wartungsmodus“ zum Beispiel verschwindet der Online-Shop vollständig von der Bildfläche und auch die mühsam erkämpften Rankings bei Suchmaschinen brechen durch die nicht mehr verfügbaren Inhalte schnell ein.

    2. Ideal: Installation einer Vertretung. Das kann der Bekannte sein, der gerade etwas Luft hat, oder ein Student. So können Verzögerungen in der Kommunikation und im Versand reduziert werden.

    3. Wichtig: Rechtzeitige Kommunikation, dass man im Urlaub ist. Mindestens 14 Tage vorher und gut sichtbar: Auf der Startseite, in einem Störer und während der Bestellung bei jedem Produkt.

    4. Überprüfung, dass die veränderten Lieferfristen an allen Stellen im Online- Shop stimmen. Checken der automatischen Bestellbestätigung, der E-Mail-Signatur und der AGB.

    5. Anreize schaffen, um mögliche Umsatzeinbußen abzufangen, z.B. mit einem Sommerferien-Rabatt oder kostenloser Lieferung bei Bestellungen bis zum Urlaubsende.

    Extra-Tipp: Online-Marktplätze
    Der Hinweis, dass man Urlaub macht und sich die Lieferzeiten verändern, genügt nicht, wenn die Online-Plattform die Lieferzeitangabe in der Artikelbeschreibung weiterhin automatisch und davon abweichend einblendet. Notfalls sollte man die Angebote für die Urlaubszeit aus den Online-Marktplätzen entfernen.


  • Versandkosten beim Widerruf - Wer zahlt was?

    2017-07-06

    Im Rahmen des Widerrufsrechts müssen die erhaltenen Leistungen zurückerstattet werden. Doch gilt das auch für die Hin- und Rücksendekosten? Was ist mit Expresszuschlägen? Und kann der Verbraucher verpflichtet werden, Retourenscheine zu nutzen?

    Hinsendekosten

    Die Hinsendekosten sind die Versandkosten, die der Verbraucher im Rahmen der Bestellung bezahlt hat. Diese müssen grundsätzlich zurückerstattet werden und können dem Verbraucher nicht auferlegt werden. Ausnahmen bestehen nur bei Expresszuschlägen und beim Teilwiderruf:

    a) Expresszuschläge

    Wenn der Verbraucher aktiv eine andere Versandart als die günstigste vom Händler angebotene Versandart gewählt hat, zum Beispiel einen teureren Expressversand, so müssen dem Verbraucher lediglich die Kosten zurückerstattet werden, die beim günstigsten Standardversand entstanden wären. Beispiel: Der Verbraucher entscheidet sich für einen Expressversand für 15 Euro. Der günstigste Standardversand würde 5 Euro kosten. Es müssen dann lediglich 5 Euro zurückerstattet werden, die 10 Euro Differenz bezahlt der Verbraucher. Voraussetzung ist hier allerdings, dass der günstigste Standardversand zumutbar ist. Das bedeutet, dass dem Verbraucher die Differenz zum teureren Versand dann nicht auferlegt werden kann, wenn der günstigste Versand zum Beispiel unangemessen längere Lieferzeiten aufweist.

    b) Teilwiderruf

    Widerruft ein Kunde nur einen Teil seiner Bestellung und behält zum Beispiel von fünf zugesendeten Produkten nur zwei, handelt es sich um einen so genannten Teilwiderruf. Hier ist bei der Tragung der Rücksendekosten zu differenzieren:

    Als Faustformel gilt: Dem Verbraucher müssen diejenigen Hinsendekosten nicht zurückerstattet werden, die für den Teil der Bestellung angefallen wären, den er nicht widerrufen hat. Das bedeutet, dass der Verbraucher bei einer Versandkostenpauschale nicht etwa einen Anteil der Hinsendekosten zurückerstattet bekommen muss, da diese Kosten für ihn ohnehin angefallen wären. Bei einer Versandkostenstaffelung muss dem Verbraucher aber unter Umständen ein Teil der Hinversandkosten zurückerstattet werden. Denkbare Beispiele betreffen vor allem Versandkostenstaffelungen nach Gewicht, wenn die Bestellung, die der Kunde behält, durch den Teilwiderruf in eine günstigere Gewichtsklasse rutscht. Dann muss dem Verbraucher die entsprechende Differenz zurückerstattet werden, sodass er nur den Teil der Hinsendekosten trägt, die für die verbleibende Bestellung angefallen wären.

    Der umgekehrte Fall betrifft die nachträgliche Auferlegung von Hinsendekosten, wenn durch den Teilwiderruf eine Versandkostenfreigrenze unterschritten wird. Beispiel: Die Versandkostenfreigrenze beträgt 50 Euro. Der Verbraucher bestellt 2 Artikel à 30 Euro und widerruft anschließend einen dieser Artikel. Mit dem verbliebenen Artikel wäre der Verbraucher unter der Versandkostenfreigrenze und hätte entsprechend Versandkosten bezahlen müssen. Die Hinsendekosten können dem Verbraucher hier nachträglich auferlegt werden. Allerdings muss hierzu in der Widerrufsbelehrung selbst, in den AGB und bei den Versandkosten über diese Regelung informiert werden und es muss im Bestellprozess eine ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers eingeholt werden. Die saubere Gestaltung ist in diesem Fall zugleich wichtig und schwierig, sodass eine solche Gestaltung nicht ohne anwaltliche Beratung zu empfehlen ist.

    Rücksendekosten

    Mit den Rücksendekosten sind die Kosten gemeint, die für die Rücksendung der Ware vom Verbraucher an den Händler im Rahmen des Widerrufsrechts anfallen. Diese Kosten sind nach der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie grundsätzlich vom Verbraucher zu tragen. Ausnahmen bestehen dann, wenn der Händler die Kosten freiwillig übernimmt oder es versäumt, über die Tragung der Rücksendekosten zu informieren.

    Besonderheit: Nicht paketversandfähige Ware

    Bei nicht paketversandfähiger Ware muss der Verbraucher über die konkrete Höhe der Rückversandkosten informiert werden. Die Musterwiderrufsbelehrung sieht auch die Möglichkeit vor, einen Höchstbetrag zu schätzen, soweit die Kosten der Rücksendung vernünftigerweise nicht im Voraus berechnet werden können.

    Frieder Schelle ist Wirtschaftsjurist und seit 2011 für Trusted Shops im Bereich Audit & Legal tätig. Er war verantwortlich für die Entwicklung rechtlicher Dokumente im Rahmen der Auditierung Schweizer Onlineshops und für die Betreuung deutscher und britischer Shops im Auditprozess. Seit 2014 ist Frieder im Bereich Legal Expert Services als Consultant tätig und betreut Rechtsberatungsprojekte und die Trusted Shops Abmahnschutzpakete. Frieder Schelle beschäftigt sich seit 2008 intensiv mit den Themenfeldern Wettbewerbs- und Medienrecht.

    Retourenscheine

    Retourenscheine sind eine clevere Möglichkeit, die Retouren im Rahmen des Widerrufs effizienter zu gestalten: Die Retouren sind direkt richtig adressiert, die Bestellungen können einfacher zugeordnet werden und die Kosten der Rücksendekosten sinken. Nun die schlechte Nachricht: Der Kunde kann nicht verpflichtet werden, angebotene Retourenscheine zu nutzen. Allerdings kann im Rahmen der Widerrufsbelehrung die Tragung der Rücksendekosten so gestaltet werden, dass der Verbraucher die unmittelbaren Kosten der Rücksendekosten trägt, es sei denn, er nutzt den angebotenen Retourenschein.

    Der TIPP:

    Die Kosten der Rücksendung sind grundsätzlich vom Verbraucher zu tragen, wenn er zutreffend darüber informiert wurde. Es wird empfohlen, die Muster-Widerrufsbelehrung nach Möglichkeit unverändert zu nutzen.


  • Lieferzeitangaben: Auf diese Formulierungen sollte besser verzichtet werden!

    2017-05-18

    Die Angabe von Lieferzeiten stellt Onlinehändler immer wieder vor große Herausforderungen. Was ist hier zulässig? Welche Formulierungen sollten vermieden werden? Trusted Shops liefert einen aktuellen Überblick zur Rechtsprechung und zeigt die größten Fallstricke bei der Angabe von Lieferzeiten auf.

    Angabe eines konkreten Liefertermins?

    Seit der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie im Juni 2014 ist vor Abgabe der Bestellung klar und verständlich der „Termin, bis zu dem der Unternehmer die Waren liefern oder die Dienstleistung erbringen muss“ anzugeben. Auch wenn der Wortlaut etwas Anderes vermuten lässt: Die Angabe eines konkreten Lieferdatums ist nicht erforderlich. Wie bisher genügt auch die Angabe eines Zeitraumes z.B. in Tagen.

    Neu ist allerdings, dass in jedem Fall Lieferzeitangaben gemacht werden müssen. Nach altem Recht waren konkrete Lieferzeiten dann entbehrlich, wenn die Ware sofort lieferbar war (BGH, Urteil v. 07.04.2005, I ZR 314/02)

    Grundsatz: Lieferzeiten müssen stimmen

    Der Händler ist angehalten, dass Lieferzeiten stets aktuell sind, andernfalls kann eine Irreführung des Verbrauchers vorliegen. So untersagte es das LG Lüneburg einem Händler, mit „Lieferfrist 2-4 Werktage“ werben, obwohl dieser bereits wusste, dass er die Lieferzeit nicht einhalten kann (LG Lüneburg, Urteil v. 21.01.2016, 7 O 88/15)

    Stolpersteine bei Lieferzeitangaben

    Viele Händler versuchen, ihre Lieferzeiten durch Relativierungen möglichst offen zu halten, um etwaige Verspätungen im Versand und bei der Postlaufzeit wieder auszugleichen. Hierbei kommt es allerdings auf den genauen Wortlaut an. Viele Relativierungen von Lieferzeiten wurden von Gerichten bereits für unzulässig erklärt.

    Die größten Abmahnfallen:

    „Versandfertig in…“

    Bloße Angaben, ab welchem Zeitpunkt eine Ware verfügbar oder versandfertig ist, sind nicht ausreichend. Die Lieferzeit umfasst den Zeitraum bis zum Erhalt der Ware, sodass die Postlaufzeit des Paketes nicht ausgeklammert werden kann. Dies stellt auch die für den Verbraucher relevante Angabe dar.

    Lieferzeit „auf Anfrage“

    Das OLG Hamm urteilte 2009, dass der Hinweis „Lieferzeit auf Anfrage“ nicht ausreiche, wenn die Lieferbarkeit der Ware an sich in Frage steht (OLG Hamm, Urteil v. 17.03.2009, 4 U 167/08). Auch sind seit 2014 für alle angebotenen Produkte Lieferfristen anzugeben. Die Möglichkeit, diese beim Händler zu erfragen, genügt hier nicht

    „Lieferzeiten sind unverbindlich“

    AGB-Klauseln, welche die genannten Lieferzeiten als unverbindlich darstellen, sind ebenfalls zu vermeiden. Die Klausel „Angaben über die Lieferfristen sind unverbindlich, soweit nicht ausnahmsweise der Liefertermin verbindlich und schriftlich zugesagt wurde“ ist unzulässig, da die Lieferzeit offengehalten wird. Dies benachteilige den Verbraucher unangemessen (OLG Frankfurt a.M., Urteil v. 9.3.2005, 2-02 O 341/04 und Urteil v. 10.11.2005, 1 U 127/05).

    Auch die folgende Klausel wurde als unzulässig gewertet (OLG Hamm, Urteil v. 18.09.2012, I-4 U 105/12): „Angegebene Lieferfristen stellen nur einen Richtwert dar und gelten daher nur als annähernd vereinbart (Zirka-Fristen).“

    Man kann sich nicht der Angabe eines Liefertermins entziehen, indem behauptet wird, die angegebene Lieferfrist sei unverbindlich oder ein bloßer Richtwert

    Lieferzeiten „in der Regel“

    Bereits 2009 wurde die Klausel „in der Regel 1-2 Werktage bei DHL-Versand“ abgemahnt und vom OLG Bremen (Beschluss v. 08.09.2009, 2 W 55/09) als Verstoß gegen das Bestimmtheitsgebot für unzulässig erklärt. Das Gericht begründete dies damit, dass keine Endfrist angegeben und der Verbraucher daher nicht darüber im Klaren sei, wie lange er höchstens auf seine Bestellung warten muss. Auch das KG Berlin (Beschluss v. 03.04.2007, 5 W 73/07) wertete „in der Regel“-Lieferzeiten als unzulässig

    „Voraussichtliche“ Lieferzeiten

    Bei voraussichtlichen Lieferzeiten handelt es sich um eine nicht hinreichend bestimmte Frist für die Leistungserbringung. Da die Frist zu unbestimmt sei, wurde der Zusatz „voraussichtlich“ von dem OLG Bremen (Urteil v. 05.10.2012, 2 U 49/12) als unzulässig gewertet. Durch den relativierenden Zusatz „voraussichtlich“ könne der Kunde nicht zuverlässig einschätzen, wann die Voraussetzungen der Fälligkeit (und damit die Möglichkeit, den Verkäufer in Verzug zu setzen) gegeben sind.

    Tipp

    Auf die oben dargestellten Klauseln sollten besser verzichtet werden. Anders verhält es sich allerdings mit Zirka-Lieferzeiten (z.B. „Lieferzeit ca. 3 Tage“). Diese wurden von der Rechtsprechung ausdrücklich für zulässig gehalten, da sich die Lieferzeit hier nach dem Verständnis des Kunden hinreichend zuverlässig eingrenzen lässt (so OLG Bremen, Beschluss vom 18.05.2009 – 2 U 42/09 und Urteil v. 05.10.2012, 2 U 49/12). Die Lieferzeit sei im Wesentlichen festgelegt und von dem mitgeteilten Zeitrahmen dürfe nur in einem geringfügigen Maße abgewichen werden. Die Zulässigkeit von ca.-Lieferzeiten wurde übrigens auch bereits zur neuen Rechtslage bestätigt (OLG München, Beschluss v. 8.10.2014, 29 W 1935/14).

    Alternativ ist es auch möglich, eine Relativierung durch Angabe einer Höchstfrist zu begrenzen, sodass der Verbraucher weiß, wann er spätestens mit der bestellten Ware rechnen kann. Auch die Angabe einer Zeitspanne wie z.B. „Lieferzeit: 3 – 5 Tage“ ist denkbar. Um auf Nummer sicher zu gehen will, sollte auf jede Relativierung der genannten Lieferzeiten verzichtet werden.


  • Trusted Shops-Check: Die Online-Parteienshops sind für die heiße Phase des Wahlkampfs gerüstet wie noch nie

    2017-05-11

    In drei Tagen laufen in Nordrhein-Westfalen (NRW) die Wahlurnen heiß. Der Urnengang im bevölkerungsreichsten Bundsland gilt als Vorbote für die Bundestagswahl im September. Bereits auf Hochtouren laufen auch die Online-Shops der Parteien: Es gilt, die eigenen Anhänger für den Wahlkampf mit den passenden Partei-Utensilien wie T-Shirts, Fahnen & Co. zu versorgen. Im Vorfeld der NRW- und der Bundestagswahl 2017 hat Trusted Shops die Online-Parteienshops wie im jahr 2013 wieder genauer unter die Lupe genommen. Zentrale Erkenntnis: Die Shops sind für die heiße Wahlkampfphase und den Shopping- Ansturm der Partei-Anhänger so gut gerüstet wie noch nie. Das sah vor vier Jahren noch ganz anders aus.

    Datenschutz und Sicherheit mangelhaft

    Zur Bundestagswahl 2013 unterzog Trusted Shops die Parteienshops einer gründlichen Prüfung. Im damaligen Test konnte keiner der Shops ein positives Resultat erzielen, ausnahmslos alle wiesen erhebliche Mängel auf. Es lagen Verletzungen gegen das Telemediengesetz, Bundesdatenschutzgesetz sowie gegen mehrere Paragraphen des Bundesgesetzbuchs (BGB) vor. Als Spitzenreiter der Mängelliste erwies sich die SPD, die die Kontodaten der Käufer unverschlüsselt übertrug – ein grober Vertoß gegen das Datenschutzgesetz.

    Parteienshops haben ihre Lektion gelernt und massiv nachjustiert

    An den E-Commerce werden besondere Anforderungen in puncto Datensicherheit und Kostentransparenz gestellt, die selbstverständlich auch für die Online-Angebote der großen deutschen Parteien gelten. Von Trusted Shops in diesem Jahr einer eingehenden Prüfung unterzogen wurden die Shops der SPD, der CDU, der FDP, der CSU, der Linken, der AfD und der Piraten. Der Shop der Grünen ist nur Mitgliedern vorbehalten, dementsprechend einer Prüfung nicht zugänglich. Insgesamt schnitten die Shops über alle Untersuchungskriterien hinweg deutlich besser ab als noch vor vier Jahren. Insbesondere die positiven Ergebnisse der Parteien-Shops zu hochsensiblen Themen wie Datenschutz, Sicherheit und Widerruf stechen hervor.

    Trusted Shops hat Repräsentanten der großen Volksparteien CDU und SPD um ihre Einschätzung der Ergebnisse gebeten:

    Dr. Stefan Hennewig, Bereichsleiter Kampagne und Marketing, CDU: „Der Online-Shop der CDU ist schon seit Jahren neben dem öffentlichen Internetangebot CDU.de und dem Mitgliedernetz CDUplus ein zentraler Baustein in der digitalen Infrastruktur der CDU Deutschlands. Wie bei allen Internetangeboten legt die CDU großen Wert auf gute Usability und rechtskonforme Programmierung.“

    Jan Almstedt, Abteilungsleiter Kommunikation SPD-Parteivorstand: „Das gute Testergebnis motiviert uns, noch besser zu werden: die richtigen Produkte, gute Preise, schnelle Abwicklung und Datensicherheit. Denn wir verstehen uns als Dienstleister für die Partei und die vielen Freiwilligen.“

    Zentrale Ergebnisse im Detail:
    – Ausnahmslos alle Shops erreichten eine überdurchschnittlich hohe Gesamtbewertung von mindestens 60 Prozent (Mittelwert aller Untersuchungskriterien)
    – Bis auf den Shop der FDP (40 Prozent) ist der Bestellprozess bei allen Shops einwandfrei abgewickelt (100 Prozent)
    – Der wichtige Punkt „Widerruf der Bestellung“ ist bei annähernd allen Shops tadellos gestaltet (100 Prozent)
    – Auch der Datenschutz der Kunden wurde stark verbessert, sodass sich kein Shopangebot mehr negativ hervortat
    – Die Linke präsentiert sich als Gesamtsieger des Tests (80 Prozent), sie erreichte als einziger Parteienshop eine beinahe fehlerfreie Gesamtbewertung.
    – Lediglich in dem Punkt Lieferung und Zahlung müssen die Shops noch nachlegen

    Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops, kommentiert: „Zwischen den Ergebnissen unseres Check-Ups 2017 und dem vor der letzten Bundestagswahl liegen Welten: Die Online- Parteienshops haben mächtig nachjustiert und optimiert. Sie erfüllen mittlerweile alle relevanten Kriterien, an die sich ein Online-Händler in Deutschland halten muss.“


  • Blumen und Pralinen zum Muttertag: Darf der Kunde widerrufen?

    2017-05-09

    Blumen und Pralinen gehören zu den beliebtesten Geschenken zum Muttertag. Im Online-Handel stellen sie die Verkäufer jedoch vor Herausforderungen, da die Kundschaft einen besonderen Wert auf die Frische bei Ankunft legt. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn der Käufer nach einigen Tagen auf sein Widerrufsrecht besteht und Rückerstattung verlangt. Aber darf er das überhaupt?

    Kein Widerrufsrecht für Schnittblumen, für Topfpflanzen aber schon
    § 312g Abs. 2 S. 1 Nr. 2 BGB schließt schnell verderbliche Waren vom Widerrufsrecht aus. Schnell verderbliche Waren sind solche, die nach der Auslieferung und innerhalb der regulären Widerrufsfrist von 14 Tagen aufgrund eines unumkehrbaren natürlichen Vorgangs so verschlechtern, dass ein bestimmungsgemäßer Gebrauch nicht mehr möglich ist. Die schnelle Verderblichkeit muss objektiv und im Voraus festgestellt werden können.

    Eine generelle Ausnahme vom Widerrufsrecht für Pflanzen besteht nach diesen Grundsätzen nicht, da sie eine unterschiedliche Lebensdauer haben. Schnittblumen sind nach ein paar Tagen in der Vase verdorben. Auf ein Widerrufsrecht kann sich der Kunde hier nicht berufen. Anders hingegen bei lebenden Bäumen. So hat das OLG Celle (Beschl. v. 04.12.2012, 2 U 154/12) ausgeführt:

    „Lebende Bäume werden gekauft und hierfür versandt, damit sie eingepflanzt werden und viele Jahre und Jahrzehnte wachsen und gedeihen. Lebende Bäume sind keine Waren, die nach Ablauf einer bestimmten kurzen Zeit nicht mehr zu gebrauchen sind. Der Verkauf lebender Bäume betrifft also ein nach allgemeiner Vorstellung besonders langlebiges Produkt und damit kein schnell verderbliches Produkt.“

    Mit der gleichen Argumentation müsste man auch die schnelle Verderblichkeit von Topfpflanzen verneinen, da sie grundsätzlich eine längere Lebensdauer haben. Ausnahmen für spezielle Pflanzenarten können natürlich nicht ausgeschlossen werden.

    Vorverpackte Pralinen sind im Regelfall zurückzunehmen
    Vorverpackte Pralinen haben in der Regel eine längere Haltbarkeit und stellen somit grundsätzlich keine schnell verderblichen Waren dar. Vom Widerrufsrecht ausgenommen sind aber auch Waren, deren Verfallsdatum zu überschreiten droht. Auch hier gelten objektive Maßstäbe.

    So darf man das Widerrufsrecht z. B. nicht dadurch umgehen, dass Pralinen, die drei Monate haltbar sind, mit einem Haltbarkeitsdatum von einer Woche willkürlich gekennzeichnet werden.

    Falsche Behandlung schließt das Widerrufsrecht nicht aus
    An diesem Ergebnis ändert sich auch nichts, wenn langlebige Pflanzen oder Pralinen aufgrund einer falschen Behandlung durch den Verbraucher ausnahmsweise schnell verderben (können). Die Gefahr, dass der Käufer die gelieferte Ware nicht bestimmungsgemäß behandelt, liegt praktisch jeder Sache inne, so zu Recht die Rechtsprechung.

    Widerrufsrecht kann nach Entfernung der Frischhaltefolie erlöschen
    Gerade für den Muttertag werden Blumen und Pralinen schön verpackt. Dass die Entfernung der Geschenkverpackung keinerlei Auswirkungen auf das Widerrufsrecht haben kann, liegt auf der Hand und wurde von der Rechtsprechung bereits bestätigt (LG Potsdam, Urt. v. 27.10.2010, 13 S 33/10).

    Anders ist es jedoch, wenn z. B. bei Pralinen eine Schutzfolie entfernt wird, die gerade eine Frischhaltefunktion hat. Vom Widerrufsrecht ausgenommen sind nach § 312g Abs. 2 Nr. 3 BGB nämlich versiegelte Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn ihre Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde. Angebrochene Lebensmittel sind in solchen Fällen jedenfalls vom Widerrufsrecht ausgeschlossen, unabhängig von der Haltbarkeit, etwaiger Konsumierung oder Verschlechterung. Ein Gesundheitsrisiko kann nie vollständig ausgeschlossen werden.

    In der Praxis wäre es allerdings schwierig zu beurteilen, wann eine Versiegelung im Sinne des Gesetzes vorliegt. Dies ist je nach Verpackungsart im Einzelfall zu prüfen.

    Tipp
    In vielen Fällen wird es dem Kunden möglich sein, auch Muttertagsgeschenke wie Blumen und Pralinen zu widerrufen. Schutz gewährt nur das Recht, Wertersatz zu verlangen (mehr dazu hier). Eine Entschädigung für die Zustandsverschlechterung der Ware kann aber nur verlangt werden, wenn der Verbraucher ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht unterrichtet wird.


  • Kriminalstatistik 2016: Fälle von Online-Kriminalität nahezu verdoppelt

    2017-04-24

    Die Zahl der Cyber-Attacken hat deutlich zugenommen. Das geht aus den Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik für 2016 hervor. Demnach hat die Polizei 82.649 Fälle (2015: 45.793) von Cyberkriminalität registriert. Die Aufklärungsquote konnte zwar um 5,9 Prozent auf 38,7 Prozent erhöht werden, dennoch bleiben viele Straftaten weiterhin unaufgeklärt. Dr. Carsten Föhlisch, Experte für Verbraucherrecht bei Trusted Shops, nennt fünf Warnsignale, damit Verbraucher nicht auf Betrüger reinfallen.

    Dr. Carsten Föhlisch, Leiter der Rechtsabteilung von Trusted Shops und Experte für Verbraucherrecht beim Online-Shopping, beantwortet gerne Ihre Fragen und steht Ihnen für ein Interview zur Verfügung.

    Warnsignal 1: Unvollständiges Impressum

    Dr. Carsten Föhlisch: Sollte das Impressum nicht oder nur schwer auffindbar sein, ist größte Vorsicht geboten. Zudem sollten u.a. folgende Angaben enthalten sein: Nennung des Unternehmensnamens und des Rechtsformzusatzes (sofern vorhanden), vollständige Nennung des Vor- und Zunamens des Inhabers bzw. von mindestens einem Vertretungsberechtigten, Angabe der aktuellen Anschrift (nicht der Postfachadresse), Nennung einer Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

    Warnsignal 2: Sehr niedrige Preise

    Dr. Carsten Föhlisch: Zu schön um wahr zu sein. Wenn sich dieses Gefühl beim Blick auf die niedrigen Preise in einem Online-Shop einstellt, sollte der Online-Käufer sofort skeptisch werden. Denn nach wie vor werden Online-Shopper immer noch Opfer ihrer eigenen Schnäppchenmentalität.

    Warnsignal 3: Nur Vorkasse als Zahlungsart

    Dr. Carsten Föhlisch: Damit Online-Betrüger schnell an das Geld der Interneteinkäufer kommen können, bieten sie vorzugsweise nur Vorkasse an. Denn eine Überweisung lässt sich nicht rückgängig machen und das Geld ist für den Online-Shopper verloren.

    Warnsignal 4: Keine Erreichbarkeit

    Dr. Carsten Föhlisch: Eine Produktanfrage im Vorfeld per Telefonanruf kann Gold wert sein. Denn sollte der Anruf trotz mehrmaliger Versuche nicht angenommen werden, die Telefonnummer falsch sein oder sogar gar keine Telefonnummer angegeben sein, dann ist Vorsicht angebracht.

    Warnsignal 5: Negative Bewertungseinträge in Foren & Co.

    Dr. Carsten Föhlisch: Man kann einen kurzen Schnelltest zur Überprüfung durchführen: Wer den Namen des Händlers oder des Online-Shops in eine Suchmaschine eingibt, findet eventuell Negativeinträge in Foren. Je nach Kritik kann dies über einen sogenannten Fake-Shop Aufschluss geben.


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